Print on Demand


Print on Demand bedeutet Drucken auf Abruf – vom T-Shirt über Einladungen bis zu Büchern. Vorteile/Nachteile + Anbieter + News hier!

Mit dem Print-on-Demand-Verfahren (POD) kann heute jedermann sein individuelles Druckprodukt produzieren lassen, vom T-Shirt über die Einladungskarte bis hin zum eigenen Buch. In der Regel läuft POD über Web-to-Print-Plattformen, auf denen das Produkt digital durch den Kunden gestaltet wird. Je nach Geschäftsmodell unterzieht es der Anbieter einer mehr oder weniger strengen Qualitätskontrolle, und dann wird gedruckt. Alle Informationen über das Print-on-Demand-Verfahren, seine Vor- und Nachteile sowie eine Auswahl an Anbietern finden Sie auf dieser Seite. Plus: Immer die aktuellsten News aus der Druckbranche.
Inhaltsverzeichnis:

Was ist Print on Demand?

Print on Demand (POD) ist ein Verfahren zur Produktion von gedruckten Medien, es lässt sich kurz gesagt als Druck auf Abruf beschreiben. Basis ist der Digitaldruck. Er ermöglicht drei elementare Schritte des Print-on-Demand-Verfahrens:

  1. den Druck anhand von Daten, die in digitaler Form dauerhaft vorgehalten werden
  2. die Produktion unmittelbar nach einer Bestellung
  3. den Druck von sehr kleinen Auflagen bis hin zu Einzelexemplaren

Daran zeigt sich bereits ein wesentlicher Vorteil von POD: Er ist auch für Kleinauflagen rentabel, nicht zuletzt, weil keine Lagerhaltungskosten anfallen. Weitere Vorteile (Sprungmarke) und Nachteile (Sprungmarke) des On-Demand-Verfahrens fassen die nachfolgenden Absätze zusammen.

Das Buch – eine wichtige Facette von Print on Demand
Das Buch ist eine wichtige Facette von Print on Demand, aber nicht die einzige. Auch sehr viele andere Produkte lassen sich auf Abruf drucken.

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Wie funktioniert Digitaldruck?

Bedingung für den Digitaldruck ist, dass die Druckdaten in elektronischer Form vorliegen. Alle Informationen werden als Datensatz an den Rechner des Drucksystems übertragen und im Raster Image Processor (RIP) auf die Anforderungen des Drucksystems hin umgewandelt. Ist dieser Prozess abgeschlossen, kann der Druckauftrag direkt gestartet werden.

⇒ Mehr über den Digitaldruck und seine Möglichkeiten erfahren Sie hier.

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Was wird mit Print on Demand produziert?

Häufig wird der Begriff Print on Demand automatisch mit der Produktion von Büchern gleichgesetzt. Prinzipiell kann damit aber jegliche Druckproduktion gemeint sein, solange sie auf Abruf geschieht. Insofern gehören auch die großen Online-Druckereien zu den Print-on-Demand-Anbietern, und neben dem Buch als Softcover oder Hardcover gehören beispielsweise zu den zahlreichen möglichen Produkten:

  • Kalender
  • Akzidenzen wie Broschüren
  • Textilien wie T-Shirts
  • Karten und Einladungen

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Die Vorteile von Print on Demand

Für die Auftraggeber bietet Print on Demand den Vorteil, dass sie ihre Produkte relativ kostengünstig und unkompliziert produzieren lassen können. Für Buchautoren kommt hinzu, dass sie sich nicht auf etwaige inhaltliche Kompromisse mit Verlagen einlassen müssen. Weitere Vorteile von On-Demand-Drucken sind:

  • Das Produktionsrisiko wird gesenkt.
  • Es fällt keine Makulatur an.
  • Aktualisierungen und Nachdrucke sind bei Bedarf jederzeit möglich.
  • Auch Produkte, die im klassischen Auflagendruck unrentabel wären, können vertrieben werden.
  • Auch Produkte mit geringerer Nachfrage können jederzeit auf Wunsch geliefert werden.
  • Die Lebensdauer der einzelnen Produkte lässt sich beliebig ausdehnen.
  • Die einzelnen Exemplare können personalisiert werden.
  • Die Lagerhaltungskosten werden reduziert.
  • Durch Dezentralisierung des Drucks werden die Transportkosten reduziert.

