Industrielle Kennzeichnung

Kennzeichnungslösungen für Rohre im Fokus der Tube 2026

Moderne Kennzeichnungssysteme ermöglichen es, Rohre auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten dauerhaft und gut lesbar zu markieren – eine wichtige Voraussetzung für die Rückverfolgbarkeit im Zuge des Digitalen Produktpasses.(Bild: REA Elektronik GmbH)

Mit dem Digitalen Produktpass steigen die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Rohren. Neue Kennzeichnungssysteme sollen dafür sorgen, dass Produkte dauerhaft eindeutig identifizierbar bleiben – auch unter anspruchsvollen Bedingungen.

Die Rückverfolgbarkeit von Rohren aus Stahl, Metall oder Kunststoff wird in den kommenden Jahren deutlich wichtiger. Grund dafür ist der Digitale Produktpass, der schrittweise eingeführt wird. Künftig müssen Produkte Informationen zu Herkunft, Material und Umweltaspekten über ihre gesamte Lebensdauer hinweg bereitstellen. Für Hersteller bedeutet das: Jedes Rohr braucht eine dauerhafte und gut lesbare Kennzeichnung.

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Welche Lösungen dafür möglich sind, zeigt REA Elektronik auf der Tube 2026. Im Mittelpunkt stehen Systeme, die Kennzeichnungen auch unter hohen Geschwindigkeiten und schwierigen Produktionsbedingungen zuverlässig aufbringen.

Ein Beispiel ist der Elektro-Signierblock REA JET ST SRE-10. Er ermöglicht große, gut lesbare Beschriftungen mit einer Schreibhöhe von bis zu 206 Millimetern. Durch die elektromagnetische Steuerung bleibt die Markierung auch bei schnellen Produktionslinien präzise. Neben Materialangaben und Chargennummern können auch 2D-Codes aufgebracht werden, die sich später per Scan auslesen lassen. Je nach Anwendung kommen hitzebeständige Farben zum Einsatz, die auch sehr hohen Temperaturen standhalten.

Auch in der Rohrfertigung spielen Schmierstoffe eine wichtige Rolle. Hier setzen der REA JET UP und der REA JET DOD an. Beide Systeme tragen ölfreie Schmierstoffe gezielt und gleichmäßig auf. Selbst bei Geschwindigkeiten von bis zu 1.800 Metern pro Minute bleibt die Applikation kontrolliert und ohne Nebelbildung. Das spart Material und sorgt für saubere Prozesse.

Ein weiteres Thema ist die Automatisierung bisher manueller Arbeitsschritte. In einem Vortrag auf der Messe wird gezeigt, wie ein Rohrhersteller die Kennzeichnung von Stahlrohren von Hand auf eine automatische Lösung umgestellt hat. Dabei werden Rohre sowohl außen als auch innen markiert. Laut Vortrag verbessert das nicht nur die Lesbarkeit der Kennzeichnung, sondern auch die Arbeitsbedingungen in der Produktion.

Für Kunststoffrohre stellt das Unternehmen ebenfalls neue Lösungen vor. Dazu gehört ein Lasersystem, das direkt in die Produktion integriert werden kann. Es lässt sich an verschiedene Rohrdurchmesser anpassen und eignet sich für unterschiedliche Materialien. Ergänzt wird das Angebot durch UV-härtende Tinten, mit denen sich auch schwer zu bedruckende Kunststoffe zuverlässig kennzeichnen lassen.

Die Beispiele zeigen, wie sich die Anforderungen an die Kennzeichnung in der Rohrindustrie verändern. Mit dem Digitalen Produktpass wird sie zu einem zentralen Bestandteil der Produktion – und zur Voraussetzung für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit.