Produkt: Download: »Verwaltungs- und Vertriebskosten senken«
Download: »Verwaltungs- und Vertriebskosten senken«
Unkomplizierte Maßnahmen zur Rationalisierung des Verwaltungs- und Vetriebsaufwands, um Kosten zu reduzieren.
Kommentar zum Thema »Mittelstandsfinanzierung in schwierigen Zeiten«

Bitte mit »Plan« durch das Jahr 2020!

Druckindustrie – Gerade in schwierigen Zeiten sollte man sich die zentralen Grundsätze der Mittelstandsfinanzierung zu Herzen nehmen!
Gerade in schwierigen Zeiten sollte man sich die zentralen Grundsätze der Mittelstandsfinanzierung zu Herzen nehmen! (Bild: Pixabay)


Stetig wachsende Herausforderungen für mittelständische Druck- und Mediendienstleister, unklare Entwicklung der Märkte, eine Wirtschaft am Rande der Rezession und Negativzinsen bei den Banken: Wer heute investieren will, hat es nicht leicht. In solch einem diffusen Umfeld hilft nur ein Vorgehen nach den guten alten Grundsatz: »Liquidität geht stets vor Rentabilität«!

 

Anzeige

 

Druckindustrie: Invest-Planung weiterhin schwierig

Nun sind sie vorbei, die besinnlichen Festtage – und langsam hat uns der Alltag wieder. Doch was erwartet uns im Jahr 2020? Zunächst eben der Alltag. Aber auch wieder eine drupa und da­mit die Gelegenheit, sich über potentielle technische Alleinstellungs- und Rationalisierungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Herausforderungen für Anbieter grafischer Dienstleistleistungen werden in Zukunft sicher nicht geringer werden – völlig unabhängig davon, ob Sie sich für eine Strategie der Preis- oder Leistungsführerschaft entschieden haben. Doch der Blick nach vorne gleicht immer auch ein wenig einem »wahrsagerischen« Blick in die Kristallkugel. Denn wer will schon genau wissen, wie sich diese Welt in den nächsten ein bis vier Jahren wirklich entwickeln wird?

Sicher ist (und bleibt) jedoch, dass grafische Dienstleister eng an die Entwicklung der Welt- und regionalen Wirtschaft angebunden sind. Glaubt man dem Gros der Analysten, so liegen rea­listische Szenarien vor, die wenig Gutes für die deutsche Wirtschaft erwarten lassen – bis hin zu einer harten Rezession. Davor muss man sich nicht fürchten, aber man sollte darauf vorbereitet sein und solche Szenarien in seine Planung mit einfließen lassen. Doch wie macht man das?

Liquidität geht vor Rentabilität

Aus meiner Sicht sind dabei zwei wesentliche Punkte zu beachten. Der eine ist der technische, also: Wo und womit will ich mich erfolgreich in meinem Markt etablieren? Ist diese Frage beantwortet, kann spätestens nach dem drupa-Besuch entschieden werden, was künftig an­zuschaffen ist. Doch dann stellt sich die Frage: Wie wird finanziert? Und mit wem?

Jeder bekommt über die Tagespresse mit, dass das sogenann­te »Zinsmodell« der deutschen Banken für diese nicht mehr kostendeckend funktioniert. Negativzinsen sind die Folgen. Wer der Bank also Geld gibt, bekommt keine Zinsen mehr, sondern muss dafür zahlen! Die Kon­sequenz daraus ist, dass alle Banken und Leasinggesellschaf­ten (vor allem die LGs, die zu einer Bank oder Bankengruppe gehören) ihre Geschäftsmodelle überprüfen und anpassen. Geschah dies in einer wirtschaftlich stabilen Phase sehr unauffällig, so braucht es doch wenig Phantasie, wie es sich wohl in einer verschlechternden Wirtschaftslage darstellen wird …

Jeder grafische Unternehmer weiß, dass der größte Teil seiner Investitionen über mindestens acht Jahre finanziert wird. Insofern sollte er ein Interesse daran haben, dass ihm sein Finanzierungspartner mindestens über diesen Zeitraum erhalten bleibt. Da man dies aber nur schwer vorhersehen kann, empfehle ich kurzum die üblichen Grundsätze der Mittelstandsfinanzierung: Eigene Mittel schonen und für potentiell schlechte Zeiten zurück­halten. Nach dem Grundsatz »Liquidität geht vor Rentabilität«: Alles finanzieren, was finanzierbar ist!

Gibt es eine Alternative zur Bankenfinanzierung, immer die Alter­native wählen – aber bitte nicht zum Beispiel die LG der eigenen Hausbank. Auf mehreren Beinen steht man gut, also immer mehrere Banken und LGs haben. Möglichst gleichmäßig streuen, um von niemanden abhängig zu werden. Hält man sich an diese Grundsätze, kann man auch in einer schwierigen Wirtschaftslage gut bestehen! [11719]

 

Ihre Meinung?  insider@print.de

 

Thomas Grübner ist geschäftsführender Gesellschafter der Elbe-Leasing GmbH (Dresden) und Autor der Artikel-Serie »Finanztipps« im Fachmagazin Grafische Palette.
Thomas Grübner ist geschäftsführender Gesellschafter der Elbe-Leasing GmbH (Dresden) und Autor der Artikel-Serie »Finanztipps« im Fachmagazin Grafische Palette.

 

 

PDF-Download: Deutscher Drucker 1/2020

Branchentreffpunkt 2020: Drupa! Und sonst? +++ Automatisierte Plattenlogistik +++ Packaging: Macht Licht an! +++ Automatisiert zum E-Paper

9,50 €
11,50 €
Lieferzeit: 2-3 Werktage
AGB

 

 

Teilen Sie diesen Beitrag
Produkt: Deutscher Drucker 7/2020
Deutscher Drucker 7/2020
Schwerpunkt: VERPACKUNGPRODUKTION +++ Folienkaschierung von Digitaldrucken +++ Potenzial im Tiefdruck? +++ Alternative Metallic-Effekte

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren