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Das aktuelle Konjunkturtelegramm des BVDM

März 2021: Geschäftsklima verbessert sich trotz dritter Corona-Welle

Dass sich der Geschäftsklimaindex deutlich aufhellen konnte, liegt vor allem an der sehr optimistischen Erwartungshaltung der Druck- und Medienunternehmen bezüglich ihrer zukünftigen Geschäftsentwicklung. (Bild: BVDM)

Trotz des derzeit sehr dynamischen Infektionsgeschehens hellte sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im März weiter auf. Der vom Bundesverband Druck und Medien (BVDM) berechnete Geschäftsklimaindex legte gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 5,9 Prozent auf 99,9 Punkte zu. Durch diesen erneuten Anstieg notiert der Index erstmals seit Ausbruch der Coronakrise wieder über dem Vorjahresniveau – das Plus beträgt 3,6 Prozent.

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Angesichts zurzeit stark steigender Inzidenzzahlen und der Ungewissheit über die Umsetzung weiterer coronabedingter Einschränkungsmaßnahmen, sollte der aktuelle Wert des Geschäftsklimas jedoch mit Vorsicht interpretiert werden, schreibt der BVDM dazu.

Im März zeigten sich die vom ifo Institut befragten Druck- und Medien- unternehmen etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage als im Februar. Ihre Einschätzungen hinsichtlich ihrer für die nächsten sechs Monate erwarteten Geschäftsentwicklung hingegen fielen sichtlich zuversichtlicher als im Vormonat aus. Die Werte der aktuellen und der erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Geschäftslageindex steigt um 2,5 Prozent

Im März stieg der saisonbereinigte Geschäftslageindex um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte mit 85,8 Punkten den dritthöchsten Stand seit Ausbruch der Coronakrise. Durch die Fortsetzung der im Februar begonnenen Aufwärtsbewegung reduzierte sich der im Vorjahresvergleich festgestellte Rückgang des Index auf -12,2 Prozent. Ein zuletzt etwas gestiegener Auftragseingang sowie eine moderate Zunahme der Produktionsentwicklung dürften die wesentlichen Gründe für die Verringerung des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr sein.

Dennoch bleibt die Lage angespannt. So geben nach wie vor rund 56 Prozent der Unternehmen an, dass sie mit ihrer derzeitigen Auftragslage unzufrieden sind. Da- her ist es auch wenig überraschend, dass rund 65 Prozent der Befragten zurzeit Gebrauch von Kurzarbeit machen.

Zwei von drei Unternehmen planen weitere Kurzarbeit

Dass sich der Geschäftsklimaindex deutlich aufhellen konnte, liegt vor allem an der sehr optimistischen Erwartungshaltung der Druck- und Medienunternehmen bezüglich ihrer zukünftigen Geschäftsentwicklung. Nachdem der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen im Februar bereits um rund 9 Prozent angestiegen war, legte er im März nochmals um 9,5 Prozent zu und notierte mit 116,2 Punkten auf einem Allzeithoch. Im Vorjahresvergleich betrug das Plus damit rund 22 Prozent.

Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass ein überwiegender Anteil der Antworten vor dem 17. März beim ifo-Institut eingegangen ist. Daher spiegeln sich in den Antworten der Befragten zwar die Lockerungen der Corona-Beschränkungen von Anfang März wider aber nicht die seit dem Ende des Befragungszeitraumes beobachtete Verschärfung der Infektionslage. Folglich ist es fraglich, ob die derzeit vor allem hoffnungs- getriebenen stark positiven Erwartungen eine baldige Besserung der wirtschaftlichen Situation ankündigen – zumal derzeit 63 Prozent der Befragten angeben, dass sie auch für die kommenden drei Monate Kurzarbeit eingeplant haben.

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