Die coolsten Jobs der Druckbranche: Buchbinder

(Bild: IraKlok/shutterstock.com)

Druckprodukte begegnen uns überall. Wir nutzen Verpackungen, lesen Magazine oder Gebrauchsanweisungen, stöbern in Katalogen und Prospekten oder freuen uns an Fotobüchern. In den Wohnungen haben wir bedruckte Tapeten, Fußböden oder Keramikfliesen. Und selbst unsere digitalen Geräte sind bedruckt. Kein Wunder, dass der Druckmarkt ein Big Business ist und jede Menge spannender Karrierechancen zu bieten hat.

Egal ob Mediengestalter, Medientechnologe Druck oder Medien-Informatiker – auf gutenbergshelden.de finden Schulabgänger und Quereinsteiger alles, was sie zu den wichtigsten Berufsbildern in der Druck- und Medienindustrie wissen wollen – und nur das. In einer Serie geben wir euch einen Einblick. Heute: Buchbinder.

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  1. Was macht ein Buchbinder (Handwerk)?

Hunderte verschiedener Buchrücken kann man bei einem Gang durch eine Bücherei oder Bibliothek entdecken. Viele Bücher kommen erst durch ihr kunstvoll gestaltetes Cover richtig zur Geltung. Die Aufgabe eines Buchbinders ist es, eben diese Cover zu gestalten und die losen Blätter eines Buches zu einem Kunstwerk zusammenzufügen. Bis 2011 wurde der Buchbinder in zwei Fachrichtungen ausgebildet: es gab eine Ausbildung für die Serienproduktion von Großaufträgen und es gab die handwerkliche Ausbildung. Heute existiert nur noch die handwerkliche Buchbinderausbildung. Die technische wird durch die Ausbildung zum Medientechnologen Druckweiterverarbeitung abgedeckt.

Bei der handwerklichen Ausbildung geht es meistens um Einzelwerke und Sonderanfertigungen. Hier kommt noch viel Handarbeit zum Einsatz, zum Beispiel bei der Gestaltung des Covers mit Ledereinbänden, Goldverzierungen oder Gravuren. Buchbinder können aber nicht nur Bücher binden, sie verstärken oder veredeln auch Landkarten und Bilder.

 

  1. Wie wird man Buchbinder?

Wer Buchbinder werden möchte, muss Bücher lieben. Besonders der ästhetische Blick ist für das Handwerk unabdingbar. Buchbinder brauchen Kreativität, eine ruhige Hand und viel Geduld, wenn sie Cover in Handarbeit bearbeiten. Handwerkliches Geschick und technisches Interesse sind ebenfalls von Vorteil.

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, welchen Schulabschluss man mitbringen sollte. Die meisten Buchbinder haben zu Beginn ihrer Ausbildung aber die mittlere Reife oder die Hochschulreife erreicht.

 

  1. Wo werden Buchbinder ausgebildet? / Ausbildungsinhalte

Buchbinder werden nicht nur in handwerklichen Buchbindereien ausgebildet. Auch kleine oder mittelständische Druckereien haben oft eine angeschlossene Weiterverarbeitung mit Buchbinderei. Außerdem finden Buchbinder Beschäftigung bei großen Bibliotheken, wie beispielsweise Universitätsbibliotheken, wo sie alte Bücher instand halten oder sogar Antiquariate restaurieren.

In der dreijährigen Ausbildung zum Buchbinder erlernt man das Schneiden, Falzen, Kleben und Binden von Buchseiten. Die Auszubildenden konzentrieren sich auf das Handwerk, Cover manuell anzufertigen und zu verzieren. In der Theorie wird angehenden Buchbindern viel Wissen über die Geschichte des Handwerks und mathematische Kenntnisse vermittelt.

Und wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wie es nach der Ausbildung als Buchbinder weitergeht, welches Gehalt Ihr bekommt und ob Buchbinder ein Job für die Zukunft ist, dann schaut doch mal rein! Alle Infos findet ihr auf dem neuen Berufe-Portal speziell für die Druckbranche: gutenbergshelden.de

 

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