Internationale Kooperation gegen Lebensmittelverluste
Save Food Initiative vertieft Zusammenarbeit mit UN-Organisationen und WPO
von Redaktion,
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)
Die Save Food Initiative baut ihr globales Netzwerk aus. Mit der offiziellen Partnerschaft mit der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) und der World Packaging Organisation (WPO) soll die Rolle von Verpackung und Verarbeitung im Kampf gegen Lebensmittelverluste weiter gestärkt werden. Auf der interpack 2026 will die Initiative zeigen, wie diese Zusammenarbeit konkret aussieht.
Seit 2011 setzt sich die Save Food Initiative gemeinsam mit internationalen Organisationen und Unternehmen dafür ein, Lebensmittelverluste und -verschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern. Nun wurde die Zusammenarbeit mit der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) und der World Packaging Organisation (WPO) offiziell vertieft. Ziel ist es, Fachwissen aus Industrie, Entwicklungspolitik und Praxis stärker zu bündeln.
Anzeige
Thomas Dohse, Director der interpack und der Save Food Initiative, sagt: „Lebensmittelverluste und -verschwendung sind ein globales Problem, das nur durch internationale Zusammenarbeit wirksam adressiert werden kann. Mit UNIDO und der World Packaging Organisation bündeln wir Industriekompetenz, entwicklungspolitisches Know-how und praxisnahe Lösungen. Diese Partnerschaft stärkt SAVE FOOD als globale Plattform und macht deutlich, welchen Beitrag Verpackung und Verarbeitung zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten können.“
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf dem sogenannten „Hidden Middle“, also dem Bereich zwischen Ernte und Handel, in dem besonders viele Verluste entstehen. Gunther Beger, Managing Director der UNIDO, erklärt: „Die Stärkung des Agrar- und Ernährungssektors im sogenannten Midstream-Bereich ist entscheidend, um agroindustrielle Entwicklung voranzubringen, Wertschöpfung auszubauen und resiliente, ernährungsorientierte Lebensmittelsysteme zu schaffen. Der ‚Hidden Middle‘-Bereich ist dort, wo Verluste konzentriert auftreten und gleichzeitig das größte Transformationspotenzial besteht. Im Rahmen der Initiative World Without Hunger und des UNIDO Food Loss and Waste Action Plans setzen wir weiterhin auf Midstream-Infrastruktur, klimasmarte Verarbeitung und die Stärkung von KMU, um Nachernteverluste zu reduzieren, Lebensmittelsicherheit zu verbessern und inklusives, klimaresilientes Wachstum zu fördern. SAVE FOOD verbindet globale Industrieexpertise mit konkreten Projekten vor Ort. Genau dieser Brückenschlag ist entscheidend, um nachhaltige Wertschöpfungsketten aufzubauen und die Ernährungssicherheit langfristig zu verbessern.“
Auch die WPO sieht in der Partnerschaft einen wichtigen Schritt. Nerida Kelton, Vice President Sustainability & SAVE FOOD der World Packaging Organisation, betont: „Die World Packaging Organisation (WPO) ist stolz darauf, gemeinsam mit FAO, UNIDO und der Messe Düsseldorf strategischer Allianzpartner der SAVE FOOD Initiative zu werden. Diese Partnerschaft bündelt umfassendes Wissen für globale wie lokale Diskussionen darüber, wie Lebensmittelverluste und -verschwendung reduziert und Umweltwirkungen minimiert werden können. Über die SAVE FOOD Initiative trägt die WPO dazu bei, das Bewusstsein und die Wissensvermittlung über die tatsächliche Rolle von Verpackung bei der Vermeidung von Food Loss & Waste zu stärken. Die WPO ist fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam nachhaltige Ernährungssysteme weltweit fördern können, die Landwirtschaft, Erzeugung, Verarbeitung, Verpackung, Abfallmanagement und die Rückführung von Materialien am Ende ihres Lebenszyklus miteinander verbinden. Dies sollte eine gemeinsame Aufgabe sein – und wir laden alle ein, Teil des notwendigen Wandels zu werden.“
Die Food and Agriculture Organization (FAO) bleibt ebenfalls eng eingebunden. Sie begleitet die Initiative seit ihrer Gründung und bringt ihre Erfahrung in den Bereichen Ernährungssicherheit und nachhaltige Agrarsysteme ein. Raimund Jehle, Deputy Regional Representative for Europe and Central Asia der FAO, sagt: „Lebensmittelverluste und -verschwendung sind eine globale Herausforderung, die gemeinsames Handeln erfordert. Die Partnerschaft der FAO mit der Messe Düsseldorf im Rahmen der SAVE FOOD Initiative unterstützt innovationsgetriebene Lösungen – darunter Verpackungstechnologien, die zur Lebensmittelsicherheit beitragen, Abfälle reduzieren und nachhaltigere Ernährungssysteme fördern.“
Ein zentraler Treffpunkt der Partner wird die interpack 2026 sein, die vom 7. bis 13. Mai in Düsseldorf stattfindet. Dort plant Save Food gemeinsam mit UNIDO und WPO ein mehrtägiges Programm. Vorgesehen sind unter anderem Expertengespräche, eine Highlight-Route mit Praxisbeispielen aus Mitgliedsunternehmen sowie die Verleihung der Save Food Awards. Erstmals sollen mehrere Projekte im Rahmen eines Wettbewerbs ausgezeichnet und finanziell unterstützt werden. Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen und den Austausch von Wissen weiter auszubauen.