Produkt: Deutscher Drucker 22/2020
Deutscher Drucker 22/2020
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Falzen mittels Luftschwert-Technologie

Müller Martini versieht SigmaLine III mit zusätzlichen Funktionen

Die SigmaLine III bietet neu die Möglichkeit, zweimal hintereinander zu schneiden. So kann bei Bedarf der Querfalz umgangen werden.(Bild: Müller Martini)

Vorsammeln, variabel Falzen, dynamischer Modus für Schneiden – die für Kleinstauflagen konzipierte digitale Buchblock-Lösung SigmaLine III von Müller Martini soll jetzt neue Produktionsformen ermöglichen.

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Bisher erfolgte das Falzen bei der SigmaLine mittels eines mechanischen Schwerts. Jetzt kommt laut Hersteller die Luftschwert-Technologie zum Einsatz, bei der der Falz mittels eines Luftdruck-Impulses ausgelöst wird. Damit kann laut Hersteller bei hohen Geschwindigkeiten stabiler produziert werden. Zudem erreiche das System so eine Leistung von bis zu 305 Meter pro Minute.

Die Luftschwert-Technologie soll zudem eine Erweiterung der Produktionsmöglichkeiten bieten. Im Längsfalzer können mehrere Signaturen vorgesammelt werden, bevor Sie gemeinsam gefalzt werden. Dadurch können mehrere separate Signaturen zu einer einzigen Signatur zusammengestellt werden. So wird beispielsweise aus drei 8-Seiten-Signaturen eine 24-Seiten-Signatur.

Dynamisches Schneiden

Eine weitere Neuheit des Systems ist der Modus für das dynamische Schneiden. Bisher entstand aus dem Prozess Schneiden/Perforieren/Schneiden immer ein Querfalz. Nun kann die SigmaLine III zweimal hintereinander schneiden, wodurch der Querfalz umgangen werden kann. Die Seitenteilbarkeit der Buchblöcke kann dank des dynamischen Modus neu halbiert werden, so dass es weniger Leerseiten gibt. Bisher konnte es vorkommen, dass ein 16er-Bogen bis zu 15 leere Seiten hatte. Jetzt sind es 8er-Bogen mit maximal sieben leeren Seiten.

Die typischerweise für Bücher mit Kleinstauflagen (aus dem Verlagswesen ebenso wie für Self-Publisher) eingesetzte SigmaLine III weist wie schon ihre Vorgängermodelle eine hohe Integration mit digitalen Rollendruckmaschinen auf. Wird ein Produkt fehlerhaft gedruckt, wird es umgehend ausgeschleust und bei der Druckmaschine neu in Auftrag gegeben. Unverändert hoch ist laut Müller Martini auch die Automatisierung der Buchblock-Lösung. So seien praktisch keine händischen Eingriffe mehr nötig.

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