Produkt: Deutscher Drucker 4/2020
Deutscher Drucker 4/2020
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Ein Luftbefeuchtungsspezialist bietet weiterführende Informationen an

Optimale Luftfeuchte soll Corona-Ausbreitungsrisiko senken

Trockene Luft erhöht das Übertragungsrisiko von Viren und senkt die Immunabwehr.(Bild: Condair Systems)

Die Kombination von Forschungsergebnissen über die Resistenz des aktuellen Coronavirus mit Daten zur SARS-Pandemie 2002 zeigt einen Zusammenhang von Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Hinblick auf das Infektionsrisiko. Es ist zu erwarten, dass eine Anhebung der relativen Luftfeuchtigkeit in Gebäuden auf rund 50 Prozent zu einer Verminderung des Übertragungsrisikos führt. Das geht aus einer Medienmitteilung des Luftbefeuchtungs- und Wasseraufbereitungsspezialisten Condair Systems hervor. Das Unternehmen, zu dem auch die ehemalige Draabe Industrietechnik GmbH (Hamburg) gehört, hat hierzu weiterführende Informationen zusammengestellt.

Das neue Coronavirus, dessen genetischer Code bereits entziffert wurde, ist nahe verwandt mit dem SARS-Virus. Laboratorien weltweit konnten mit diesen Informationen Tests für den Virusnachweis entwickeln. Dabei wurden u.a. auch die Überlebenszeiten von SARS- und Coronaviren auf unbelebten Oberflächen und als infektiöse Tröpfchen in der Luft untersucht.

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Die Untersuchungen ergaben, dass bei sehr tiefen Temperaturen und sehr geringer Luftfeuchtigkeit lange Überlebenszeiten der Viren auf Oberflächen und in der Luft möglich sind. Auch bei mittleren Temperaturen von 20-30°C überlegen diese relativ lange, aber nur wenn die Luft trocken war. Sehr hohe Temperaturen von mehr als 30°C inaktivieren die Coronaviren.

Luftbefeuchtung mit proaktiver Wirkung

Basierend auf den aktuellen Erkenntnissen ist zu erwarten, dass eine Anhebung der relativen Luftfeuchtigkeit in Gebäuden auf rund 50 Prozent zu einer Reduktion des Übertragungsrisikos führt. „Die Luftbefeuchtung wirkt proaktiv gegen die Virenausbreitung durch Erkrankte, auch gegen sogenannte ,Super Spreader‘, noch bevor Symptome auftreten, respektive eine Diagnose gestellt werden kann. Zudem verbessert die befeuchtete Luft die Abwehrsituation der Atemwege bei gesunden Personen, durch effizientere Reinigung der Atemwege und verbesserte Immunabwehr“, bestätigt Dr. med. Walter Hugentobler, medizinischer Berater der Condair Group.

Weitere Informationen über den Zusammenhang zwischen Luftfeuchte und Corona-Ausbreitung hat die Condair Systems hier zusammengefasst. Ein aktuelles Whitepaper zur Virusverbreitung in Gebäuden kann dort zusätzlich kostenfrei angefordert werden.

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Kommentare zu diesem Artikel

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  1. Es ist mir unverständlich, wie eine solche Veröffentlichung gemacht werden kann. Wir sind Hersteller von industriellen Luftbefeuchtungsanlagen. Werbung mit dem Corona Virus zu machen verursacht bei uns nur Kopfschütteln. Wie kann Print.de so etwas veröffentlichen ohne wissenschaftlichen Nachweis. Sich auf eine Medienmitteilung der Firma Condair Systems (Draabe) und einen so genannten “medizinischen Berater der Condair Group” zu verlassen, finde ich grob fahrlässig. In der momentan aufgeheizten Situation mit steigenden Fallzahlen, leer gekauften Regalen in Supermärkten, geschlossenen Schulen etc. ist es pietätlos eine solche Schlagzeile zu formulieren. Ich bin fassungslos.

