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Frank Werneke antwortet BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens

Tarifverhandlungen: Verdi reagiert ebenfalls mit einem offenen Brief

Frank Werneke, stellvertretender Verdi-Vorsitzender, auf den offenen Brief des BVDM-Verhandlungsführers Sönke Boyens, nun ebenfalls mit einem offenen Brief reagiert.
Frank Werneke, stellvertretender Verdi-Vorsitzender-(Bild: Verdi)

Nach dem Scheitern der fünften Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt über die Beschäftigten der Druckindustrie, hatte BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens in der vergangenen Woche einen offenen Brief an die Verdi-Tarifkommission gerichtet. Frank Werneke, der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, hat nun ebenfalls mit einem offenen Brief darauf reagiert.

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Darin distanziert sich Werneke von verschiedene Aussagen des BVDMs und schildert Verdis Sicht auf die Tarifgespräche. Bereits in den Gesprächen zwischen Februar 2015 und Juni 2017 habe es auch Verständigungen zu einzelnen Themen gegeben, die aber dennoch im Juli 2017 von Seiten des BVDM abgelehnt worden seien. Im März 2018 hat der BVDM den Manteltarifvertrag (MTV) für die Druckindustrie gekündigt, was laut Werneke “ein Fehler war” und aus Verdis Sicht “auch im Widerspruch zu den Interessen der tarifgebundenen Mitgliedbetriebe des BVDM” stünde. Die Aufforderung aus der bisher letzten Gesprächsrunde am 22. November, den MTV wieder in Kraft zu setzen, sei vom BVDM abgelehnt worden, ebenso die Frage, einen Lohntarifvertrag mit Verdi abzuschließen.

Werneke betonte, der BVDM habe jederzeit die Möglichkeit, seine “Positionierung zu korrigieren”. Dann stünde die Gewerkschaft für weitere Verhandlungen zur Verfügung. Bis dahin werde man allerdings versuchen, regionale Gespräche aufzunehmen.

Bezüglich des Lohnangebotes von Seiten des BVDMs kritisiert Werneke die Laufzeit der Erhöhung und Einmalzahlungen über einen Zeitraum von 30 Monaten hinweg. Das Angebot sei für Verdi nicht akzeptabel und liege weit unterhalb der Tarifabschlüsse aller anderen Branchen des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Durch die zu erwartenden Preissteigerungen in den nächsten Jahren würden die angebotenen Erhöhungen und Einmalzahlungen unter dem Strich zu “einer Reduzierung der verfügbaren Einkommen für die Beschäftigten in der Druckindustrie führen”.

Der offene Brief des stellvertretenden Verdi-Vorsitzenden Frank Werneke zu den Tarifverhandlungen in der Druckindustrie steht als PDF zum Download bereit.

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