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120 Mitarbeiter sind betroffen

Endgültiges Aus für Druckerei APM in Darmstadt

Bei APM in Darmstadt wurde zum Ende des letzen Jahres die Produktion eingestellt.

Die Darmstädter Druckerei APM hat zum Jahresende den Betrieb eingestellt. Wie das Darmstädter Echo berichtet, teilte Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs am 27. Dezember den 120 verbliebenen Mitarbeitern mit, dass sie sofort freigestellt seien. Nach dem Insolvenzantrag. den das Unternehmen im Oktober gestellt hatte, war bereits 30 Mitarbeitern gekündigt worden.

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Bis zuletzt habe es laut Darmstädter Echo Hoffnung auf eine Rettung des Unternehmens gegeben. Auch sei bis zur endgültigen Schließung produziert worden. Rund 40 Prozent der Aufträge habe die Druckerei noch von den Gewerkschaften bekommen, die ursprünglich die Mehrheit am Unternehmen hielten. Die Mitarbeiter selbst hätten schon seit 2005/06 auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichtet.

Drei potenzielle Investoren soll es gegeben haben, so zitiert das Darmstädter Echo einen Insider. Betriebsratschefin Rita Winkels nannte als Interessenten die Kasseler Dierichs Druck GmbH&Co. KG, zu der Mitte 2018 Denis Kämper gewechselt war. Kämper war bis dahin Vorstandschef der Alpha Print Medien AG (APM) gewesen, welcher das Gebäude, das Grundstück sowie die Produktionsanlagen gehören sollen. Die Beschäftigten selbst waren 2016 in die APM Produktions GmbH überführt worden.

Die Gewerkschaft Verdi erhebt angesichts der Schließung Vorwürfe gegen die Anteilseigner des Unternehmens, Andrew Seidl und Thorsten Voß. Gewerkschaftssprecher Manfred Moos von Verdi Hessen ist laut Darmstädter Echo überzeugt, dass die Schließung der Druckerei vermeidbar gewesen wäre, »wenn die Anteilseigner Torsten Voß und Andrew Seidl ein wirkliches Interesse am Erhalt des Standorts und der Arbeitsplätze gehabt hätten.« Verdi habe aber seit Monaten zunehmend den Eindruck gehabt, dass die Investorensuche nur halbherzig und sehr dilettantisch betrieben wurde, so Moos.

Hintergrund:

Die APM war Teil der Dresdner Astov Vertriebsgesellschaft mit ihrem Geschäftsführer Andrew Seidl, für die im Oktober ebenfalls ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Astov hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, weil Unternehmen der Gruppe Insolvenz anmelden mussten – zuletzt die Firma Kessler in Bobingen.

Die Alpha Print Medien war aus der gewerkschaftlichen Union-Druckerei und den Heidelberger Vereinigten Offsetdruckereien (VOD) hervorgegangen. 2003 wurde die APM nach Darmstadt verlagert. Im Dezember 2006 veräußerte die GBG Gewerkschaftliche Beteiligungsgesellschaft mbH alle Anteile an der APM AG an eine private Investorengruppe, die von Andrew Seidl und Dr. Torsten Voß geführt wurde.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wenn Herr Gewerkschaftssprecher Manfred Moos von der Gewerkschaft Verdi angesichts der Schließung von APM den Vorwurf gegen die Anteilseigner des Unternehmens, Andrew Seidl und Thorsten Voß erhebt,dass die Investorensuche nur halbherzig und sehr dilettantisch betrieben wurde, warum hat die Gewerkschaft dieses Unternehmen nicht selber übernommen.Scheinbar hat Herr Moos die disruptiven Entwicklungen in der grafischen Industrie noch nicht mitbekommen.

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  2. Mittlerweile wurde auch für die apm AG ein Insolvenzantrag gestellt. Wir haben da noch erhebliche Forderungen an die apm AG und ich denke da sind noch einige andere Lieferanten der apm AG betroffen.
    Nach allem was ich in Erfahrung bringen konnte stehen hier andere wirtschaftliche Interessen (nicht der Betrieb einer Druckerei) im Vordergrund. Geschädigte Lieferanten der apm AG bitte ich um Kontaktaufnahme. info@publish-print.de

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