Serie: Recht in der Druckbranche (19)

Wettbewerbsfähigkeit durch moderne Arbeitszeitgestaltung steigern

Mobiles Arbeiten
(Bild: Shutterstock: Monkey Business Images)
Mobiles Arbeiten führt meist zu einer deutlichen Effizienzsteigerung der Arbeitsabläufe.

Mit dem Laptop im Restaurant sitzen und Kundenanfragen bearbeiten oder dienstags mit der Tochter zum Reiten gehen, die Arbeit dafür freitags oder samstags von zu Hause aus erledigen? Kann man durch diese Arbeitsmethoden die Wettbewerbsfähigkeit im Unternehmen aufrecht erhalten oder wird diese dadurch gefördert? Steigert dies eventuell sogar die Arbeitsattraktivität?

Der neue Stellenwert der Arbeit

Studien belegen, dass für immer mehr Gruppen von Mitarbeitern die Arbeit heutzutage einen anderen Stellenwert einnimmt, als für vorherige Generationen. Noch vor zehn Jahren waren gut qualifizierte Mitarbeiter vorrangig an Karriere- und Verdienstmöglichkeiten interessiert. Es war selbstverständlich, dass für attraktive Jobs das Büro zum zweiten Zuhause wurde. Heute sind demgegenüber Begriffe wie Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Familie und Beruf etc. feste Werte. Bietet ein Arbeitgeber diese Möglichkeiten, so erhöht es dessen Attraktivität.

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Arbeitszeitgestaltung erhält größere Bedeutung

Monetäre Anreize sind nach wie vor wichtige Faktoren, um leistungsstarke Fachkräfte zu werben und zu binden. Doch auf Grund der gesellschaftlichen Entwicklung im Rahmen der Globalisierung, des Wertewandels, der Digitalisierung und der demographischen Entwicklung erhält die moderne Arbeitszeitgestaltung sowohl für den Mitarbeiter als auch für den Unternehmer eine immer größere Bedeutung. Der Unternehmer kann die Arbeitskraft des Mitarbeiters effizienter einsetzen und so auf wirtschaftliche Veränderungen flexibler reagieren. Es lässt sich der Produktionsbedarf effektiver mit der Arbeitszeitkapazität harmonisieren. Eine Über- und Unterbeschäftigung der Mitarbeiter wird minimiert, bei gleichzeitiger Kostenersparnis auf der Produktionsseite. Des Weiteren wird die Arbeitgeberattraktivität durch Arbeitszeitflexibilisierung langfristig gesteigert, da dem Mitarbeiter die Möglichkeit eingeräumt wird, den unterschiedlichen Anforderungen seiner Lebensphasen gerecht zu werden.

Gesetzliche Bestimmungen sind einzuhalten

Viele Unternehmen in Deutschland bieten daher bereits jetzt diverse Arbeitszeitmodelle für ihre Mitarbeiter an. Entscheidend bei jeder Art der Arbeitszeitflexibilisierung ist es, dass sowohl der Arbeitsort als auch die Arbeitszeit flexibel gestaltet werden kann. Die starre Regelung, dass die Arbeit am Stück erbracht werden muss, wird aufgeweicht. Gleichzeitig müssen jedoch die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Hier ist insbesondere auf die maximale Höchstarbeitszeit von zehn Stunden gem. § 3 S.2 ArbZG, Pausenregelungen und die ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden gem. § 5 ArbZG zu achten.

Flexible Arbeitszeit im Schichtbetrieb, Vertrauensarbeitzeit und Co.

Erfahren Sie mehr über die Balance zwischen Flexibilisierung auf der einen Seite und Unternehmensinteressen auf der anderen Seite im Beitrag “Flexible Arbeitszeiten, Vertrauensarbeitszeit und Co.” der Serie “Recht in der Druckbranche”, Folge 19, in Deutscher Drucker 12/2018, der im print.de-Shop zum Download bereit steht. Vorherige Folgen der Recht-Serie erhalten Sie auch als eDossiers per Download, ebenfalls im print.de-Shop, oder nutzen Sie auch gerne ein Abonnement von Deutscher Drucker, um immer auf dem neuesten Stand der Rechtslage zu sein. Hier geht es zu den Abo-Modellen.

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