Hochautomatisiert und präzise, selbst bei Kleinstfalzungen

Abel Geschäftsdrucke setzt bei Reinvestition im Pharma-Falzbereich erneut auf Horizon

Geschäftsführer Gordon Abel an der neuen Horizon AF-408F.(Bild: Christian Lukas)

Gordon Abel, Geschäftsführer der Abel Geschäftsdrucke KG im brandenburgischen Am Mellensee bei Berlin, hat beim Austausch einer Falzmaschine das Modell, nicht aber den Hersteller gewechselt. Seit dem letzten Jahr verrichtet eine Horizon-Taschenfalzmaschine AF-408F ihren Dienst in der Druckerei, die einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf den Druck von Sekundärpackmitteln wie Packungsbeilagen, Beipackzetteln, Umkartons und Etiketten für die Pharma- und Gesundheitsbranche legt.

Bei Auflagen von 50 bis 50.000 Stück brauchte Abel eine Maschine, die vor allem für kleine, komplexe Falzungen ausgelegt ist. Wie die AF-408F, die dafür die passende Kombination aus acht Taschen, hoher Produktionsgeschwindigkeit und einem vollautomatischen Setup per Touchscreen bietet, was gerade bei häufig wechselnden, kleinteiligen Jobs einen spürbaren Vorteil mit sich bringt.

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„Es ist nicht so, dass wir uns nicht auf dem Markt umgesehen hätten“, erzählt Gordon Abel offen. Mit der Vorgänger-Horizon war er sehr zufrieden, „aber sie war über 15 Jahre alt – und in dieser Zeit hat sich der Markt einfach verändert.“ Dass Abel sich dann wieder für den Anbieter Horizon entschieden hat, hat gleich mehrere Gründe. „Zum Beispiel die Produktionsprozesse, die haben im System einen deutlichen Automatisierungssprung erlebt.“ So verfügt Abels AF-408F über einen Score-Navigator, der die benötigten Rillpositionen automatisch berechnet und die Werkzeuge präzise einstellt. Dadurch lassen sich auch bei wechselnden Formaten saubere, exakt geführte Falzungen erzielen, was vor allem bei den oft sehr empfindlichen Beipackzetteln, die es zu falzen gilt, den Rüstaufwand spürbar reduziert und die Prozesssicherheit erhöht.

Auch verfügte die alte Maschine nicht über ein Schwert, das den Bogen vertikal in die Falztasche führt und so eine exakt kontrollierte Übergabe ermöglicht; es verhindert außerdem ein „Aufschwimmen“ dünner oder leichter Bogen und garantiert dadurch saubere, reproduzierbare Falzungen selbst bei sehr kleinen Formaten. „Nach einem Jahr Praxiseinsatz kann ich bestätigen: Sie läuft wirklich präzise und liefert durchweg ein sauberes Ergebnis.“ Besonders schätzt Gordon Abel, dass sich die Übergabebrücke bei der neuen Anlage einfach herausziehen lässt. Das war bei seinem Vorgängersystem nicht so und erleichtert heute sowohl die Reinigung als auch den Zugang zu den nachfolgenden Modulen erheblich. Auch die nunmehr fest integrierte Pressstation hebt er hervor: Sie sorgt unmittelbar nach dem Falzen für ein sauberes, geschlossenes Produktbild und macht die Weiterverarbeitung insgesamt deutlich unkomplizierter.

Schnelle und präzise Einstellung der Falzparameter. (Bild: Christian Lukas)

Offset- oder Digitaldruck? Egal!

Seit 2019 befindet sich das Unternehmen an seinem heutigen Standort. Jüngst wurde der Digitaldruck neu aufgestellt, viele Aufträge, die vorher im Offset erledigt wurden, sind in den Digitaldruck abgewandert. Für das Horizon-Falzsystem spielt dies keine Rolle, es erledigt seine Arbeit so oder so, kann ein breites Spektrum an Papierqualitäten händeln und verarbeitet Grammaturen von 32 bis 250 g/m². Damit eignet sich die Maschine nicht nur für leichte Dünndruckpapiere ab etwa 32 g/m², wie sie Am Mellensee hauptsächlich verarbeitet werden, sondern auch für klassische Offset- und Werkdruckpapiere im Bereich zwischen 70 und 120 g/m² sowie für gestrichene Sorten im mittleren Gewichtsbereich bis rund 250 g/m². Selbst leichte Kartonqualitäten innerhalb dieser oberen Grammaturgrenze lassen sich zuverlässig falzen, sodass die AF-408F eine große Bandbreite an Anwendungen abdeckt, wie sie in vielen Betrieben der Akzidenz- und Pharmaproduktion gefragt ist.

Immer komplexere Micro-Falzungen

„Durch die immer strengeren EU-Vorgaben nimmt der Informationsumfang für Beipackzettel seit Jahren kontinuierlich zu“, erklärt Horizon-Vertriebsmitarbeiter Danny Landsteiner, der für die Installation des Systems Am Mellensee verantwortlich zeichnet. Das führt dazu, dass die zu verarbeitenden offenen Blattformate immer größer werden, teilweise schon fast bis DIN A3, während die späteren Verpackungen gleich klein bleiben. Genau auf solche Entwicklungen hat Horizon bei der AF-408F geachtet: Mit ihren acht Falztaschen kommt sie mit den immer engeren und komplexeren Micro-Falzungen sehr gut zurecht und schafft es problemlos, ein großes Blatt auf ein extrem kleines Endformat von zum Beispiel 18 x 32 mm zu bringen, das dann selbst in die kleinste Faltschachtel passt. Salopp könnte man also sagen: Der Maschine gelingt die Quadratur des Kreises!

Kontakt:

Abel Geschäftsdrucke
www.abeldruck.de

Horizon
www.horizon.de