Digitale Weiterverarbeitung / Schneidetische

Esko trennt sich von seinem Kongsberg-Geschäft

Druckindustrie: Kongsberg-Schneidetisch bei der Produktion einer Niesschutzwand aus Acrylglas.
Kongsberg-Schneidetisch bei der Produktion einer Niesschutzwand aus Acrylglas. (Bild: Esko / Kongsberg PCS)


Das belgische Entwicklungsunternehmen von integrierten Software- und Hardware-Lösungen für die Verpackungs-, Etiketten- und Großformat-Digitaldruckbranche, Esko, trennt sich von seinem Kongsberg-Geschäft für digitale Schneidetische. Die Sparte wird an das US-amerikanische Private-Equity-Unternehmen Opengate Capital gehen, eine Vereinbarung zur Übernahme von Kongsberg PCS soll bereits unterschrieben sein.

 

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Kongsberg – in der Druckindustrie vor allem im Verpackungsbereich bekannt

 

Der geplante Verkauf umfasst die ursprünglichen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Kongsberg (Norwegen) und das Werk in Brno (Tschechische Republik). Er ist vorbehaltlich der erforderlichen Unterrichtung von und/oder Beratung mit Arbeitsnehmervertretungen gemäß geltendem lokalen Recht.

Kongsberg wurde 1965 in Norwegen gegründet und 1998 von Esko (damals Barco) gekauft. Jetzt will sich Esko jedoch verstärkt auf die Bereitstellung von End-to-End-Workflow-Lösungen für seine Kunden in der gesamten Verpackungslieferkette fokussieren. Mit der Übernahme werden auch die meisten Kongsberg-Mitarbeiter den Arbeitgeber »wechseln« und bei Opengate Capital eine neue, strategische Heimat finden. Wobei Kongsberg PCS (Precision Cutting Systems) als neues, selbstständiges Unternehmen unter der Leitung von Stuart Fox als zukünftigem Präsidenten (der von Esko wechselt, um das Führungsteam von Kongsberg PCS zu verstärken) erhalten bleiben soll.

Druckindustrie: Der zukünftige Präsident von Kongsberg PCS, Stuart Fox.
Der zukünftige Präsident von Kongsberg PCS, Stuart Fox. (Bild: Esko / Kongsberg PCS)

 

Für die Kunden von Kongsberg soll sich durch die Übernahme nichts ändern. Die Partnerschaften mit Wiederverkäufern werden ebenfalls auf Kongsberg PCS übertragen – das heißt Kunden, die Kongsberg-Tische über Wiederverkäufer erworben haben, werden laut der beiden Parteien ebenfalls keine Veränderungen spüren.

Opengate Capital sieht mit Blick auf die Zukunft Chancen, das Kongsberg-Geschäft über Verpackungsanwendungen hinaus auszubauen, das Produktportfolio zu erweitern und das Angebot an Werkzeugen und Verbrauchsmaterialien zu vergrößern.

 

 

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