Canons neues Flaggschiff soll Plus in Sachen Produktivität und Medienvielfalt bieten

Monochromer Produktionsdruck: Canon stellt die Océ Varioprint 6000 Titan vor

Die Océ Varioprint 6000 Titan ist Canons neues Flaggschiff für den monochromen Produktionsdruck. Das Bogensystem feierte seine Weltpremiere im Porsche Eventcenter in Leipzig und soll ab Ende September verfügbar sein.

Die neue Océ-Varioprint-6000-Titan-Serie ist in vier Produktivitätsklassen verfügbar: als Varioprint 6180, 6220, 6270 und 6330. Das Spitzenmodell erreicht dabei laut Hersteller eine maximale Geschwindigkeit von 328 A4-Bildern pro Minute im Schön- und Widerdruck. Für Besitzer der anderen Modelle gibt es laut Canon die Möglichkeit, für Peak-Produktionen oder einem insgesamt gesteigerten Druckvolumen temporär oder auch dauerhaft auf eine schnellere Konfiguration aufzurüsten. Durch das maximale Format von 350 x 500 mm lassen sich zum Beispiel in der Bücherproduktion Vierfachnutzen drucken – und das dank der herstellereigenen Gemini-Instant-Duplex-Technologie zeitgleich von beiden Seiten. Dazu kommen zwei gespiegelt zueinander befindliche Bebilderungseinheiten zum Einsatz, zwischen denen der Bogen durchgeführt und zeitgleich von beiden Seiten bedruckt wird – was sich laut Canon auch in einer besonders hohen doppelseitigen Registerhaltigkeit auswirkt. Zudem gibt es eine aktive Bogenausrichtung direkt vor dem eigentlichen Druck.

Zur Druckqualität sollen aber auch die Screen-Point-Technologie sowie der Supercell-Halbton-Algorithmus beitragen. Während ersteres laut Canon den Bildtyp erkennt und bei der Umwandlung von Farb- zu Graustufen-Daten helfen soll, sorgt letzteres für die stufenlose Darstellung von bis zu 200 Graustufen bei 180 lpi. Zusammen mit der Copy-Press-Technologie, bei der der Toner mit einer niedrigeren Hitze und Druck auf dem Bogen fixiert wird, sei das Ergebnis ein mattes Druckbild mit einer Offset- ähnliche Anmutung.

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Nachhaltigkeit im Tonerdruck Durch die niedrigere Temperatur beim Fixieren soll die neue Océ Varioprint 6000 Titan auch in Sachen Nachhaltigkeit einiges bieten. So sei der Ozon-Ausstoß um 97 Prozent geringer als bei vergleichbaren Systemen und damit quasi nicht mehr vorhanden. Auch der Energieverbrauch soll 30 Prozent niedriger sein, ebenso wie die Wärmeemmission und die Lautstärke des Drucksystems. Ein spezielles Klima sei zum Betrieb der Océ Varioprint 6000 Titan daher nicht nötig.

Dünndruckpapiere erhöhen die Anwendungsvielfalt

Dank des Light Weight Media Kit lassen sich mit der Océ Varioprint 6000 Titan nun auch Dünndruckpapiere ab 45 g/qm verarbeiten. Um ein Flattern des Substrates zu vermeiden kommt in der Druckeinheit Druckluft von zwei Seiten zum Einsatz, die den Bogen gerade und ruhig halten soll. So lassen sich mit der Bogendruckmaschine zum Beispiel auch Beipackzettel produzieren. Insgesamt verarbeitet die Océ Varioprint 6000 Titan laut Hersteller glatte, beschichtete und strukturierte Bedruckstoffe von 45 bis 300 g/qm.

Offene Schnittstelle für Endverarbeitungsmodule Für die Weiterverarbeitung stehen verschiedene Möglichkeiten wie etwa die Broschürenerstellung, Klebebindung, Fälzelbindung sowie das Stanzen und Schneiden über die offene Document-Finishing-Device-(DFD)-Schnittstelle zur Verfügung. Neben den vier Geschwindigkeitsstufen gibt es die Océ Varioprint 6000 Titan auch in zwei Modellausführungen: als gleichnamige Standardversion für den Einsatz im grafischen Markt und Inhouse-Druckereien und als Titan TP für Transaktionsdruckanwendungen.

Angesteuert wird das Bogendrucksystem vom Prismasync-Druckserver V7, der dank einer größeren Funktionalität eine Auftragsplanung von bis zu acht Stunden und damit eine unbeaufsichtigte Produktion ermöglicht. Die neue Maschinen-Reihe ist laut Canon ab Ende September verfügbar.

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