Minimierung der coronabedingten Einnahmeverluste

FDI: Spende an das Buchdruckmuseum in Hannover

FDI überreicht Spende an das Buchdruckmuseum Hannover
Bei der Überreichung der Spende (v.l.): Dr. Stefan Kull, 2.Vorsitzender FDI, Lothar Preikschat, 2. Vorsitzender Buchdruckmuseum, Wolfgang Schmidt, 1. Vorsitzender Buchdruckmuseum, Burkhard Jägerfeld, 1. Vorsitzender FDI. (Bild: FDI)

Der FDI – Fachverband der Druckindustrie und Informationsverarbeitung, Bezirk Göttingen/Hannover/Hameln hat dem Buchdruckmuseum Hannover eine namhafte Spende überreicht. Gedacht ist das Geld, um die Einnahmeverluste des Museums durch die Coronakrise abzufedern.

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Träger des Buchdruckmuseums Hannover ist der Verein „Freundeskreis Schwarze Kunst“. Die Finanzierung setzt sich aus den Mitgliedsbeiträgen, einigen Sponsoren aus der Druckindustrie, Spenden sowie Führungen und Kursen zusammen. Gerade diese Führungen und Kurse konnten pandemiebedingt nicht stattfinden, um die nötigen Mittel für den Erhalt und die Kostendeckung zu erwirtschaften. Die vorhandenen Reserven sind nach Angaben des Vereins aufgebraucht. Eine Förderung durch die öffentliche Hand gibt es nicht.

Es sei daher dem FDI eine Herzensangelegenheit, dieses historische Museum zu unterstützen und zu helfen, dass die alte Buchdruckerkunst weiterhin Interessierten gezeigt werden könne, erklärte Burkhard Jägerfeld, 1. Vorsitzender des FDI-Bezirks. Der Vorsitzende des Trägervereins Wolfgang Schmidt bedankte sich beim FDI für den monetären Beitrag zur Unterstützung des Fördervereins, der in der jetzigen Situation hilft, die finanzielle Lage zu verbessern.

Buchdruck aus den 1950er-Jahren

Das Buchdruck-Museum wurde 2002 von Setzern, Druckern, Buchbindern und weiteren Fachkollegen und -kolleginnen gegründet. Das nahezu verschwundene Fachwissen der Buchdruckerkunst soll durch die Arbeit der Nachwelt erhalten und weitergeben werden. Die Buchdruck-Werkstatt ist eingerichtet im Stil einer für den Stadtteil Linden typischen Hinterhof-Druckerei der 1950er-Jahre. “Wir verstehen uns als lebendes Museum”, erklärt Wolfgang Schmidt. “Das heißt: Alles, was wir ausstellen, kann und soll auch benutzt werden.”

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