Produkt: Deutscher Drucker 14-15/2019
Deutscher Drucker 14-15/2019
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Aufgrund des Margendrucks Rückgang des Produktionswertes

Deutsche Faltschachtel-Industrie: Weiterhin steigendes Produktions- und Umsatzniveau

Faltschachtel-Industrie: Produktionsvolumen und -wert von 1998 bis 2018(Bild: FFI, 9. Juli 2019)

Die deutsche Faltschachtel-Industrie hat laut Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI) auch im Jahr 2018 ihr Produktionsvolumen um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Produktionswert erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozent auf 1,868 Mrd. Euro. Damit konnte laut FFI das seit 2017 steigende Produktions- und Umsatzniveau bestätigt werden. Allerdings habe der gesamteuropäische Margendruck zugleich dazu geführt, dass der rechnerische Produktionswert produzierter Faltschachteln um 1,2 Prozent auf 2.144 Euro pro Tonne leicht zurückgegangen sei.

Die deutsche Faltschachtel-Industrie habe im Jahr 2018 von der insgesamt stabilen gesamtökonomischen Situation profitiert, so Andreas Helbig, Sprecher des Vorstands des Fachverbands Faltschachtel-Industrie. Konsumlaune und Anschaffungsneigung der Verbraucher seien hierzulande “ungebrochen gut bei einer gleichzeitig sinkenden Erwerbslosenquote”. Aufgrund des zunehmenden europäischen Wettbewerbs setze die Faltschachtel-Branche auf Prozess-Optimierungen durch Digitalisierung und Automatisierung. „Die Europäisierung bei Ausschreibung und Produktion ist unumkehrbar. Deshalb müssen sich die deutschen Faltschachtel-Unternehmen vor allem durch ihre Weiterentwicklung und Innovationskraft weiterhin in eine gute Position bringen“, so Helbig weiter. Investitionen in der Branche würden in den seltensten Fällen im Rahmen von Kapazitätserweiterungen sondern in den meisten Fällen in punkto Effizienzsteigerungen getätigt.

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Angesichts des sich verschärfenden Fachkräfte- und Azubi-Mangels würden die deutschen Faltschachtel-Unternehmen verstärkt auf Maßnahmen zur Steigerung der Branchen- und Arbeitgeberattraktivität setzen. Dazu zählten neben sicheren Arbeitsplätzen sowie attraktiven Karriere-Chancen auch viele Dienstleistungen und Schulungsangebote durch den Faltschachtel-Verband. Von zunehmender Bedeutung sei eine “verstärkte Kommunikation der ökologischen Vorteilhaftigkeit der Produkte Faltschachtel und Karton gegenüber anderen Verpackungsarten”, so Andreas Helbig.

Im europäischen Vergleich stehe die deutsche Faltschachtel-Industrie für rund 20 Prozent des europäischen Produktionsvolumens. Damit ist sie laut FFI etwa doppelt so groß wie Großbritannien, Frankreich oder Italien, die gemeinsam ungefähr 10 Prozent Marktanteil innehaben.

Branchenkonsolidierung

Die Branchenkonsolidierung schreite laut FFI mit leichten Schwankungen weiter voran. Beim FFI stehe laut Christian Schiffers, Geschäftsführer des FFI, dem Verbandsaustritt von einem Vollmitglied (Ostermöller Verpackungen) sowie drei assoziierten Mitgliedern (Heighcon, Papierfabrik Scheufelen sowie Kartonfabrik Buchmann) im Jahr 2018 die Neuaufnahme eines Vollmitglieds (Baden Board) gegenüber, wie Schiffers anführt. Der Verband repräsentiere insgesamt etwa zwei Drittel des deutschen Faltschachtelmarktes,.

Über den FFI

Der FFI – Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. vertritt seit 1948 die Interessen von mehr als 60 Unternehmen mit über 80 Produktionsstandorten dieses Industriezweigs, der jährlich ca. 871.000 Tonnen Faltschachteln produziert, was einem Produktionswert von rund 1,87 Mrd.Euro entspricht. Die FFI-Mitglieder repräsentieren dabei rund zwei Drittel des Branchenumsatzes. Die Faltschachtelbranche beschäftigt ca. 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielfältigen Berufsbildern. Branchenspezifische Berufe wie Verpackungsingenieur, Drucker, Packmitteltechnologe, Verpackungsentwickler oder Mediengestalter gehören ebenso dazu wie kaufmännische, technische und logistische Berufe.

 

 

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