Produkt: Deutscher Drucker 5-6/2020
Deutscher Drucker 5-6/2020
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Auffanglösung für insolvente Mülheimer Firma

Eggen-Gesellschafter übernehmen deutsche Marks-3zet

Wanddeko des Marks-3zet-Standes bei der Labelexpo 2015, die das Vertriebsprogramm des Unternehmens zeigt. (Bild: DD-Archiv)

Das Unternehmen Marks-3zet aus Mülheim/Ruhr erhält neue Eigentümer. Wie die Unternehmensberater Montag & Montag bekanntgaben, haben Gesellschafter der Hanns Eggen GmbH & Co. KG (Brüggen) den Geschäftsbetrieb von Marks-3zet mit seinem Stammsitz in Mülheim übernommen. Die italienische Marks-3zet-Tochter sei an Investoren um die Kolor+Service s.r.l. verkauft worden.

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“Wesentliche Teile” der Unternehmensgruppe, die im Besitz der Kölner Dr.-Jürgen-Meyer-Stiftung waren, hatten vor fünf Monaten beim Amtsgericht Duisburg Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Später wechselte man in ein Regelinsolvenzverfahren. Der Geschäftsbetrieb war seither ohne Einschränkung fortgeführt worden.

Marks-3zet hat im wesentlichen zwei Standbeine: Kalibrierte Unterlagebögen für Druckmaschinen sowie Technologien rund um den wasserlosen Offsetdruck. Für diesen zweiten Bereich war in den 1980er-Jahren eine Zusammenarbeit mit dem Plattenhersteller Toray begonnen und später das Vertriebsprogramm auf entsprechende Farben, Chemikalien und Maschinen zur Plattenproduktion ausgeweitet worden.

Die Firma Hanns Eggen aus dem niederrheinischen Brüggen produziert und vertreibt Verbrauchsmaterialien für die Druckindustrie. Sie ist vor allem als Hersteller von Feuchtmittelzusätzen und chemischen Produkten wie Reinigungsmitteln, Dispersionslacken und Silikonen bekannt. Darüber hinaus werden kalibrierte Unterlagebogen, Klebstoffe und Filter angeboten.

Nach einem “herausfordernden Verkaufsprozess mit internationalem Bezug”, so eine Mitteilung von Montag & Montag, sei es gelungen, “die bisherigen Standorte zu erhalten und einen Großteil der Arbeitsplätze zu sichern”. Wieviele Arbeitsplätze das sind, wird nicht mitgeteilt. Geschäftsführer Hans-Christian Sanders, der in der Eigenverwaltung insolvenzrechtlich begleitet wurde durch die Münsteraner Kanzlei Mönig, äußert sich nun optimistisch: “Nachdem die Insolvenzanträge aus Gründen einer fehlenden Brückenfinanzierung anlässlich Covid-19 unumgänglich wurden, freuen wir uns, für die Marks-3zet-Gruppe in einem ohnehin schwierigen Marktumfeld neue und starke Partner gefunden zu haben.”

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