Vollautonome Druckplattenproduktion verhilft Druckstudio zu mehr Automatisierung
von Redaktion,
Sichtlich stolz auf ihre wegweisende Investition (von links): Dirk Puslat, geschäftsführender Gesellschafter, Carsten Gronloh, Leiter Premedia, Werner Drechsler, geschäftsführender Gesellschafter, und Fotini Drechsler, Leitung Marketing.
Die Düsseldorfer Druckstudio GmbH gehört zu den renommiertesten und bekanntesten Unternehmen der Branche – und zugleich zu den am meisten ausgezeichneten. Erst 2025 gewann Druckstudio den Druck & Medien Award als „Umweltorientiertes Unternehmen des Jahres“. „Nachhaltigkeit ist fest in unserer Unternehmens-DNA verankert“, sagt Dirk Puslat, neben Firmengründer Werner Drechsler einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter des Hauses.
Und damit in Zusammenhang steht auch die neueste Investition in eine komplett neue Druckplattenstraße. „Unser alter Belichter hätte die neuen Anforderungen nicht mehr abdecken können, weil wir nach der Investition in eine neue Achtfarben-Wendemaschine von Heidelberg einen deutlich höheren Bedarf an Druckplatten hatten.“
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Auf dem Weg in eine vollautonome Druckplattenproduktion
Die Festlegung auf nur ein Format im Offsetdruck bot Möglichkeiten zur Automatisierung und damit größerer Effizienz. „Und größere Effizienz bedeutet hier auch mehr Nachhaltigkeit“, betont Dirk Puslat, aber dazu später mehr. Im Januar 2025 installierte Druckstudio den neuen Heidelberg Suprasetter, ergänzt um einen Compact Pallet Loader 106 (CPL), der zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht im Markt verfügbar war.
Kompakt und leistungsstark: Der CPL 106, hier rechts hinter dem Suprasetter, erlaubte eine platzsparende Aufstellung der Druckplattenstraße und völlige Automatisierung der Druckplattenproduktion ohne manuelle Eingriffe.
Zusätzlich wurde ein vollautomatisches Abkantsystem Nela SF-Bender inline an den Belichter angebunden.
Nach dem Abkanten gelangen die fertigen Druckplatten auf die ihnen zugewiesenen Transportwagen.
Die Idee dazu hatte Stefan Willems von der Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland GmbH. „Das war die ideale Gelegenheit, den CPL in einem Feldtest zu erproben“, sagt er. „Anforderung und Maschine passten hier perfekt zusammen.“ Der Feldtest wurde im August 2025 erfolgreich abgeschlossen. „Der Output unserer Plattenkapazität hat sich verdoppelt, so dass wir jetzt den hohen Bedarf an Druckplatten für die Achtfarben und Fünffarben von Heidelberg prozessstabil bereitstellen können. Durch den Einsatz von prozesslosen Platten benötigen wir keine Chemie und produzieren keinen gefährlichen Abfall bei der Druckplattenerstellung“, sagt Dirk Puslat. Durch die vollautomatische Plattenablage und Sortierung in sechs Plattenwagen wurde die Effizienz deutlich gesteigert. Die belichteten und abgekanteten Druckplatten werden direkt in Trolleys abgelegt, die einfach abgekoppelt und zur entsprechenden Druckmaschine gerollt werden können.
„Mit der neuen Druckplattenstraße wurde darüber hinaus die körperliche Arbeit unserer Mitarbeitenden spürbar reduziert. Dazu trägt unter anderem der Compact Pallet Loader bei, der komplett auf Kassetten verzichtet und sich bequem direkt per Palette beladen lässt. Vor allem aber sorgt die Abkant- und Sortierstraße von Nela für Entlastung: Sie macht die manuelle Abkantung überflüssig und bildet gleichzeitig ein wichtiges Element unserer digitalisierten Plattenlogistik.“
Fazit: Durch die neue Anlage wurde ein manuelles Handling der Druckplatten auf ein absolutes Minimum reduziert, nur zum Einhängen in der Druckmaschine müssen sie noch in die Hand genommen werden. Dadurch werden auch Beschädigungen bzw. Verkratzen der Druckplatten vermieden und Rüstzeiten werden deutlich verkürzt. „Hier zeigt sich, wie wertvoll eine gute Partnerschaft mit unseren Lieferanten ist“, schließt Dirk Puslat.
Die 2024 installierte Heidelberg Speedmaster 106-8-P ist wesentlich für den Mehrbedarf an Druckplatten verantwortlich.