Monotype „Type Trends Report“

Das sind die aktuellen Trends im Schriftdesign

Monotype Type Trends 2022 Typografie
Aktuelle Type Trends 2022(Bild: Monotype.)


In seinem Type Trends Report fasst der Schrift- und Font-Technologie-Spezialist Monotype die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Design und Gestaltung zusammen. Dutzende Arbeiten internationaler Marken und Agenturen spiegeln eine sich verändernde Haltung in Gestaltung und Kommunikation wider. print.de liefert einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Schriftdesign – in Wort und (Bewegt-)Bild.

 

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Typografie: Beziehung zwischen Verbrauchern und Marken verändert sich

 

Bei dem jährlich veröffentlichten Type Trends Report des Monotype Studio handelt es sich um einen umfassenden Leitfaden, der die typografische Gestaltung von Kultur und Wirtschaft beleuchtet. Einige Trends untermauern in diesem Jahr, wie die Digitalisierung in einer „schwierigen, stressigen“ Zeit die typografischen Methoden verändert hat, um einengende Markenerlebnisse zu schaffen. Dabei haben Designer in kurzer Zeit neue Font-Technologien für sich entdeckt, mit denen sie eine fesselnde Typografie in neuen, virtuellen Umgebungen entwickeln.

„In diesem Jahr haben wir erstmals versucht, die Trends mit den Entwicklungen zu synchronisieren, die uns bewegen, also: Umwelt, Pandemie, die Verlangsamung der Zeit, die rapide Akzeptanz alles Digitalen, die sozialen Medien als Treiber des sozialen Wandels, Nostalgie, das Hinterfragen von Fakten, Diversität versus Zusammenhalt und natürlich die Sorge um das eigene Ich“, sagt Charles Nix, Creative Type Director bei Monotype. „Das Ergebnis ist eine Hommage an die gesamte Schriftbranche, ein Wirtschaftszweig, der unsere Kultur widerspiegelt und vorantreibt.“

Die Schrifttrends von Monotype stehen im Einklang mit einem Paradigmenwechsel, der sich in den letzten 12 Monaten abzeichnete, ausgelöst durch eine sich verändernde Beziehung zwischen Marken und Verbrauchern. Die wichtigsten Trends im Überblick sind:

 

  • NF-Type – das nächste große Ding
    Der Trend korrespondiert mit dem Thema „Design fürs Metaverse“. NFTs und jetzt NF-Type sorgen gerade für viel Gesprächsstoff und es wird darüber diskutiert, wie wir das Lizenzieren von Schriften und deren Vertrieb auf einem dezentralen Markt erneuern können. Die Animation Weird Whales des 12-Jährigen @ObiWanBenoni, Brikfont von Craig Ward und die Font DOT Community zeigen, wie stark diese Kategorie im Kommen ist.
  • Grazile Serifen sind wieder da
    Feine, schlanke Serifen sind wieder in. Der Trend „Schlanker Fuß“ ist ein raffiniertes Update des Weichzeichner-Trends aus dem letzten Jahr, als fette, kurvige Serifen groß in Mode waren. Die Kooperation der US-Agentur Collins mit dem Schweizer Schriftenhaus Dinamo für das Branding der San Francisco Symphony ist ein schönes Beispiel für die Umsetzung dieses Trends.
  • Stilmix- die neue typografische Vielfalt
    Influencer, Communities und die Kultur insgesamt haben sich Vielfalt, Fluidität, Mehrdeutigkeit und Integration auf die Fahnen geschrieben. Stilmix ist typografische Vielfalt, die mehrere Schriftstile zu einer Identität vereint, um Diversität in Gemeinsamkeit zu überführen. Die Gestaltung des Buchs „Innovation by Design“ (Herausgeber: Fast Company; Agentur: Triboro) und die neue Markenidentität von Henkel (Agentur: Interbrand) sind nur zwei Beispiele dafür, dass es unsere Unterschiede sind, die uns ausmachen.
  • Flux – alles im Fluss
    Während du schliefst, wurde alles lebendig. Bücher begannen zu sprechen. Gerahmte Bilder begannen, sich zu bewegen und zu verändern. Plakate wurden zu animierten 2D-Flächen. Bei Im Fluss ist die Schrift hyperkinetisch, manchmal animiert, manchmal variabel, immer in Bewegung. Die Agenturen Studio Dumbar und Robu sowie das Branding für MIDI von Pentagram tragen zu diesem siebenteiligen Trend bei.
  • Der neue Jugendstil
    Dieser Trend weist einen ausgedehnten Grad an Zügellosigkeit auf: Auf der einen Seite gibt es Schriften mit organischen Linien und ausladenden Kurven, inspiriert von Natur und Biodiversität. Andererseits sind psychedelische, fließende Formen angesagt. Diese sind oft schwer zu lesen und eine Anspielung auf das Hin und Her in pandemischen Zeiten. Das Branding der australischen Wellness-Marke LBDO (Agentur: Universal Favourite) und das Cover für das Album „Visionair“ des holländischen Duos Ingi Visions (Design: Studio Airport) erzeugen durch Schrift eine formbare Sprache.

 

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Den vollständigen „Type Trends Report 2022“ können Sie HIER (nach Registrierung) bei Monotype herunterladen. Impressionen und einen schnellen Überblick über die aktuellen Type Trends bietet auch nachfolgendes Video:

 

 

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