The Postpress Alliance war beim „Crossover Event“ in Utrecht stark vertreten
von Redaktion,
Die führenden Köpfe der in der Postpress Alliance zusammengeschlossenen Unternehmen waren fast vollständig in Ut-recht versammelt (v.l.): Peter Voigt (Geschäftsführer, Perfecta), Stefan Büchi (Geschäftsführender Gesellschafter, Bograma), Hans-Peter Schöllhorn (Geschäftsführender Gesellschafter, Hohner), Susanne Schöllhorn (Marketing/PR Postpress Alliance, Hohner), Frank Bahmer (Managing Director, H+H) sowie Stefan Schülling (COO, MBO Postpress Solutions).(Bild: GERD BERGMANN)
Wie leistungsfähige Digitaldruck- und Postpress-Systeme sich ideal ergänzen können, wurde beim „Crossover Event“ deutlich, zu dem die Druckmaschinenhersteller Komori und Screen gemeinsam mit den in der Postpress Alliance vereinigten Postpressspezialisten im November 2025 in die Niederlande eingeladen hatten.
Im Komori Graphic Centre (KGC) in Utrecht sowie im Screen Inkjet Innovation Center, 25 km entfernt in Aalsmeer gelegen, gab es die ganze Bandbreite von Rollendruck und Bogen-Inkjet – mit der passenden Weiterverarbeitung.
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Und wo sonst vor allem Komoris Lithrone-Bogenoffset-Boliden die Szene beherrschen, da stand dieses Mal neben der jüngsten Digitaldruckentwicklung – der B2+-Inkjetmaschine Komori J-throne 29 – die neueste Technologie von MBO, H+H, Hohner, Bograma und baumannperfecta im Mittelpunkt des Interesses.
Minimierung des Personalaufwands dank durchgehender Automatisierung – dies war ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die zweitägige Veranstaltung zog. Andere wichtige Stichworte lauteten „Modularität“ und „Flexibilität“.
Der MBO CoBo-Stack 30i mit Yaskawa-Roboterarm am Ende der vollautomatischen Digifinisher-Line. (Bild: GERD BERGMANN)Sascha Schmidt, Head of Sales bei Hohner Maschinenbau, stellte den hybriden Sammelhefter HHS-Futura vor, der das Herzstück einer Inline-Produktionsstrecke für digital verarbeitete Broschüren mit Rückstichheftung bildete. (Bild: GERD BERGMANN)
Nur ein Bediener für eine ganze, komplexe Produktionslinie
Flexibel gingen die Veranstalter auch auf die Interessen der Besucher ein: Wer sich für Rollendruck und Pharmaanwendungen interessierte, konnte sich bei Screen am ersten Tag zunächst die Truepress Jet ansehen. Die dort produzierten Rollen auf 40g/m2 – Dünndruckpapier wurden dann später im Komori Graphic Centre auf einem MBO U23 Unwinder abgewickelt und auf einer H+H-Strecke (unter anderem mit der M9 DFT Taschenfalzmaschine M9 DFT) kleingefalzt.
Peter Minis, Group Marketing Director, Komori International (Europe), und Alexander Altergot, Technical Sales Manager H+H, erläuterten die Produktion von Pharma-Beipackzetteln auf einer H+H-Strecke. (Bild: GERD BERGMANN)
Tatsächlich nur ein einziger Mitarbeiter war nötig, um nebenan die komplette Broschürenstrecke zu bedienen, in deren Zentrum der Hohner-Sammelhefter HHS-Futura im Digitalverarbeitungsmodus mit den integrierten Komponenten T50 und A80 von MBO stand. Am Ende der Prozesskette setzte der MBO CoBo-Stack 30i mit Yaskawa-Roboterarm die fertig gebündelten Broschürensätze mit variablen Inhalten auf der Palette ab. Und wer es für seinen Betrieb noch automatisierter möchte, für den hatte die zur Komori Group gehörende MBO die autonomen mobilen Roboter (AMR) des Partnerunternehmens Agilox mitgebracht. AMR können ihre Umgebung wahrnehmen und sich darin selbstständig bewegen – ganz ohne Schienen, feste Bahnen und Schutzzäune. Robert Schipper von Velthuis Media, einem der ersten Anwender des Systems, berichtete im Gespräch mit Raul Heininger (MBO) über seine positive Erfahrungen.
