Produkt: Deutscher Drucker 4/2020
Deutscher Drucker 4/2020
Schwerpunkt: Digitaldruck, Offsetdruck und Finishing 4.0 +++ Anwendungen im Functional Printing +++ Gewinner der Druck&Medien Awards: Studentengruppe des Jahres +++ Ursachenforschung beim Maschinenbruch
Branchenbericht der Druck- und Medienindustrie für das 1. Halbjahr 2019

Angespannte Konjunktur, aber leicht steigende Verkaufspreise

Die Preise für Papier sind weiter gestiegen, allerdings weniger dynamisch als im Vorjahreszeitraum. (Bild: BVDM)

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) hat seinen Branchenbericht für das 1. Halbjahr 2019 veröffentlicht. Demnach ist eine konjunkturelle Erholung ausgeblieben. Dafür konnten die Unternehmen zunehmend höhere Preise für ihre Druckerzeugnisse durchsetzen.

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Die deutsche Druck- und Medienindustrie konnte laut der Analyse des BVDM die konjunkturelle Schwächephase, in der sie sich seit 2018 befindet, im ersten Halbjahr 2019 nicht überwinden. Die wichtigsten Konjunkturindikatoren, der Produktions- und der Umsatzindex, hätten sich in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres schlechter als im Vorjahreszeitraum entwickelt. Die Produktion von Druckerzeugnissen ging saison- und kalenderbereinigt um durchschnittlich 5,1 Prozent zurück. Demgegenüber fiel der nominale Umsatz saison- und kalenderbereinigt nur um durchschnittlich 2,8 Prozent.

Geringerer Anstieg der Papierpreise

Auch der Preisanstieg bei grafischen Papieren hielt an, allerdings weniger dynamisch als noch im Vorjahreshalbjahr. So legten die Erzeugerpreise für grafische Papiere (ohne Zeitungsdruckpapier) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um durchschnittlich 5,2 Prozent zu und die Zeitungsdruckpapierpreise um durchschnittlich 9,2 Prozent. Als Reaktion auf diese Papierpreissteigerungen erhöhten sich die Verkaufspreise für Druckereileistungen. Das Plus im ersten Halbjahr 2019 betrug im Mittel 1,3 Prozent. Die Preise für Druckerzeugnisse steigen somit seit mittlerweile 18 Monaten.

Durchwachsene Gesamtjahresaussichten

Auf Jahressicht deutet die Entwicklung der Konjunkturindikatoren laut BVDM auf keine Trendwende hin. Hierfür sprechen die Entwicklungen des Produktions- und des Umsatzindexes im dritten Quartal. So sank die Produktion zwischen Juli und September durchschnittlich um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im selben Zeitraum fiel der nominale Umsatz durchschnittlich um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Geschäftsklimaindex stimmt zuversichtlich

Trotzdem hat sich das monatlich erhobene ifo-Geschäftsklima der Druck- und Medienindustrie zuletzt positiv entwickelt. Der entsprechende Index verzeichnete im Oktober im Vergleich zum Vormonat einen deutlichen Anstieg von 7,4 Prozent. Auch im November legte der Geschäftsklimaindex der Druck- und Medienindustrie nochmals zu.

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