    Christian Wagner
    Geschäftsführender Gesellschafter
    FINESTFOG Luftbefeuchtung GmbH

    1. Als führendes Unternehmen im Bereich der Luftbefeuchtung ist es unsere Mission, aufzuklären und Informationen zu geben, die dem Gesundheitsschutz und der Prävention dienen. Aus diesem Grund sind wir als Teil der weltweit aufgestellt Condair Gruppe seit vielen Jahren in engem Austausch mit Institutionen, wie z.B. der Yale Universität und renommierten internationalen Wissenschaftlern und Ärzten. Das Robert Koch-Institut in Berlin zählt zu unseren Kunden. Das Wissen um den Zusammenhang zwischen Luftfeuchte und Virusverbreitung (z.B. auch Grippe) ist in weiten Kreisen der Bevölkerung bislang nicht vorhanden. Hier setzt neben der Fachberatung beim Kunden auch unsere Pressearbeit zur Aufklärung an. Alle in unseren Veröffentlichungen gemachten Aussagen zum Corona Virus und die Vergleiche zum SARS Virus sind wissenschaftlich fundiert. Einen Überblick über die wichtigsten Studien zu diesem Thema gibt es auf der Webpage der Condair Group: https://www.condairgroup.com/humidity-health-wellbeing/scientific-studies

      Dominic Giesel
      Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
      Condair Systems GmbH

      1. Herr Giesel, was hat es mit der Berichterstattung von Condair zu tun, dass das Robert Koch Institut zu Ihren Kunden zählt? Es ist entlarvend, dass Sie das Robert Koch Institut in Ihrer Anmerkung auch noch mit aufzählen. Soll das etwa Ihre Werbung mit dem Corona Virus seriöser machen? Als ebenfalls führendes Unternehmen im Bereich Luftbefeuchtung kann ich nur sagen, Ihre Marketingaktion mit dem Corona Virus geht nach hinten los.

        Christian Wagner
        Geschäftsführer FINESTFOG GmbH

  2. Es ist wohl generell im Winter das Problem, dass die Schleimhäute trocken sind und dadurch Viren einfacher Zugang finden. Daher auch die saisonale Grippe. Daraus ein Verkaufsargument im Bezug zur aktuellen Sorge zu machen, ist schon echt dreist… auch wenn es hier natürlich als Beratung ausgelegt wird.

    1. Hallo Herr Köhn,
      ich bin Ihrer Meinung. Selbstverständlich sorgt zu trockene Luft für das austrocknen der Schleimhäute. Diese schützen vor Erkältungs-krankheiten. Das ist nicht neu und darf auch ein Verkaufsargument sein. Dies aber auf das Coronavirus zu übertragen und den Eindruck zu erzeugen eine Luftfeuchte um die 50% r.F. schützt vor dem Corona Virus ist hanebüchen.

  3. Hallo Herr Wagner,
    herzlichen Dank für Ihre klaren Statements. Es ist bei allen Krisen üblich, dass Trittbrettfahrer versuchen ihren Nutzen daraus zu ziehen.
    Ich habe mir erlaubt, aufgrund langjähriger fachlicher Kontakte zum RKI, den Verantwortlichen dort einen Einblick in das Verhalten ihres “Lieferanten” zu geben.

