Produkt: Deutscher Drucker 22/2018
Deutscher Drucker 22/2018
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Schweizer Technologie-Schmieden bauen Zusammenarbeit aus

Gallus und Schmid Rhyner: Enge Kooperation in der Digitallackierung

Digitale Veredelung von Printprodukten – haptischer und optischer „Leckerbissen“. (Bild: Insignis Etiketten)

Anfang Mai haben die Schweizer Hersteller Gallus und Schmid Rhyner die schon seit längerem praktizierte Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen und die Weiterentwicklung der digitalen Veredelung formell besiegelt. Weiterer eidgenössischer Partner ist die Firma Steinemann, die ebenfalls aktiv auf dem Gebiet der digitalen Veredelung forscht, entwickelt und produziert.

Die enge Zusammenarbeit der drei Unternehmen Gallus Ferd. Rüesch AG, Steinemann Technology AG sowie Schmid Rhyner AG besteht schon seit einigen Jahren. Gallus, Hersteller von Etikettendruckmaschinen, integriert die DEU (Digital Embellishment Unit) von Steinemann in seine Labelfire 340 (Breite 340 mm). Dadurch können digitale Druckerzeugnisse anspruchsvoll veredelt werden. Das Kernstück dabei ist das Modul von Steinemann, Hersteller von Inline- und Offline-Lackiereinheiten für die grafische Industrie.

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Die für die digitale Veredelung mittels Inkjet-Technologie konzipierten und auf die Maschine abgestimmten Lacke werden von Schmid Rhyner, Hersteller und Entwickler der patentierten DiVar-Technologie (DiVar steht für „Digital Varnishing“), hergestellt.

Bereits im Jahr 2002 hat Schmid Rhyner seine DiVar-Lack-Technologie für die digitale Veredelung patentieren lassen. 2011 integrierte Steinemann diese Technologie in ihre Offline-Maschine Dmax, die 2014 auf den Markt kam. Dieses aufeinander abgestimmte System (Lack/Maschine) wurde 2017 mit der digitalen Folienprägung (Dfoil) ergänzt.

Gallus integrierte die Einheit 2017 als DEU (Digital Embellishment Unit) in sein digitales Etikettendrucksystem Gallus Labelfire. Auf den „Innovation Days“ 2018 von Gallus wurde diese Maschine das erste Mal mit integrierter DEU präsentiert. Das Modul ist mittlerweile im industriellen Einsatz. Als Erstanwender arbeitet bereits das Wiener Unternehmen Insignis-Etiketten mit der Gallus Labelfire samt integrierter DEU.

Die Inkjet-Technologie ist in der Lage, innerhalb des Sujets das ganze Spektrum von Einzeltropfen bis zur Relief-Applikation zu verwirklichen. Inline und in einem Durchgang lassen sich dabei Glanz-, Matt- sowie haptische Relief-Effekte in verschiedenen Höhen erzeugen. Auch kann ein metallischer Doming-Effekt durch die Folienprägung erzielt werden, der sonst nur im Siebdruck umsetzbar ist.

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