Raul Heininger, Business Development Manager bei MBO (rechts), und Morten Reitoft (l.) befragten Robert Schipper (Veldhuis Media) zu seinen Erfahrungen beim Materialtransport mit autonomen mobilen Robotern. (Bild: GERD BERGMANN)
Stefan Büchi und Uwe Buhmann vom Stanzmaschinenspezialisten Bograma hatten die rotativ arbeitende BSR 550 Servo mit nach Utrecht gebracht und freuten sich über das große Interesse und die vielen Nachfragen bei ihrer Maschinenpräsentation.
Sogar eine Art Heimspiel war es für baumannperfecta aus Bautzen: das Unternehmen ist mit seiner Schneidtechnik dauerhaft – und natürlich unter dem Komori-Label Apressia – im Komori Graphic Centre vertreten.
H+H, das mit seiner Kompetenz für das Segment Pharma bei der Open House punktete, war unter anderem mit Alexander Altergot, Kerstin Schlegel und Geschäftsführer Frank Bahmer (v.r.n.l.) vor Ort. Matthias Siegel von der Grafischen Palette war – ebenso wie die anderen Gäste – beeindruckt. (Bild: GERD BERGMANN)Am Ende des Produktionsprozesses: Perfekt gefalzt und mit einem Verschlussetikett versehen, werden die Beipackzettel in der H+H-Vertikalstapelauslage XPD250 bedienerfreundlich ausgegeben. (Bild: GERD BERGMANN)Stefan Büchi und Head of Sales Uwe Buhmann waren über das große Interesse an der Stanztechnik von Bograma hocherfreut. (Bild: GERD BERGMANN)
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EUROPAPREMIERE DER J-THRONE 29
Im Rahmen des Crossover-Events hatte die neue B2+-Bogen-Inkjetmaschine Komori J-throne 29 ihre Europa-Premiere. Insgesamt ist es erst das weltweit dritte installierte Exemplar der LED-UV-Maschine. Bei einer maximalen Bogengröße von 585 x 750 mm bedruckt die J-throne 29 entweder bis zu 6.000 Bogen pro Stunde einseitig – oder 3.000 Bogen beidseitig. In diesem Fall wird der Bogen nach dem ersten Durchlauf getrocknet, gewendet und dann mit denselben Fujifilm- Samba-Druckköpfen erneut bedruckt. Die J-throne 29 ist eine vollständige Komori-Entwicklung. Bei der Präsentation in Utrecht wurde durch Produktmanager Craig Bretherton (Bild) vor allem der stabile Maschinenbau hervorgehoben.
Craig Bretherton, Produktmanager bei Komori, stellte bei der Europa-Premiere der B2+-Inkjetmaschine J-throne 29 in Utrecht vor allem den stabilen Maschinenbau der weltweit erst dritten LED-UV-Anlage heraus. (Bild: GERD BERGMANN)Kommunikationsprofis: Susanne Schöllhorn (Hohner) und Matthias Siegel (Grafische Palette). (Bild: GERD BERGMANN)Als Vertreter des H+H-Portfolios in mehreren Bundesländern war natürlich auch Uwe Reimold vor Ort. (Bild: GERD BERGMANN)
Die Schneidetechnik im KGC (hier natürlich unter dem Komori-Label Apressia) stammt von baumannperfecta (im Bild, von rechts: Clemens Berndt und Uwe Streit mit Matthias Siegel von der Grafischen Palette). (Bild: GERD BERGMANN)Bograma hatte die rotative Stanzmaschine BSR 550 Servo mitgebracht. (Bild: GERD BERGMANN)Zwischen den Live-Demonstationen der Druck- und Weiterverarbeitungstechnik sowie den Vorträgen von Bernd Zipper und Morten Reitoft stand das „Netzwerken“ bei den Besuchern im Vordergrund. (Bild: GERD BERGMANN)