Produktion bei Hei-Master in China startet Anfang 2021

Heidelberger Druckmaschinen vereinbart Produktions-Joint-Venture mit Masterwork

Bereits bei der Drupa 2016 traten die Heidelberger Druckmaschinen AG und Masterwork als gemeinsame Aussteller auf. (Bild: Sascha Steinbach für Heidelberger Druckmaschinen)

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat ein Produktions-Joint-Venture mit ihrem Partner und Großaktionär, dem chinesischen Unternehmen Masterwork Group, vereinbart. Ein neues, gemeinsames Unternehmen namens Hei-Master soll Teile auch für den chinesischen Heidelberg-Produktionsstandort in Shanghai fertigen. Beide Unternehmen erwarten sich davon „substanzielle Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

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China sei mit einem Umsatzvolumen von rund 300 Mio. Euro der wichtigste Einzelmarkt für Heidelberg in der grafischen Industrie. Rainer Hundsdörfer, Vorstandvorsitzender von Heidelberg: „Mit dem steigenden Bezug lokal gefertigter Teile erhöhen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit in diesem Wachstumsmarkt deutlich.“

Entsprechend der Kooperationsvereinbarung wird das Joint Venture einen Teil der bisher durch Heidelberg gefertigten Maschinenteile übernehmen. Als Hauptabnehmer sind die Heidelberg Graphics Equipment (Shanghai) Co., Ltd., als lokale Konzerngesellschaft in China, sowie Masterwork bzw. deren verbundene Unternehmen vorgesehen.

Der Start der Hei-Master-Produktion ist für Anfang 2021 am neuen Standort von Masterwork in Tianjin geplant.

Heidelberg hält 40 Prozent der Anteile

Über die Joint Venture-Kooperationsvereinbarung mit Masterwork Group Co., Ltd., teilte die Heidelberger Druckmaschinen AG zudem mit, dass Heidelberg eine Beteiligung an der Hei-Master Technology Co., Ltd., im Umfang von 40 Prozent und Masterwork im Umfang von 60 Prozent halten. Heidelberg wird (neben einer Bareinlage im Umfang von 400.000 Euro) im Wesentlichen Fertigungs-Know-how in die Gesellschaft einbringen und damit „die Grundlage des Geschäftsbetriebs der Hei-Master“ beisteuern. Masterwork hat Bareinlageverpflichtungen im Umfang von insgesamt 19,6 Mio. Euro übernommen.

Nach einer Anlaufphase von drei bis fünf Jahren kann Hei-Master – abhängig von der Auslastungslage – „als Vertragshersteller für weitere, nicht den Unternehmensgruppen der Joint Venture-Partner angehörigen Kunden tätig werden“.

Insgesamt arbeiten rund 900 Heidelberg-Mitarbeiter in China, davon rund 450 im Vertrieb und im Service.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Vorstufe zur kompletten Übernahme von Heideldruck durch die Chinesen.

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    1. Ja, das ist der Anfang vom Ende der einst so stolzen Heidelberg . Natürlich werden die Herren dies abstreiten.

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  2. Ja genau das hab ich auch gedacht… noch 1 bis 2 Jahre dann gibts in Wiesloch günstig Produktionsgelände zu kaufen.Traurig wie sich der Industriestandort Deutschland Stück für Stück selbst zerlegt.

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