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Benchmarking, autonomes Drucken und Predictive Service – Wie die Druckindustrie die Vernetzung der Produktion vorantreibt.
Austausch zwischen Druckern, Kreativen und Kunden

Premiere für Konferenz Druck und Design in München

Knut Maierhofer von KMS Team skizzierte in seinem Vortrag drei mögliche Zukunftsszenarien für Print.(Bild: VDMB)

Die in München abgehaltene Konferenz Druck und Design will die veränderte Rolle von Print in der Markenkommunikation in den Mittelpunkt stellen und somit eine neue Plattform für den Austausch zwischen Druckern, Kreativen und Kunden schaffen.

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Printprodukte, Impulsvorträge, praxisbezogene Workshops sowie eine Vernetzung von Designern, Druckern und Kunden – das bot die Konferenz Druck und Design die erstmals in München stattfand. Über 200 Teilnehmern und zahlreichen Ausstellern von Agenturen, Druckereien und Zulieferern kamen nach Angaben des Veranstalters ins Münchner Literaturhaus.

Print oder nicht Print?

Knut Maierhofer von KMS Team skizzierte in einem Vortrag drei mögliche Zukunftsszenarien für Print und rundete seinen Vortrag mit seiner persönlichen Einschätzung ab: „Die Antwort auf die Frage ‘Print oder nicht Print?’ lautet: ‘Nicht nur Print, aber eben auch Print!’“ Print entwickele sich mehr und mehr zu einem Luxusartikel. Heute gehe es den Menschen nicht mehr vornehmlich um das Besitzen, es gehe eher um das Nutzen, aber die Wertigkeit von Print dürfe keinesfalls unterschätzt werden. Deshalb sei sowohl bei Agenturen als auch bei Druckereien eine ständige Veränderungsbereitschaft wichtig, die sowohl im unternehmerischen als auch im kreativen Denken und Handeln verankert sein müsse. Dies zeige sich in der intelligenten Verbindung von analog und digital.

Eine Veränderung im Kundenverhalten stellt Stefan Karch, verantwortlich für die Verkaufsliteratur der BMW Group, fest. „80 Prozent der Neukunden haben ihre Informationen heute schon zusammen, wenn sie ins Autohaus kommen. Dennoch möchte der Kunde bei seinem Besuch im Autohaus überzeugt werden – und dazu gehört ganz wesentlich der Katalog.“ International sei der Bedarf nach gedruckten Katalogen unterschiedlich, während der chinesische Kunde stärker auf digitale Kanäle setze, schätzten Kunden aus Europa, Korea oder Japan nach wie vor die Printversion.

Digitaldruck als Problemlöser der Zukunft?

Praxisorientierte Work-Panels am Nachmittag setzten ganz auf den Wissenstransfer. So schilderten und diskutierten fünf Experten sowohl aus Druck- und Kreativpraxis ihre Erfahrungen bei der Konzeption und Produktion von Printprodukten. Mit Sylvia Lerch konnte die Konferenz das wohl bekannteste Gesicht aus der Produktionerszene gewinnen. Mit Ralf Vogl berichtete ein profilierter Agenturdrucker von seinen Erfahrungen. Bei ihm stehe die Kommunikation mit dem Kunden an zentraler Stelle. „Als regionale Akzidenzdruckerei wollen wir Partner sein. Es reicht nicht mehr, nur zu drucken – bei hochwertigen Drucksachen geht es um mehr. Wir wollen das Besondere umsetzen und im Idealfall den kompletten Entwicklungsprozess eines Produktes von Anfang an begleiten“, so Vogl. Sein Motto: „Reden. Verstehen. Machen.“

Marko Hanecke, Betreiber des Printblogs „printelligent.de“ und Produktioner, präsentierte den Digitaldruck als Problemlöser der Zukunft und zeigte die Möglichkeiten dieses Druckverfahrens auf. „Mit dem Digitaldruck werden wir zukünftig nachhaltiger, umweltfreundlicher, effizienter und günstiger produzieren. Und das in einer immer besseren Qualität“, zeigte sich Hanecke überzeugt von einer maßgeschneiderte Print-Kommunikation.

Als Geschäftsführer von Longo Deutschland berichtete Helfried Prünster über Erfolg und Herausforderungen von Digitaldruck und Onlineprint-Lösungen aus seinem Unternehmen. „Digitaldruck ist nicht nur ein Druckverfahren, es ist ein Prozess. Nicht das Drucken an sich ist das Spannende sondern das Rundherum. Losgröße eins ist die große Herausforderung“, so Prünster.

Aus Sicht einer Kreativagentur stellte Christian Weiss, X-Design, Trends im Verpackungsdesign vor. Auch hier spiele Emotion eine zunehmend große Rolle. „Standardverpackungen räumen der emotionalen Fläche immer mehr Platz ein“, so Weiss. Die wichtigsten Trends sind aus seiner Sicht Umweltthemen, gesellschaftspolitische Themen und wandelnde Moralvorstellungen. Sein Erfolgsrezept: „Trends, Themen und Marken müssen erfolgreich kombiniert und vor allem emotionalisiert werden.“

Veranstaltet wurde die Druck und Design von den Machern der Creative Paper Conference, dem Verband Druck und Medien Bayern und unterstützt wurde sie vom Designmagazin Novum.

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