Automatisiertes System soll Kunststoffverpackungen ersetzen

Sitma stellt Papierverpackungssystem FlatPack für Möbel vor

FlatPack von Sitma ist für automatisierte Produktionsabläufe ausgelegt und soll sich in bestehende Verpackungslinien integrieren lassen.
FlatPack von Sitma ist für automatisierte Produktionsabläufe ausgelegt und soll sich in bestehende Verpackungslinien integrieren lassen.(Bild: Sitma)

Sitma hat FlatPack vorgestellt, ein automatisiertes, papierbasiertes Verpackungssystem für Möbelplatten. Entwickelt wurde es gemeinsam mit einem weltweit tätigen Möbelhersteller für industrielle Produktions- und Logistikprozesse; einen konkreten Zeitpunkt für die Markteinführung nennt Sitma nicht. Das System soll Kunststoff in der Primärverpackung ersetzen, den Materialeinsatz reduzieren und sich in bestehende Verpackungslinien integrieren lassen.

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FlatPack ist als automatisierte Primärverpackung für Möbelplatten konzipiert. Nach Angaben von Sitma wurde das System auf Basis der bisherigen Erfahrungen des Unternehmens mit papierbasierten Verpackungen für die Anforderungen der Möbelproduktion und -distribution entwickelt. Das System arbeitet mit einer kontinuierlichen, an die Produktgröße angepassten Verpackung. Dadurch sollen kompakte Packungen entstehen und der Materialeinsatz reduziert werden. Eine nach innen gefaltete Verpackungsgeometrie soll zudem die Palettierung sowie die Raumnutzung und Stabilität beim Handling entlang der Lieferkette verbessern.

Anleitungen und Montagekits im Verpackungsprozess

Neben dem eigentlichen Verpacken integriert FlatPack weitere Arbeitsschritte in den Workflow. So kann das System Bedienungs- beziehungsweise Montageanleitungen und Beilagen zuführen. Auch Werkzeugboxen oder Montagesets lassen sich nach Herstellerangaben in die Verpackung integrieren, sodass die verschiedenen Produktbestandteile gemeinsam verpackt werden können. Sitma zufolge ist FlatPack für den Einsatz unter industriellen Produktions- und Logistikbedingungen ausgelegt. Das System soll die Möbelteile während Lagerung, Transport und Handling im Handel schützen und zugleich ein einheitliches Erscheinungsbild der Verpackungen ermöglichen.

Bedruckbares Papier als Informationsfläche

Durch den Wechsel von Kunststofffolie zu bedruckbarem Papier kann die Verpackung außerdem als Kommunikationsfläche genutzt werden. Produktinformationen, Anleitungen, Markeninhalte und Informationen zur Nachhaltigkeit lassen sich direkt auf die Verpackung drucken. Nach Darstellung von Sitma können dadurch zusätzliche Materialien eingespart werden.

„FlatPack ist ein wichtiger Schritt, um Nachhaltigkeit mit industrieller Leistungsfähigkeit zu verbinden“, sagt Stefano De Marco, CEO von Tecnau und Sitma. „Mit dieser Lösung ermöglichen wir Herstellern, Kunststoff aus der Primärverpackung zu eliminieren und gleichzeitig die Effizienz, den Schutz und die Skalierbarkeit beizubehalten, die in modernen Produktions- und Logistikumgebungen erforderlich sind. Sie spiegelt unser Bestreben wider, konkrete, produktionsreife Innovationen bereitzustellen, die den Übergang unserer Kunden zu nachhaltigeren Abläufen unterstützen.“

Integration in bestehende Verpackungslinien

FlatPack ist für automatisierte Produktionsabläufe ausgelegt und soll sich in bestehende Verpackungslinien integrieren lassen. Das System kann nach Herstellerangaben an unterschiedliche Plattenformate und Produktionsanforderungen angepasst werden. Sitma positioniert FlatPack als Kombination aus papierbasierter Verpackung, Automatisierung und Logistikoptimierung. Ziel sei es, den Einsatz von Kunststoff zu verringern, ohne Einbußen bei Produktivität, Schutz, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit in Kauf nehmen zu müssen.

Sitma entwickelt seit 1965 Verpackungs- und Sortierlösungen. Das Unternehmen bedient unter anderem die Bereiche Konsumgüter, Tiefkühlprodukte, grafische Industrie, Direct Mail und E-Commerce-Fulfillment. Zum Portfolio gehören Systeme für automatisierte Identifikation, Auftragsabwicklung, E-Commerce-Automatisierung und Sortierung. Nach eigenen Angaben ist Sitma in mehr als 70 Ländern aktiv und kommt auf mehr als 9.000 Installationen.