Ergebnis der Herbstprognose von Apenberg & Partner

„Drucker müssen ihre Preise 2019 drastisch erhöhen“

Ein Großteil der Umfrageteilnehmer zählt zur "klassischen" Druckindustrie, gefolgt von Teilnehmern aus Verlagen, von grafischen Zulieferern und Verpackungsdruckern.(Bild: Shutterstock/Zefart)

Das Ergebnis der Herbstprognose 2019 der Hamburger Consultants Apenberg & Partner ist alarmierend, im Ergebnis heißt es dort: „Deutsche Drucker müssen ihre Preise 2019 drastisch erhöhen. Steigende Papierpreise lassen der Branche keine Wahl.“ Doch trotz angesichts der angespannten Marktlage zeige der Großteil der Drucker wenig Bereitschaft, ihre Abnehmerpreise zu erhöhen, heißt es in der auswertenden Presseinformation der Consultants zur Studie, vor dem Hintergrund steigender Papierpreise sei dies ein gravierender Managementfehler.

Anzeige

Nach den neuesten Ergebnissen der aktuellen Herbstprognose der Hamburger Print Business Consultants Apenberg & Partner werde sich die Krise der deutschen Druckindustrie erheblich verschärfen. Wie die Studie zeige, erwarten 93 Prozent aller Befragten drastische Preiserhöhungen seitens ihrer Lieferanten, jedoch hätten nur 20 Prozent der Druckereimanager den Mut, ihre Abnehmerpreise zu erhöhen. „Eine fatale Fehlentscheidung, die bei den meisten Druckereien zu herben Verlusten führen wird“, so das Fazit von Geschäftsführer Michael Apenberg.

Beteiligt haben sich an der aktuellen Umfrage 173 Teilnehmer – hinsichtlich der Branchenaufteilung habe es traditionell die größte Resonanz von der „klassischen“ Druckindustrie, gefolgt von Verlagen und grafischen Zulieferern gegeben. Besonders das Segment der Verpackungsdrucker sei in diesem Jahr deutlich schwächer vertreten, als im vorangegangenen.

Druckindustrie

Wie die Studie zeige, fallen die Erwartungen der Druckindustrie für 2019 nicht mehr so optimistisch aus, wie noch vor zwölf Monaten. 93 Prozent aller Befragten rechneten mit steigenden Lieferantenpreisen bei stagnierenden Abnehmerpreisen, eine Entspannung der Situation erwarte hingegen keiner der Studien-Teilnehmer. Unter den Rollenoffsetdruckern falle besonders auf, dass sie für 2019 geschlossen von steigenden Lieferantenpreisen ausgehen würden, während sie das Thema in der Befragung 2018 weniger kritisch bewerteten. Unternehmen, die im Bogendruck aktiv seien, spiegelten die Einschätzung der Akzidenzsparte nahezu wider. Sie befürchteten mehrheitlich eine weiterhin rückläufige Marktentwicklung (51 Prozent) und rechneten ebenfalls mit steigenden Lieferantenpreisen. Außerdem zeige die diesjährige Befragung, dass 80 Prozent aller im Digitaldruck produzierenden Unternehmen, zusätzlich auch über Bogendruck-Kapazitäten verfügen. Die Zukunftseinschätzung dieses Segments sei dementsprechend fast deckungsgleich mit der kritischen Einschätzung der Bogendrucker.

Verlage

Während die Verlage laut Studie im letzten Jahr eine leicht rückläufige Marktentwicklung bei höheren Liefrantenpreisen und einer Stagnation der Abnehmerpreise erwarteten, würden sie in diesem Jahr von einer drastischen Negativentwicklung im Markt ausgehen (65 Prozent), die ebenfalls durch deutlich stärker steigende Lieferantenpreise bedingt sei (73 Prozent). Bzgl. der Abnehmerpreise seien Verlage hingegen vorsichtig optimistisch, denn rund 46 Prozent erwarteten einen Anstieg in 2019, wie die Studie zeige.

Grafische Zulieferer

Die Zulieferindustrie hingegen teile die Erwartungen eines stagnierenden Marktumfeldes, auch wenn diese Teilnehmergruppe im Vergleich die ausgewogenste Aussicht auf 2019 vertrete. Hier werde lediglich ein leichter Rückgang der Marktentwicklung (38 Prozent) erwartet, dem die Hoffnung auf eine Ergebnisverbesserung (34 Prozent) entgegenstehe.

Verpackungsdruck

Bereits im Vorjahr habe diese Gruppe ihre vergleichsweise optimistische Zukunftshaltung ausgezeichnet, so Apenberg & Partner. Trotz des auch hier erwarteten Anstiegs der Lieferantenpreise, werde in fast keinem Themengebiet mit rückläufigen Entwicklungen in den Produktgruppen Etiketten und Faltschachteln gerechnet.

Die gesamte Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 50 Euro angefordert werden: b.weiss@apenberg.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.