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Die Nachteile von Print on Demand

Print on Demand birgt auch einige Nachteile – sowohl für die Auftraggeber und ihre Kunden, die Endabnehmer oder Leser, als auch für Verlage und Drucker. Diese Nachteile sind:

  • Nachteil für Auftraggeber: Bei hoher Auslastung des Druckdienstleisters können die Lieferzeiten deutlich länger werden als für den konventionellen Druck von hohen Auflagen.
  • Nachteil für Auftraggeber: Für die Vorhaltung der Druckdaten in digitaler Form entstehen laufende Kosten.
  • Nachteil für Buchautoren und Leser: Anbieter von Print-on-Demand-Services bieten oft nur wenige Formate, Papiersorten und andere Ausstattungsmerkmale, um trotz kleiner Auflagen von vielen Auftraggebern auf ihre Kosten zu kommen.
  • Nachteil für Buchverlage: Der Zuwachs an sogenannten “Vanity Publishers” (s. u.) lässt die Reputation des Print-on-Demand-Services sinken.
  • Nachteil für Leser bzw. Kunden: Sogenannte “Vanity Publishers” publizieren ohne Qualitätssicherung.

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Was bedeutet Print on Demand für Verlage?

Yogesh Torani, Geschäftsführer der Books on Demand GmbH (BoD), sieht in Zeiten von E-Books das On-Demand-Modell als neue Perspektive für Buchverlage: “Der Buchmarkt befindet sich in einem grundlegenden Wandel, der Verlage vor Herausforderungen stellt. Die wachsende Titelvielfalt in einem stagnierenden Gesamtmarkt führt zu geringeren Auflagen pro Titel. Die zunehmende Popularität von elektronischen Büchern verstärkt diesen Trend.”

Self-Publishing: Print gewinnt an Bedeutung
Print on Demand kann die Vielfalt auf dem Buchmarkt erhöhen und Verlagen trotz der zunehmenden Aufsplitterung ihres Angebots helfen, auf ihre Kosten zu kommen.

Dadurch werde Print auf Abruf weiter an Bedeutung gewinnen. “Zudem werden die Produktionstechnologien qualitativ und wirtschaftlich große Schritte machen”, sagt Torani, “sodass es künftig nicht nur in der Qualität, sondern bei kleinen und mittleren Auflagen auch beim Preis keine Unterschiede mehr zwischen dem Offset- und dem Digitaldruck geben wird.”

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Neue Möglichkeiten dank Selbstverlag

Die Kombination aus Selbstverlag (Self-Publishing) und POD kann für Verlage weitere Chancen bieten: So sind einige von ihnen – darunter auch etablierte belletristische – schon dabei, sich via Onlineplattformen auf Talentsuche zu begeben, zum Beispiel Droemer-Knaur innerhalb der Holtzbrinck Publishing Group auf Neobooks.com. Plattformen dieser Art locken Autoren mit Seminarangeboten, Wettbewerben, Crowdfunding oder der Möglichkeit der Veröffentlichung des ersten Buchs – sei es als E-Book oder im Print.

⇒ Mehr über den Selbstverlag (Self-Publishing) erfahren Sie hier.

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Anbieter von Print on Demand

Da es zahlreiche Anbieter von Print on Demand gibt, stellt die folgende Übersicht eine Auswahl aus dem Buchbereich zusammen. Hier finden Sie Online-Druckereien, die andere Druckprodukte wie Broschüren und T-Shirts gestalten.

Print-on-Demand-Anbieter (Plattform) Partner Verlag oder Unternehmen Kontakt
BoD Books on Demand
  • Amazon
  • Bücher.de
  • eBook.de
  • Google Play
  • iBooks
  • kobo
  • Hugendubel
  • Mayersche
  • Thalia
  • Tolino
Books on Demand GmbH
BookRix
  • Amazon
  • beam
  • Bücher.de
  • eBook.de
  • iBookstore
  • pubbles
  • Thalia
bookRix GmbH & Co. KG Online-Kontaktformular
epubli
  • Amazon
  • Barnes&Noble
  • Google
  • iBooks
  • tolino
Neopubli GmbH, Holtzbrinck Publishing Group
Neobooks
  • Amazon
  • Apple
  • Google
  • Thalia
Neopubli GmbH, Holtzbrinck Publishing Group team@neobooks.com
tolino media
  • Bücher.de
  • eBook.de
  • Hugendubel
  • Libri
  • Mayersche
  • meineBuchhandlung, myBookShop
  • Osiander
  • Thalia
  • Weltbild
tolino media GmbH & Co. KG
tredition
  • Amazon
  • Google Play
  • Hubendubel
  • Ingram
  • KNV
  • kobo
  • Libri
  • Mayersche
  • Thalia
  • umbreit
Tredition GmbH
Twentysix
  • Amazon
  • Apple iBooks
  • Google Play
  • Hugendubel
  • Thalia
  • Tolino
Kooperation von Random House und BoD
Westfälische-Reihe
  • KNV
  • Libri
  • Umbreit
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Artikel erstmals erschienen 2018, letzte Aktualisierung 05.12.2018.