PrintsPaul setzt mit dem Jakob 800 neue Maßstäbe in der digitalen Weiterverarbeitung
von Redaktion,
Die vollausgestattete Jakob 800-Messemaschine wurde bereits während der Ausstellung an die Düssel-Druck GmbH (Etiketten-Meister) in Hilden verkauft.
Auf der Labelexpo Europe 2025 in Barcelona präsentierte PrintsPaul mit dem Jakob 800 einen Hochleistungs-Stanzkonverter, der die Kluft zwischen klassischer Konvertierung und digitaler Produktion schließt. Mit 800 mm Bahnbreite, echter Modularität und konsequenter Automatisierung vereint die Plattform Kraft, Präzision und Flexibilität für Etiketten und flexible Verpackungen – inline und offline, heute und morgen.
„Der Jakob 800 ist die leistungsstarke Weiterverarbeitungsplattform seiner Klasse: Ein modularer Konverter, der mechanische Präzision, digitale Intelligenz und echte Produktionseffizienz vereint“, sagt der Schöpfer der Maschine, PrintsPaul-Geschäftsführer Paul Arndt. „Er ist der größte modular aufgebaute Konverter, den PrintsPaul bislang entwickelt hat – und ein Statement für den Fortschritt im Etiketten- und Verpackungsmarkt.“
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Modularität als Prinzip – Zukunftssicherheit als Strategie
Der Jakob 800 folgt einem klaren Baukastenprinzip und lässt sich vom Basis-Converter zum maßgeschneiderten Produktionssystem erweitern. Paul Arndt: „Kunden investieren damit in eine Plattform, nicht nur in eine Maschine.“
Ein Blick auf die einzelnen Prozesse innerhalb des Jakob 800 verdeutlicht, was Paul Arndt damit meint. Am Beginn steht eine Abwicklung, die auf Hochvolumen ausgelegt ist: Die Gabelaufnahme trägt Rollen bis zum Durchmesser von 1.200 mm auf 76-mm-Kern. Für den Inline-Betrieb mit Digitaldrucksystemen lässt sich ein Buffer integrieren, der ca. acht Meter Material speichert. Die folgende Bahnkantensteuerung korrigiert kleinste Abweichungen – bewusst an dieser Stelle positioniert, um den Distanzweg zur Druckmaschine auszugleichen. Optional folgt eine Corona-Vorbehandlung über 800 mm, die die Oberflächenspannung erhöht und die Haftung von Lacken, Laminaten oder Klebstoffen stabilisiert.
Es folgen die beiden Herzstücke des Jakob 800: erstens das voll- oder semirotative Flexodruckwerk für Zylindergrößen von 120–204 cm. Damit wird ein breites Formatfenster für viele Anwendungen abgedeckt. Die Semirotation erlaubt das präzise Überlackieren/Überdrucken vorgedruckter Etiketten mittels Registersensoren. Die Trocknung kann mittels verschiedener UV- und Lufttrocknungstechnologien erfolgen.
Paul Arndt erläutert einem Messebesucher auf der Labelexpo in Barcelona die Funktion des servogesteuerten Matrixabzugs. Das Konzept war eines der Messe-Highlights und wird von PrintsPaul künftig auch für kleinere Modelle angeboten.
Genauigkeit auf Benchmark-Niveau
Zweitens dann das Voll-/Semirotations-Stanzwerk mit massivem 320-Zahn-Zylinder (Umfang ca. 1.070 mm). Die PrintsPaul-Stützwellenverstellung justiert das Spaltmaß beidseitig im μ-Bereich und verhindert so Durchstanzungen und Bahndeformationen. Das automatische Blech-Handling positioniert, richtet aus, arretiert – und entlädt über einen Greifmechanismus ohne manuelle Eingriffe. Dahinter folgt ein servogesteuerter Matrixabzug mit integriertem Schredder und ein Längsschnittmodul mit bis zu zehn servoangetriebenen Ober- und Untermessern. Am Ende steht eine ebenfalls servogesteuerte Dual-Aufwicklung, die Rollendurchmesser bis 650 mm aufnimmt. Hier ist wahlweise eine Konfiguration als Doppelaufwickler für Etiketten oder als Einzelaufwicklung für flexible Verpackungen möglich.
Paul Arndt weist noch auf ein weiteres Merkmal des Jakob 800 hin: „Die Maschine ist systemoffen: inline mit HP Indigo 25K/200K, Xeikon (zum Beispiel CX 500), UV-Inkjet-Linien (Durst, Screen und andere) oder konventionellen Flexodruckmaschinen – und ebenso offline als eigenständiger Converter. Über Web-to-Web-Kopplung, Buffer-Logik, Register-Synchronisation und automatisches Bahn-Tracking kommuniziert der Converter nahtlos mit der Druckmaschine. Das Resultat ist ein durchgängiger Produktionsstrang.“