Isabell Geerligs steigt in Geschäftsleitung ein

Bei Druckerei Kip übernimmt die nächste Generation

Corinna Kip-Geerligs, Isabell Geerligs und Bettina Kip
Die beiden Geschäftsführerinnen, Corinna Kip-Geerligs (l.) und Isabell Geerligs (M.), sowie die Prokuristin, Bettina Kip, in der Zentrale in Neuenhaus. (Bild: Nico Plassmann/Graphische Betriebe Kip)

Bei den Graphischen Betriebe Kip GmbH + Co. KG aus Neuenhaus steigt die dritte Generation in die Geschäftleitung ein. Zum 1. Januar hat Isabell Geerligs die Unternehmensanteile von Bettina Kip übernommen. Sie bildet ab sofort gemeinsam mit Corinna Kip-Geerligs die Geschäftsleitung der Druckerei. 

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Mit dieser Personalie sollen bei der Druckerei Kip frühzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Unternehmensfortführung gestellt werden, teilte das Unternehmen mit. Isabell Geerligs ist ausgebildete Mediengestalterin und konnte anschließend ihr Studium als Druck- und Medientechnikerin (B.A.) an der Bergischen Universität Wuppertal erfolgreich abschließen. Bereits seit März 2020 ist sie bei Kip im Einsatz und blickt optimistisch ins neue Jahr: „Ich freue mich über das Vertrauen meiner Familien und die zukünftigen Aufgaben.“ Gemeinsam mit einem Team aus 115 festangestellten Mitarbeitern und über 100 Heimarbeitern werde Kip an den Prinzipien der Nachhaltigkeit festhalten und für die Kunden die bekannte Kip-Qualität zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis liefern, so Geerligs. Dazu sollen 2022 die internen Abläufe weiter digitalisiert und Prozesse optimiert werden. Zudem werde derzeit die Installation einer neuen 7-Farb-Druckmaschine vorbereitet, eine Speedmaster XL 106-7+Lackeinheit. Auch für mögliche Expansionspläne sieht sich das Unternehmen vorbereitet: Das anliegende Nachbargrundstück wurde vor Kurzem erworben.

Über die Graphischen Betriebe Kip

Am 8. Juni 1951 gründete Karl-Günther Kip, der Vater der beiden Geschäftsführerinnen Bettina Kip und Corinna Kip-Geerligs, die Firma Graphische Betriebe Kip OHG. Das Unternehmen entstand aus der ehemaligen Zeitungsproduktion seines Vaters mit dem Ziel, Musterkarten für die hiesige Textilindustrie (Nino, Povel, Rawe) herzustellen. Bald zählten Unternehmen wie Bayer Leverkusen, C&A, Henkel etc. zu den Kunden der Druckerei. Der Fokus der Produktion verlagerte sich auf Anhängeetiketten mit Kordel, die automatisiert gefädelt wurden. Auch heute verlassen jährlich mehrere Millionen Anhänger mit Faden die Druckerei.

Nach der rechtlichen Umgestaltung der Firma in eine GmbH + Co. KG stiegen die Geschwister Bettina, Corinna und Hendrik Kip ins väterliche Unternehmen ein. Der Verlagerung der Textilindustrie aus Westeuropa zum Teil nach Osteuropa, besonders aber nach Asien, begegneten die Graphischen Betriebe Kip mit Marketingaktivitäten. Der Erfolg war so groß, dass die Belegschaft aufgestockt werden musste, um die zunehmenden Aufträge (besonders aus der Spirituosenbranche, der Automobil- und Schmierstoffindustrie sowie der Kosmetikbranche) zu bewältigen. Sowohl die Produktions- und Lagerhallen als auch das Verwaltungsgebäude mussten mehrfach erweitert werden. Letztmalig im Jahr 2018, sodass aktuell ca. 10.000 qm Gesamtfläche zur Verfügung stehen. Heute produziert die Druckerei im Zweischichtsystem Faltschachteln, Anhängeetiketten, Flaschenanhänger, Drehscheiben, Adventskalender und Gewinnspiele, Aufreißlose, Knacklose und Rubbelkarten.

Kontinuierliche Erweiterungen des Maschinenparks

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Produktvielfalt der Druckerei stark geändert. Inzwischen gibt es neben der Bogenoffsetmaschine auch zwei Digitaldrucklösungen. In der Weiterverarbeitung werden aktuell drei Flachbettstanzen im Format 75 x 105 cm, eine Folienkaschieranlage, ein Bogencodiersystem und diverse Aggregate zum Bohren, Fädeln und Falzen genutzt. Komplettiert wird der Maschinenpark durch drei Hochleistungs-Faltschachtelklebemaschinen, um der gestiegenen Nachfrage nach Schachteln, Verpackungen und Banderolen gerecht werden zu können.

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