Geschäftsbetrieb wird laut Insovenzverwaltung fortgeführt

Zanders GmbH: Insolvenzverfahren eröffnet

(Bild: ATN d’Avoine Teubler Neu)
Rechtsanwalt Dr. Marc d'Avoine von der Wirtschaftskanzlei ATN d’Avoine Teubler Neu.

Nachdem die Papierfabrik Zanders GmbH (Bergisch-Gladbach) am 22. Juni dieses Jahres beim Amtsgericht Köln Insolvenz beantragt hat (print.de berichete), wurde nun am 1. September 2018 das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens vom Kölner Amtsgericht eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Die Geschäftsführer Ferlan, Köhler-Ma und Dr. Geiser haben zeitgleich ihre bisherige operative Tätigkeit eingestellt.

Unter Führung des Insolvenzteams, bestehend aus den Rechtsanwälten Dr. Marc d’Avoine, Oliver Teubler und Dipl.-Kfm. Paul Michels sowie mit Unterstützung externer Berater, wird der Betrieb des Papierproduzenten mit gut 500 Beschäftigten fortgeführt, heißt es in der Pressemitteilung der Insolvenzverwaltung. Ob und welche Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, werde auf Basis der noch andauernden Analysen zeitnah entschieden. Der eingeschlagene Restrukturierungsweg soll fortgesetzt werden.

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Der nach wie vor gute Ruf von Zanders bilde die Basis für die Suche nach potentiellen Investoren, so die Insolvenzverwaltung. Interesse im Markt sei vorhanden, erste Gespräche würden bereits laufen. Mit einem Abschluss sei frühestens im Oktober zu rechnen. Das Team um Dr. d’Avoine ist laut Pressemitteilung weiter zuversichtlich, für alle Beteiligten eine tragfähige Lösung erreichen zu können, die der Zanders GmbH den Weg in die Zukunft ebne.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hoffen wir, dass ein so tradionsreicher Betrieb nicht vom Markt verschwindet!

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  2. Naja, ein Unternehmen, dass seit 1992 nur Verluste schreibt, hat keine reale Chance, am Markt zu bestehen…

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  3. Wäre wirklich traurig. Diese edlen Papiere, angefangen von Chromolux über Elefantenhaut den Marken Büropapieren bis hin zu Autocopy und vielen Spezialsorten. Drücke den verbliebenen Mitarbeitern die Daumen für die Zukunft der ” Gohrsmühle”.

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    1. Hallo Herr Wodrich, lediglich das Papier Chromolux wird bei Zanders in Begisch Gladbach produziert…! Alles Andere kommt aus dem ehemaligen Zanders Werk Reflex in Düren, das vor einigen Jahen auch insolvent war und nun unter anderen Eigentümern weiterlebt. Elefantenhaut läuft schon seit 2006 in Düren, selbst das Papier mit dem Namen “Gohrsmühle” kommt schon lange nicht mehr aus der Gohrsmühle, sondern aus Düren. Von “schönen” Papiersorten hat man sich in Bergisch Gladbach schon vor über 15 Jahren getrennt und wollte in den Massenmarkt vordringen… Vielleicht ist auch das der Grund für kleine Margen und letztendlich die Insolvenz. Schade, dass eventuell weitere Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz wegen Missmanagement verlieren. Zanders hatte nun schon einige Eigentümer, die vergeblich eine Sanierung probiert haben. Aber das obere und mittlere Management wurde nie grundlegend ausgetauscht, und damit immer am falschen Kurs festgehalten.

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  4. Zitat: “Aber das obere und mittlere Management wurde nie grundlegend ausgetauscht, und damit immer am falschen Kurs festgehalten.”

    Genau DAS ist bei fast jeder Insolvenz der Knackpunkt. Wenn der Kurs falsch ist, nützt es nichts, Ruderer rauszuwerfen 😉

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  5. Zanders Bergisch Gladbach hat unter Berücksichtigung der strukturellen Veränderungen auf dem Druckpapier Markt und der Tatsache, daß die Infrastruktur des Werkes für die heutige Kapazität überdimensioniert ist sich sehr lange sehr gut behaupten können.
    Auch der persönliche Einsatz der verschiedenen Geschäftsführer, des oberen und mittleren Management und der hochflexiblen Mitarbeiter in allen Bereichen ist es zu verdanken, daß die Maschinen noch laufen.
    Wenn jedoch die Preise für einen der Hauptrohstoffe um 50% steigen, da wird es dann eng.
    Ich wünsche allen MA bei Zanders, daß potente Investoren gefunden werden und es mit dem Werk weiter gehen kann.

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