Investorenprozess laut Insolvenzverwalter in entscheidender Phase

Zanders: Grundstücksflächen des Papierherstellers an Stadt Bergisch Gladbach verkauft

Rechtsanwalt Dr. Marc d'Avoine von der Wirtschaftskanzlei ATN d’Avoine Teubler Neu.(Bild: ATN d’Avoine Teubler Neu)

Für den in Bergisch Gladbach ansässigen insolventen Papierhersteller Zanders GmbH (print.de berichtete) geht aktuell der Investorenprozess in die entscheidende Phase. Mit einem Abschluss sei bereits im November zu rechnen. So jedenfalls sieht es das Team um den Insolvenzverwalter Dr. Marc d’Avoine. Positiv auf den Investorenprozess wirke sich der Kauf von Grundstücksflächen in der Stadt, dem sogenannten „Kernareal“ der Zanders GmbH durch die Stadt Bergisch Gladbach aus, dem der Stadtrat am 9. Oktober 2018  zugestimmt hat und der zeitnah vollzogen werden soll.

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Hintergründe des Verkaufs

Bereits im Jahr 2017 hatte die Stadt Bergisch Gladbach die um das Kernareal angeordneten Freiflächen und Gebäude an der Gohrsmühle erworben. Mit dem jüngsten Kauf liegt nunmehr das gesamte Gelände des Papierherstellers von rund 320.000 qm künftig in der Hand der Stadt, die so ein langfristiges Standortsicherungskonzept umsetzen könne, heißt es in einer Pressemitteilung der Insolvenzverwaltung. Dies sei in Grundzügen mit dem Bürgermeister Lutz Urbach und dem Insolvenzverwalter Dr. d’Avoine besprochen. Auf diese Weise soll der Grundstein für einen langfristigen Verbleib der Papierproduktion am Standort gelegt werden. Insbesondere über den Kaufpreis sowie über die Einzelheiten des Verkaufs hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Geschäftsbetrieb wird fortgesetzt

Unabhängig davon laufe der Geschäftsbetrieb der Zanders GmbH uneingeschränkt weiter. Aufträge für das kommende Jahr werden laut Insolvenverwaltung regulär bestätigt und bearbeitet, so dass die Produktionsplanung bis in das erste Quartal 2019 hineinreiche. Gleichzeitig werde die Sanierung und Restrukturierung des Papierherstellers weiter vorangetrieben. Dies beinhalte allerdings auch den Personalabbau von rund 60 Beschäftigten, so die Insolvenzverwaltung.

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