  4. Die Condair Group hat sich dem Zweck verschrieben, einen aktiven Beitrag zum Schutz der Gesundheit der Menschen zu leisten. Wir verkaufen nicht mehr einfach nur Luftbefeuchter. Dass sich durch solche Krisen wie der aktuellen Pandemie auch Verkaufsargumente ergeben, ist selbstredend. Sie würden ja einem Pharmaunternehmen auch nie das Recht absprechen, mit Impfstoffen ein Geschäft zu machen. Wenn sich der Staub nach dieser Hysterie erst einmal gelegt haben wird, werden sich die Behörden ernsthafte Gedanken machen müssen, wie wir (als Menschheit) uns besser auf solche Bedrohungen vorbereiten können. Denn der nächste Virus kommt vielleicht mit einer höheren Sterberate. Dabei werden die Behörden unweigerlich auf das Gebäude stossen, in dem Menschen heutzutage bis zu 90% ihrer Zeit verbringen. Und der Hauptzweck eines Gebäudes dient immer noch dem Schutz des Menschen. Der Klimatechnik kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu, um für Wohn- und Arbeitsräume ein gesundes Klima zu schaffen, wie es draussen über Jahrhunderte vorherrschte und den Menschen vor Viruserkrankungen schützte. Wenn die Behörden erst einmal die überwältigenden, wissenschaftlichen Beweise und Indizien anerkennen und akzeptieren, werden sie realisieren, dass das Gebäudemanagement und die Haustechnik das Innenraumklima ins Zentrum der Gesundheitsvorsorge rücken werden. Das Innenraumklima wird zur ersten Abwehrreihe gegen Viren wie das Influenzavirus oder das neue Coronavirus. Selbstverständlich wird dies keinen absoluten Schutz darstellen und die aktuellen Empfehlungen der Behörden werden weiterhin Gültigkeit haben. Bei der Sicherstellung der Schutzfunktion werden die Luftwechselrate, die Frischluftzufuhr, die Luftfilterung und insbesondere die Luftbefeuchtung eine Schlüsselrolle spielen. Es ist erwiesen, dass eine relative Luftfeuchte zwischen 40% und 60% die Luftübertragung von Erregern exponentiell reduziert (wenn auch nicht vollständig), Viren bei ca. 50% rF deaktiviert werden (wobei der Mechanismus dazu noch nicht verstanden wurde – weitere Studien dazu werden durchgeführt), die Selbstreinigungsfunktion der Schleimhäute uns gegen das Eindringen von Erregern schützt, der gleiche Mechanismus bis in die Lunge funktioniert und das Immunsystem nur bei mittlerer, relativer Luftfeuchte den Abwehrmechanismus und den Genesungsprozess sicherstellt, resp. es bei Luftfeuchten unter 20% blockiert wird (das hat mit der Zellerneuerung und der Bildung antiviraler Gene zu tun). Sämtliche dieser sogenannten «Behauptungen» können wir mit hieb- und stichfesten, wissenschaftlichen Studien, die durch strikte Prozesse gelaufen sind (wie Peer Reviews) belegen. Wir arbeiten seit Jahren mit renommierten Instituten zusammen, die sowohl klinische als auch empirische Studien durchführen. Auch lassen wir immer wieder neuste Erkenntnisse einfliessen, die völlig unabhängig von Condair entstanden sind. Wir sehen unser Engagement in diesem Bereich als unsere Verpflichtung als Marktführer. Unsere Kunden anerkennen dies zum Glück und wir werden nicht aufgeben, bis wir die Innenräume zu einem gesunderen, sichereren Ort gemacht haben.

  5. Herr Zimmermann, wenn Sie in der aktuellen Phase dieser Epedemie – in welcher Form auch immer – so für Ihre Produkte werben, dann ist das schlicht unanständig. Mal ganz abgesehen davon, dass es um das Virus selbst bei Fachleuten noch erhebliche wichtige Fragen und Unklarheiten gibt auf deren Beantwortung ihre Produktpalette wohl zuallerletzt die Antwort gibt. Sie sollten sich einfach entschuldigen und vielleicht Teile Ihrer Marketingoffensiven überdenken.

    1. Herr Jasmund, es geht hier nicht um das Bewerben unserer Produkte, sondern um das Bewusstsein, dass das Sicherstellen einer relativen Luftfeuchte zwischen 40% und 60% dazu beiträgt, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
      https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/ausbreitung-coronavirus-1716188
      Mit welchen Produkten Sie dies tun, überlasse ich gerne Ihnen. Ich hoffe aber inständig, dass Sie Ihren Beitrag leisten werden, indem Sie Ihre Arbeitsplätze und Ihr Zuhause befeuchten werden.

  6. Sie schreiben “Sehr hohe Temperaturen von mehr als 30°C inaktivieren die Coronaviren.” Wie kommen Sie zu so einer Aussage?? Der menschliche Körper hat eine Temperatur von rund 36 °C. Hier überleben die Viren sehr gut oder wie erklären Sie sich sonst die Krankheitssymptome und Infektiosität? Laut Ihrer Aussage müssten die Viren nach Eindringen in den menschlichen Körper unmittelbar inaktiviert, sprich abgetötet, werden. Dies ist aber falsch!!

