Technologien und Trends im Großformatdruck (2)

Andreas Neck
(Bild: Sascha Dreher Studio fuer Fotografie)
Andreas Neck, Geschäftsführer Disc Direct GmbH

Drucke in großen Formaten erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. So zeigt sich der digitale Großformatdruck schon seit Jahren als wachsender Geschäftszweig mit Potenzial. Neben den Drucksystemen tragen auch die neuen Möglichkeiten von Tinten und Bedruckstoffen sowie das Zusammenspiel beider Faktoren ihren Teil dazu bei. 

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In Deutscher Drucker 8/2018 werden die grundlegenden Farbsysteme für den Großformatdruck und deren Möglichkeiten im Zusammenspiel mit Substraten herausgearbeitet. Außerdem geben Kenner der Branche Einblicke in die aktuell am Markt des LFP-Drucks vorherrschenden Trends. Heute: Andreas Neck, Geschäftsführer Disc Direct GmbH. Seit 1991 ist der Spezialdistributor für grafische Peripherie und Software Disc Direct auf dem europäischen Markt aktiv.

DD: Herr Neck, Disc Direct hat gemeinsam mit Epson ein neuen Bedruckstoff auf den Markt gebracht, was hat es damit auf sich?

Andreas Neck: In der Tat, wir haben in Zusammenarbeit mit Epson eine Aluminiumplatte auf den Markt gebracht, die sich mit wasserbasierenden pigmentierten Tinten bedrucken lässt. Die unter dem Namen „Allure“ angebotene Fineart-Aluminiumplatte ist 1,1 mm stark und hochweiß beschichtet. Sie lässt sich z. B. mit neuen Druckern des Typs Epson Sure-Color SC P9000 direkt bedrucken. Diese Technologie ermöglicht – verglichen mit Sublimationsdrucken auf Aluminium – eine bessere Detailwiedergabe, einen höheren Weißgrad sowie eine längere Haltbarkeit. Es wird direkt auf das Aluminium der Platte gedruckt. Das ist für den Druck mit wasserbasierenden Tinten nahezu revolutionär. Im Anschluss an den Druckvorgang allerdings muss das Motiv durch eine Laminierung geschützt werden. Zur Zeit sind die Platten bis zum Format 80 x 120 cm erhältlich, größere Formate sind in Arbeit.

DD: Welche Highlights bietet der LFP-Markt außerdem aktuell für Sie?

Andreas Neck: Wir beobachten eine große Nachfrage nach Sublimationsmedien für den Textilbereich sowie nach selbstklebenden Folien. Außerdem scheint sich ein Trend hin zu recycelfähigen bzw. biologisch abbaubaren Substraten abzuzeichnen.

DD: Wonach verlangt der LFP-Markt der Zukunft aus Ihrer Sicht?

Andreas Neck: Unsere Kunden legen großen Wert auf die Qualität von Substraten und ebenso auf eine gleichbleibende Qualität innerhalb verschiedener Chargen von Bedruckstoffen. Die Farbverbindlichkeit von Drucken im Großformat war noch vor einigen Jahren kein großes Thema. Heute verlangen die Endkunden zu-
nehmend den Einsatz von Farbmanagagement-Software. Die Ansprüche an die Qualität des Printproduktes steigen, denn bei einem nicht nutzbaren Druck, selbst in Auflage 1, für Banner, Poster oder Fineart-Prints, wäre im Fall von schlechter Qualität ein deutlicher finanzieller Verlust vorprogrammiert.

Die Antworten aller Experten finden Sie in Deutscher Drucker 8/2018, der im print.de-Shop zum Download bereit steht.

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