Artes Etichette erweitert sein digitales Portfolio
Erste Gallus Five wird in Italien installiert
von Redaktion,
Die Inhaber von Artes Etichette (von links nach rechts: Claudio Bernasconi, Luca Airoldi und Paolo Belloni) mit der weltweit ersten Gallus Five, mit der das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit auf die industrielle digitale Etikettenproduktion ausweitet.(Bild: Gallus)
Der italienische Etikettenspezialist Artes Etichette hat im Dezember letzten Jahres die weltweit erste Gallus Five im Unternehmen installiert. Die Hybriddruckmaschine der Heidelberg-Tochter Gallus läuft nun im Zweischichtbetrieb und produziert regelmäßig Aufträge von rund 10.000 Laufmetern.
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Die Investition spiegele das anhaltende Wachstum des italienischen Etikettenmarktes wider, dessen Wert im Jahr 2024 auf etwa 2 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde und der aufgrund sich wandelnder Verpackungsanforderungen und einer zunehmenden Produktvielfalt in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich weiterwachsen wird, heißt es in der Unternehmensmitteilung.
Produktion auf industriellem Niveau
Nur wenige Monate nach der Installation nutzt Artes nach eigenen Angaben die Kapazität der Gallus Five, um einen wachsenden Anteil seiner Produktion zu bewältigen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Herstellung von Lebensmitteletiketten, aber auch auf Etiketten für die Bereiche Chemie und Reinigungsmittel, Kosmetik, Pharmazeutika und Gebrauchsgüter. Routineaufträge liegen bei 10.000 Laufmetern, wobei regelmäßige Druckaufträge von bis zu 60.000 Laufmetern zeigen, dass die Druckmaschine eine Produktivität auf industriellem Niveau erreicht. Für Kundinnen und Kunden, die hohe Auflagen und präzise Ergebnisse verlangen, entwickle sich die Gallus Five zunehmend zur bevorzugten Plattform, so Artes.
Die gemeinsam mit Heidelberg entwickelte Gallus Five wurde konzipiert, um den Hybriddruck flächendeckend in der Massenproduktion zu etablieren und Märkte mit hohem Volumen zu bedienen, bei denen konstante Geschwindigkeit und Effizienz auf industriellem Niveau entscheidend sind. Die Druckmaschine ist mit dem neu entwickelten Heidelberg Saphira UV05 Tintensystem ausgestattet, das eine bedeutende Weiterentwicklung in der Farbtechnologie darstellt. Es verfügt über eine hochpigmentierte Formulierung, die den Tintenverbrauch senkt und die Gesamtbetriebskosten reduziert.
Laut Artes-CEO Luca Airoldi sind die kurzen Reaktionszeiten bei dringenden Aufträgen, die der Digitaldruck naturgemäß ermöglicht, ein weiterer entscheidender Vorteil. Er erklärt: „Mit der Gallus Five können wir auch anspruchsvolle Liefertermine einhalten. Bei dringenden Kundenanforderungen sind Qualität und Zuverlässigkeit von größter Bedeutung. Mit dieser Maschine sind Fehler kaum möglich.“ Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Metern pro Minute sorgt die Gallus Five durch ihre Kombination aus Farbechtheit, vorhersehbarer Registergenauigkeit, reduziertem Ausschuss und kürzeren Rüstzeiten für eine erhebliche Prozessoptimierung.
Die neue Anlage knüpft an die fast fünf Jahrzehnte lange Erfahrung von Artes mit Gallus-Maschinen an, die bis zu den traditionellen Flexodruck- und Buchdruckanlagen aus den 1970er Jahren zurückreicht. In den letzten Jahren wurde die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens durch die Installation von zwei Gallus-Labelfire-Druckmaschinen in den Jahren 2018 und 2022 vorangetrieben, gefolgt von Europas erster Gallus One im Jahr 2024. Die neue Gallus Five arbeitet derzeit in zwei Schichten pro Tag mit einer Gesamtproduktionszeit von 15 Stunden und ist bereits voll ausgelastet.
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