Produkt: Deutscher Drucker 22/2020
Deutscher Drucker 22/2020
Schwerpunkt: Print Innovation Week +++ Druckweiterverarbeitung +++ Gewinner Druck&Medien Awards +++ Druckvorstufe +++ Digitaldruck
Serviceprozesse für Maschinen in einer Plattform

Zwei Mio. Euro für Industrie-4.0-Startup Remberg

Die Gründer der Remberg GmbH (v.l.n.r.): Cecil Woebker, Julian Madrzak, Hagen Schmidtchen unf David Hahn.(Bild: Simon Malik)

Das Münchner Startup Remberg hat eine Software entwickelt, die es Herstellern, Dienstleistern und Betreibern von industriellen Maschinen ermöglichen soll, alle relevanten Serviceprozesse in einer Plattform abzubilden. Venture-Capital-Fonds sind von der Geschäftsidee so überzeugt, dass sie zwei Mio. Euro investieren.


Bei industriellen Maschinen bewegt sich das Geschäft in vielen Branchen verstärkt in Richtung Services. Damit steigt der Druck auf die Hersteller ihr Servicegeschäft zu digitalisieren. Vor diesem Hintergrund hat das Start-Up-Unternehmen Remberg GmbH eine cloud-basierte Software entwickelt, die es ermöglichen soll, Serviceprozesse wie Wartung- und Instandhaltung rund um die Maschine zu digitalisieren und dem Hersteller so die Möglichkeit zu geben, seinen Kunden Dokumentation, Serviceanfragen und Ersatzteilbestellungen digital anzubieten. After-Sales-Umsätze würden „im Schnitt 2,5-mal so viel Marge wie Neuverkäufe von Maschinen“ beinhalten, heißt es in einer Remberg-Pressemitteilung.

Anzeige

Für die weitere Entwicklung ihrer „Asset-Relationship-Management Software“ haben die vier Münchner Gründer David Hahn, Julian Madrzak, Hagen Schmidtchen und Cecil Wöbker nun eine sogennante Seed-Finanzierung von zwei Mio. Euro durch die Venture-Capital-Fonds Fly Ventures und Speedinvest sowie weitere „Business Angels“ erhalten. „Die Lösung von Remberg bringt das Servicegeschäft im Maschinenbau auf eine neue Stufe und hat damit das Potenzial vielen Herstellern zu helfen, sich langfristig im Wettbewerb auch digital zu behaupten“, begründet Marie-Helene Ametsreiter, Partnerin bei Speedinvest, das Engagement.

Mit dem Asset-Relationship-Management-System von Remberg könnten Maschinenhersteller Serviceprozesse über den gesamten Lebenszyklus, auch nach dem Verkauf der Maschine zentral abbilden. Das ARM-System ist eine cloud-basierte Softwarelösung, die alle relevanten Daten aus existierenden IT-Systemen wie ERP, CRM oder PDM sammeln soll, um einen Überblick über die eigenen Maschinen zu bekommen. Anschließend könne der Hersteller in Remberg analysieren, welcher Kunde Ersatzteile, Wartungen, Überholungen oder digitale Services für seine Maschinen benötigt. Der Vertrieb habe so die Möglichkeit, seine Produkte und Services frühzeitig beim Kunden zu platzieren.

Teilen Sie diesen Beitrag
Produkt: Deutscher Drucker 7/2019 Digital
Deutscher Drucker 7/2019 Digital
Effiziente Druckweiterverarbeitung+++Nearline-Produktion: Cewe verarbeitet Fotokalender von der Rolle mit neuer Schneidlösung+++CtP-System-Investition: Die Druckplatte ist entscheidend

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren