Nicht erfüllbare Auflagen wegen Coronavirus

Die INTERNET WORLD EXPO 2020 und die Sonderschau PRINT&PACKAGING AVENUE werden verschoben

Die INTERNET WORLD EXPO 2020 und damit auch die Sonderschau PRINT & PACKAGING AVENUE, die für den 10. bis 11. März auf dem Messegelände in München geplant waren, müssen verschoben werden. Dies gab der Veranstalter am gestrigen Samstag bekannt.

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Am Freitagabend hat den Messeveranstalter einen Bescheid des Referats für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München zur aktuellen Coronavirus-Situation erreicht, der aus Sicht des Messeveranstalters unerfüllbare Auflagen enthält. „Darin heißt es unter anderem, dass jeder Aussteller einen Tag vor Teilnahme an der Veranstaltung dem Referat für Gesundheit und Umwelt ein negatives Testergebnis mit Abstrich auf SARSCoV-2, zum Zeitpunkt der Vorlage nicht älter als zwei Tage, vorzulegen hat. Erst bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses ist die Teilnahme an der Veranstaltung möglich“, berichtet Carsten Szameitat, der Direktor der INTERNET WORLD EXPO. „Bis Freitag hatten wir keinen negativen Bescheid der Landeshauptstadt München erhalten, der gegen eine Durchführung der Messe gesprochen hätte – auch nicht unter Auflagen.“

Betroffen ist von der Verschiebung auch die vom Deutscher Drucker Verlag organisierte Sonderfläche PRINT & PACKAGING AVENUE. Ab Dienstag hätten sich die Entscheider im E-Commerce und im stationären Handel davon überzeugen können, wie sie ihr Geschäft mit einer professionellen Printkommunikation pushen können. Druckdienstleister und Papierhersteller wollten auf der PRINT & PACKAGING AVENUE die neuesten Trends im Druck präsentieren. Ein Vortragsprogramm war vorbereitet, und die Besucher hätte jede Menge Printprodukte in die Hand nehmen können. Doch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Veranstalter prüft aktuell Termine zu einem späteren Zeitpunkt.

Messedirektor Carsten Szameitat: „Mein Team und ich bedauern diese Umstände zutiefst. Für uns ist die INTERNET WORLD EXPO eine Plattform für das Business unserer Partner. Das wollen wir auch in Zukunft gewährleisten. Die oberste Priorität hat jedoch weiterhin die Gesundheit der Teilnehmer und Aussteller. Als Veranstalter sind wir entsetzt über die späte Zustellung des Auflagenbescheids durch das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München. Die auferlegten Auflagen sind für uns als Veranstalter so kurzfristig weder umsetzbar noch zumutbar. Wir hoffen an dieser Stelle auf eine klare Linie und ein starkes Signal der Regierung, das eindeutig festlegt, wie Großveranstaltungen künftig umzusetzen sind. Lediglich Empfehlungen auszusprechen und den jeweiligen Veranstaltern die Verantwortung mit kurzfristigen, nicht tragbaren Auflagen zu überlassen, stellt für uns keine Lösung dar.“

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