Produkt: Deutscher Drucker 14-15/2019
Deutscher Drucker 14-15/2019
Journal für Druckgeschichte +++ Mitarbeiter mit Motor: Roboter in Industrieunternehmen +++ Zeit zum Lesen: Tipps für die Urlaubslektüre
Entsprechende Labelfire UVLM Tintenserie entwickelt

Gallus Labelfire Low Migration für die “lebensmittelkonforme Etikettenproduktion”

Die Gallus Labelfire Low Migration ist mit einem zusätzlichen UV-Booster ausgestattet, der die Aushärtung der Labelfire UVLM-Tinten bei höheren Druckgeschwindigkeiten unterstützt.(Bild: Gallus Ferd. Rüesch AG)

Die Ingenieure von Gallus und Heidelberg haben nach eigenen Angaben den UV-Inkjetdruck so weiterentwickelt, dass die Produktion von zertifizierten, lebensmittelkonformen Etiketten mit der Gallus Labelfire möglich ist. Die Low Migration-Version der Gallus Labelfire ist auf die Herstellung von lebensmittelkonformen Verpackungen nach EU-Verordnungen und der Schweizer Bedarfsgegenständeverordnung (Swiss Ordinance) ausgelegt.

Anzeige

Einer Pressemitteilung von Gallus zufolge wurde vom gemeinsamen Gallus/Heidelberg Entwicklungs-Team die Labelfire UVLM Tintenserie entwickelt, die für Verpackungen mit Lebensmittelkontakt geeignet ist. Auch die UV-Aushärtungstechnik der Labelfire sei weiter optimiert worden, heißt es – um die Migrationseigenschaften des Tintenfilms zu verbessern. Thomas Schweizer, Leiter des Business- und Produktmanagements bei Gallus: “Wir sprechen deshalb von einer Innovation, da wir gemeinsam mit Heidelberg ein ganz neues Level der UV-Inkjet-Technologie erreicht haben. Dazu gehört die Formulierung der Tinte und eine darauf abgestimmte Trocknertechnologie.”

Voraussetzung für die lebensmittelkonforme Produktion von Etiketten und Verpackungen ist die Einhaltung der jeweiligen Gesetzgebung und darüber hinaus der Vorgaben des Auftraggebers. Labelfire UVLM Tinten entsprechen daher den Anforderungen der EU-Verordnungen Nr. 10/2011, Nr. 1935/2004, Nr. 2023/2006 (GMP), der Schweizer Bedarfsgegenstände­verordnung, der Nestlé Guidance Note sowie der EuPIA-Leitlinien.

Allein die Verwendung solcher Tinten garantiert jedoch nicht, dass damit automatisch die Migrationsgrenzwerte eingehalten werden, die für eine Zertifizierung solcher Etiketten notwendig sind.

Das neue Trocknungssystem der Labelfire Low Migration

Ein wichtiger Produktionsschritt erfolgt nach dem Inkjetdruck mit dem Aushärten der Druckfarben. Direkt nach dem Druckvorgang wird die Substratbahn in einen Trockner mit Inert-Kammer geführt, die mit Stickstoff geflutet ist. Der weitgehende Ausschluss von Sauerstoff führt laut Gallus zu einer optimierten Aushärtung der Tinten. Im Anschluss verstärke ein optionaler UV-Booster die Aushärtung der Labelfire UVLM Tinten auch bei maximaler Produktionsgeschwindigkeit.

Neben dieser neuen UV-Trocknung ist die Gallus Labelfire Low Migration mit UV- und Sauerstoff-Sensoren ausgestattet, welche die Produktionsparameter messen. Damit werden die Qualitätssicherungsprozesse beim Etiketten- und Verpackungsdruck unterstützt.

Seit Monaten Feldtests

Zwei Gallus Labelfire produzieren in einer Feldteststudie bereits seit Monaten lebensmittelkonforme Etiketten und Verpackungen gemäss den gesetzlichen Anforderungen für den europäischen Markt. Seit Oktober dieses Jahres wird die Gallus Labelfire Low Migration als Serienmaschine an Gallus-Kunden verkauft.

Produkt: Deutscher Drucker 4/2019
Deutscher Drucker 4/2019
KUNDEN & MÄRKTE: Print im B2B-Marketing+++SCHWERPUNKT: Direktdruck auf Wellpappe: THQ-Flexocloud ermöglicht eine neue Qualität im Flexodruck+++PRODUKTE & TECHNIK: Printed Electronics: Das erwartet die Besucher der Lope-C 2019+++BETRIEB & MANAGEMENT: Interview zum Subskriptionsmodell von Heidelberg

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.