  7. Ihre Frage ist berechtigt, Michaela H. und gut zu beantworten.
    Viren können ausserhalb von lebenden Zellen, in die sie eindringen und sich darin vermehren um anschliessend weiter Zellen zu infizieren, nur beschränkte Zeit “überleben”. In den Zellen unserer Körpers klappt dies Vermehrung bei 37 Grad Celsius ausgezeichnet.
    Ausserhalb der Körpers sind alle Viren auf Oberflächen oder in der Luft den Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Temperatur und UV-Strahlen ausgesetzt und überleben unterschiedlich lange. Van Doremalen Neeltye hat 2012 und 2020 sowie Casanova Lisa M. 2010 haben dieses Überleben untersucht. Die Studien haben gezeigt, dass Coronaviren bei sehr tiefer Temperatur um 4 Grad, und bei sehr tiefer Luftfeuchtigkeit um 20% am längsten überleben. Bei Temperaturen gegen 30 Grad werden sie sehr bald inaktiviert, was die Aussage von Oliver Zimmermann belegt.

  8. An alle Diskussionsteilnehmer:
    was ich in meiner Replik noch nicht erwähnt habe, ist der interessante und ausschlaggebende Punkt, dass die Coronaviren bei mittlerer Feuchtigkeit von 50% nur relativ kurz überleben verglichen mit der Überlebenszeit bei Trockenheit unterhalb von 40%. Ich habe diesen Zusammenhang in drei Grafiken dargestellt die Sie unter dem unten stehenden Link ansehen können:
    https://www.dropbox.com/s/k09oi8elevamojr/Coronavirus%2C%20Casanova%2C%20dt..pptx?dl=0

  9. Der Einfluss der Luftfeuchte auf die Verbreitung und das Überleben von SARS-CoV-2 kann u.a. in dieser aktuellen Studie nachgelesen werden (S. 13):

    https://www.preprints.org/manuscript/202003.0197/v1

    Weitere Studien zu diesem Thema sind auch zu finden auf der Webpage der Condair Group: https://www.condairgroup.com/humidity-health-wellbeing/scientific-studies.

    Dieser Hinweis dient der weiteren Aufklärung und sollte bitte nicht missverstanden werden als werbliche Darstellung oder Promotion von Produkten.

  10. Es ist immer Situationsbedingt und hat viel mit der Umgebung zu tun. 40-60% ist generell besser für den Menschen. Nicht unbedingt wegen Viren.

    https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/grippeviren-schuetzen-sich-bei-der-uebertragung-mit-schleim/

    Ich empfand den Artikel jetzt nicht als Werbung, bis die Diskussion geöffnet wurde. Jetzt kennen wir zwei Firmen 🙂

  11. Die scheinheilige Aufregung darüber, dass ein Hersteller von Luftbefeuchtern darüber aufklärt wie Viren bei unterschiedlichen Luftfeuchtegraden reagieren kann ich nicht nachvollziehen. Für mich war die Information neu und sehr interessant. Natürlich denke ich dann auch aktuell über die Anschaffung eines Luftbefeuchters nach. Es zwingt mich ja niemand bei irgendeiner bestimmten Firma zu kaufen. Klar geht es auch darum was zu verkaufen, was für mich völlig OK ist. Regenschirme verkaufen sie auch bei Regenwetter besser als in einer sommerlichen Hitzewelle.

  12. Herr Bohl, Sie sollten vielleicht mal die Definition des Begriffes “scheinheilig” nachschlagen, dann erkennen sie vielleicht, dass sie den geäusserten Kritiken in keiner Weise gerecht werden. Wie leben in Zeiten, in denen selbst Katastrophen mit furchtbaren persönlichen Schicksalen dazu dienen dürfen, die Leistungen eines Unternehmens marketingtechnisch nach vorne zu bringen. Kritik dagegen ist keine Scheinheiligkeit sondern empathische Intelligenz.

  13. Ganz herzlichen Dank für die zahlreichen Kommentare zu diesem Thema. Sie haben sehr gut die verschiedenen Positionen bezüglich der Luftbefeuchtung deutlich gemacht. Da die Argumente nun hinlänglich ausgetauscht sind und wir uns mittlerweile etwas zu weit vom eigentlichen Sachthema entfernen, schließen wir diesen Thread. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ihre print.de-Redaktion.

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