Stanze RD-4055 und Smart-Slitter mit individuellen Anpassungen

Münchner Druckhaus MSDD modifiziert Horizon-Systeme

(Bild: Horizon GmbH)
MSDD-Geschäftsführer Sven Binder und Peter Glockner, Horizon-Gebietsleiter Südbayern (rechts).

Das Münchner Druckhaus MSDD hat in der Weiterverarbeitung mehrere Horizon-Systeme in Betrieb und testet mit einigen Modifikationen daran deren Grenzen aus …

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„Die Performance vieler Maschinen übertrifft häufig die Angaben der technischen Spezifikationen“, sagt Sven Binder, Geschäftsführer der MSDD Medienservice Digitaldruck GmbH in München. „Wenn die Maschinenfunktion durch kleinere Modifikationen erweitert werden kann, verbessern wir unsere eigene Leistungsfähigkeit und der Hersteller erhält für sein Produkt ein zusätzliches Verkaufsargument.“

Als es um die Investition in die rotative Stanze RD-4055 ging, benötigte Binder eigentlich einen erweiterten Formatbereich. Die Stanze, die die Arbeitsgänge Stanzen, Anstanzen, Rillen, Perforieren und Prägen erlaubt, ist laut Hersteller ausgelegt auf Materialformate zwischen 200 x 275 mm und 400 x 550 mm, bei möglichen Materialstärken zwischen 0,1 und 0,5 mm sowie einem minimalen Stanzformat von 50 x 80 mm. Da Binder saisonbedingte Auslastungslücken während der Wintermonate mit der Verarbeitung von Wandkalendern auffüllen wollte, waren kleinere Formate vonnöten, als in den technischen Spezifikationen der Maschine vorgesehen. Am Ende führte eine Feinanpassung von Aggregaten zur Lösung.

Individuelle Anforderungen stellte Binder auch an einen Horizon Smart-Slitter. Als Multifinishing-Lösung speziell für den Digitaldruck entwickelt, erledigt der Smart-Slitter die Arbeitsgänge Schneiden, Rillen und Perforieren in einem einzigen Durchlauf. Visitenkarten, Glückwunschkarten, Umschläge für Klebebindung oder Coupons, Bogenformate bis zu 370 x 670 mm mit Grammaturen zwischen 80 und 350 g/m2. Doch auch hier sah Sven Binder weiteres Potenzial. Auch in diesem Fall investierten Horizon und MSDD Zeit und Energie, bis die Leistungsanforderung des Kunden über eine Optimierung der Messerkassette erfüllt werden konnte.

Prozesse umfassend automatisiert

Mittlerweile gehören neben der Stanze RD-4055 zwei Smart-Slitter zum Maschinenpark von MSDD. Dem Workflow entsprechend, stehen die Geräte im hinteren Teil einer Verarbeitungskette, deren Aufbau bei MSDD einem Fließband ähnelt: Vom Kopfende eines langgestreckten Raumes aus werden die vorbereiteten Aufträge nacheinander von Station zu Station weitergereicht, durchlaufen in einer von zwei Maschinen des Typs HP Indigo 7900 die Druckphase, münden dann zur Weiterverarbeitung in einem größeren Hallenbereich und werden dort auch versandfertig abgeschlossen.

Alle Stationen der Druckphase sind eingebettet in ein ausgeklügeltes Monitoring-System, das MSDD nach dem Umzug in das Münchner Gewerbegebiet Am Moosfeld Ende 2016 eingerichtet hat. „Unsere Aufträge werden nahezu ausschließlich über Internet-Plattformen abgewickelt“, erklärt Sven Binder den Hintergrund. „Online-Kunden erwarten heutzutage, dass sie jederzeit über den Status ihres Auftrages Bescheid wissen, und das müssen wir in der Produktion entsprechend berücksichtigen.“ Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben konsequent auf einen hohen Grad an Automatisierung: Wo immer möglich, werden Zustandsdaten der Maschinen erfasst, alle 20 Sekunden aktualisiert und über eine entsprechende Software aufbereitet. So können Mitarbeiter oder Kunden den Auftragsfortschritt im Wortsinn minutiös und in Echtzeit nachverfolgen.

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