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Finnische Papierfabrik produziert noch bis September 2020 holzfrei gestrichene Papiere

Stora Enso stellt Papierfabrik Oulu auf Kraftliner-Produktion um

Die Papierfabrik im finnischen Oulu.(Bild: Stora Enso)

Der finnisch-schwedische Konzern Stora Enso plant, die Papierfabrik Oulu Mill in Finnland mit einer Investitionssumme von rund 350 Mio. Euro auf die Herstellung von Kraftliner für die Verpackungsproduktion umzustellen.

Zu dieser Umstellung gehört laut Stora Enso die Umrüstung der Papiermaschine 7 auf eine Maschine für die Kraftlinerproduktion auf Frischfaserbasis sowie die Schließung der Papiermaschine 6 und des vorhandenen Folienwerks. Bis Ende 2020 soll die Produktion auf der umgerüsteten Maschine starten und laut Stora Enso auf die globalen Exportmärkte ausgerichtet sein.

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Die Investition umfasst insgesamt eine neue Linie für Kraftliner auf Frischfaserbasis (sowohl braun als auch weiß) mit einer Jahreskapazität von 450.000 Tonnen, den Umbau der Zellstofffabrik und der Trocknungsmaschine für ungebleichten Braunzellstoff sowie Investitionen zur Verbesserung der Umweltbilanz des Werkes.

Die derzeitige Kapazität von Oulu Mill. beträgt 1.080.000 Tonnen holzfrei gestrichene Papiere pro Jahr. Die Papierproduktion dieser Qualitäten wird voraussichtlich bis Ende September 2020 fortgesetzt.

Um Stora Enso von einem rückläufigen und niedrigen Ebitda-Geschäft in eines mit höherer Rentabilität umzuwandeln, beabsichtigt die Unternehmensgruppe in den Jahren 2019–2022 rund 350 Mio. Euro in die Umstellung zu investieren. Damit sollen die zuvor geschätzten Investitionen des Konzerns für 2019 von 540–590 Mio. Euro laut Unternehmensangaben auf 610–660 Mio. Euro erhöht werden.

Die Nachfrage nach holzfrei gestrichenen Papieren habe sich weiter verschlechtert, so das Unternehmen, weshalb Stora Enso seine Transformation beschleunigen und die Investitionen aus der früheren Schätzung erhöhen muss.

Laufe die Kraftliner-Maschine etwa vier Jahre nach der Inbetriebnahme mit voller Kapazität, so erwarte der finnische Papierhersteller, dass sich die Ebitda-Marge von Oulu Mill voraussichtlich um 15–20 Prozentpunkte verbessern werde. Bei voller Auslastung sei man zuversichtlich, dass die Investition das Rentabilitätsziel des Bereichs Packaging Solutions, die operative Rendite des Betriebskapitals (ROOC) von 20%, erreicht.

 

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