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Stabilisierung des Geschäftsbetriebes soll im Fokus stehen

PPS Imaging stellt Insolvenzantrag

PPS. Imaging musste Anfang Juni Antrag auf Insolvenzverwaltung stellen.(Bild: Shutterstock)

Auf Antrag des Dienstleisters für großformatige Digitaldrucke PPS Imaging GmbH und der PPS Imaging Holding GmbH hat das Amtsgericht Hamburg am 2. Juni 2020 jeweils Rechtsanwalt Dr. Dietmar Penzlin von der Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Parallel wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen zweier Tochtergesellschaften der PPS Imaging GmbH, der Apalis GmbH und der Niggemeyer GmbH & Co. KG, angeordnet. In diesen Verfahren wurde jeweils Rechtsanwalt Dr. Matthias Wolgast von der Sozietät Münzel & Böhm bestellt.

Die PPS Imaging GmbH ist Dienstleister für die Produktion, Präsentation und Montage hochwertiger großformatiger Digitaldrucke. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 212 Mitarbeiter und unterhält neben seinem Verwaltungssitz in Hamburg Standorte in Berlin, Dresden und Köln.

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Im Fokus der vorläufigen Insolvenzverwaltung stehe die Stabilisierung des Geschäftsbetriebes, heißt es in einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters Penzlin. Die Belegschaft der Unternehmensgruppe habe man bereits im Rahmen von Videokonferenzen und persönlichen Mitarbeiterversammlungen informiert. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes sei umgehend in die Wege geleitet worden. Auch Kunden und Lieferanten seien über das Verfahren durch Rundschreiben informiert worden. Der insbesondere durch die Corona-Pandemie stark reduzierte Geschäftsbetrieb konnte wieder aufgenommen werden.

Mögliche Sanierungsoptionen für die Unternehmensgruppe oder einzelne Gesellschaften werden gegenwärtig – in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter der Tochtergesellschaften – ausgelotet. Eine Eröffnung des Insolvenzverfahrens werde nach derzeitigem Stand zum 1. August 2020 erfolgen können.

Die beiden ausländischen Tochtergesellschaften der PPS Imaging GmbH, die PPS Imaging B. V. mit Sitz in den Niederlanden und die Vertical Vision Ltd. mit Sitz in Großbritannien, befinden sich gegenwärtig nicht in Insolvenz.

Zum Unternehmen
1971 durch Prof. F. C. Gundlach als bundesweites Fotofachlabor gegründet, unternahm PPS im Jahr 2000 erste Investitionen in Technologie für den digitalen Großformatdruck. Im Jahr 2013
 übernahm das Unternehmen die Druckwerk Hamburg GmbH, gleichzeitig erfolgte der Ausbau des Bereichs Display & Packaging. Kurz darauf, im Jahr 2014,
 folgte die Übernahme der Vertical Vision Gruppe und PPS entwickelt sich zu einem europaweit agierenden Großformat-Druckdienstleister. 2015 wurde der Online-Drucker Mantiburi in die Tochtergesellschaft Apalis GmbH integriert. 2016
 wurde das Unternehmen Niggemeyer Bildproduktion GmbH in Bochum von PPS übernommen und dieser Standort zu einem sogenannten Textilzentrum ausgebaut.

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