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Das war die Designkonferenz FURE 2018

Typografie: Volles Haus: Rund 250 Teilnehmer lauschten den zehn Vorträgen des ersten Tages bei der FURE 2018. Sonja Knecht widmete sich in ihrem Eröffnungsvortrag den sprachlichen Aspekten der Textgestaltung.
Volles Haus: Rund 250 Teilnehmer lauschten den zehn Vorträgen des ersten Tages bei der FURE 2018. Sonja Knecht widmete sich in ihrem Eröffnungsvortrag den sprachlichen Aspekten der Textgestaltung.(Bild: Christian Trick)


Die Konferenz „Future of Reading“ an der FH Münster versteht sich als Plattform für die Diskussion über analoge und digitale Lesemedien und fand im Spätherbst 2018 zum zweiten Mal statt. Grundsätzlich konzentriert sich die Designkonferenz auf die Chancen und Herausforderungen des Umbruchs in der Medienwelt. Ein Rückblick in Bildern.

 

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Klare Sprache und angemessene Typografie für Erkenntnis und Leselust

Am ersten Konferenztag kamen Vertreter der gestalterischen und typografischen Praxis zu Wort. Einen besonderen Schwerpunkt bildete der Bereich Inklusion. Am zweiten Tag mit dem Motto „Design meets Science“ (FURE Plus) ging es unter anderem um kognitive und körperliche Rezeptionsprozesse, um Semiotik und Medientheorie. [7702/siw]

Es kann beginnen: Tag 1 der FURE 2018 ...
Begeistert und begeisternd, von links: die Gastgeber Prof. Dr. Lars C. Grabbe, Prof. Rüdiger Quass von Deyen (beide FH Münster) und Patrick Marc Sommer (Berlin).
Volles Haus: Rund 250 Teilnehmer lauschten den zehn Vorträgen des ersten Tages. Sonja Knecht widmete sich in ihrem Eröffnungsvortrag den sprachlichen Aspekten der Textgestaltung.
Gute Typografie macht Leichte Sprache noch besser verständlich: Sabina Sieghart.
Mikrotypografische Studie von Sabina Sieghart: Die Schrift „Thesis mix“ ist gut lesbar, da die Punzen (1) von a, e und s groß gestaltet sind und die Buchstabenformen sich klar unterscheiden. Die Serifen (2) verstärken die Bandwirkung einer Zeile. Neben dem Kontrast von Schrift zu Hintergrund, Mittellänge der Schrift, Strichstärke und Laufweite ist der optimale Zeilenabstand (3) entscheidend für die Lesbarkeit des Textes.
Mikrotypografische Studie von Sabina Sieghart: In einer empirischen Studie mit 145 Menschen mit Lernschwierigkeiten wurden vier Schriften der Thesis-Sippe und die bislang empfohlene Schrift Arial getestet. Am besten schnitt die Thesis Sans ab.
Makrotypografische Studie von Sabina Sieghart, unter anderem zu der Frage: Nutzen Leser mit Lernschwierigkeiten Makrotypografie zum Textverständnis? Qualitative Studie mit 36 Menschen mit Lernschwierigkeiten und funktionalen Analphabeten. Zehn verfremdete Prototypen in schwerer und Leichter Sprache wurden getestet, im Bild eine Tageszeitung und ein Vertrag. Ergebnis: Die Zeitung wird sofort als Zeitung erkannt. Bild aus Bettina M. Bock: „Leichte Sprache“ – Kein Regelwerk. Sprachwissenschaftliche Ergebnisse und Praxisempfehlungen aus dem LeiSA-Projekt. 2018. S. 71
Julia Wiesmann (links) und Nina Lakeberg stellten ihr Smartfox-Bachelorprojekt vor, das Eltern darin unterstützt, Kinder an digitale Medien heranzuführen.
Soll Kinder an den klugen Umgang mit digitalen Medien heranführen: das Smartfox-Bachelorprojekt von Nina Lakeberg und Julia Wiesmann – Lesen auf Papier ...
Soll Kinder an den klugen Umgang mit digitalen Medien heranführen: das Smartfox-Bachelorprojekt von Nina Lakeberg und Julia Wiesmann – Lesen auf Papier ...
Soll Kinder an den klugen Umgang mit digitalen Medien heranführen: das Smartfox-Bachelorprojekt von Nina Lakeberg und Julia Wiesmann – Lesen auf Papier ...
Soll Kinder an den klugen Umgang mit digitalen Medien heranführen: das Smartfox-Bachelorprojekt von Nina Lakeberg und Julia Wiesmann – analog und digital ...
Soll Kinder an den klugen Umgang mit digitalen Medien heranführen: das Smartfox-Bachelorprojekt von Nina Lakeberg und Julia Wiesmann – analog und digital, inklusive Basteln mit Schere und Stift.
Ruslan Krohn, Mitbegründer der Digitalagentur TBO Interactive, beschwor die geradezu therapeutische Wirkung des vertieften Lesens auf Papier für die „Generation Screen“.
Nils Tiemann, Hersteller bei den Ullstein Buchverlagen: „Warum sollte vertieftes Lesen nur auf Papier möglich sein?“
Zu Wahrnehmung und „Anschauung“ – Dr. Martina Sauer, als Bildwissenschaftlerin unter anderem für das Museum Frieder Burda tätig, zeigte am Beispiel der Künstler Josef Albers und Anselm Kiefer, wie Maler forschen. Ob analog oder digital bzw. virtuell – Wirkung und Rezeption sind abhängig von den Bedingungen menschlicher Wahrnehmung.
Aus Kanada eingeflogen: Andrew McLuhan, Enkel des visionären Medientheoretikers Marshall McLuhan (1911–1980). Dessen Erbe hält er, nachdem sein Vater Eric im Mai 2018 verstarb, nun allein lebendig; unter anderem entwickelt er „The McLuhan Studies“ (1930–1980) für die Zukunft weiter.
Prof. Dr. Patrícia Dias forscht in der Fakultät Humanwissenschaften der Katholischen Universität Portugals (Universidade Católica Portuguesa) über den Umgang junger Familien mit analogen und digitalen Medien. Sie prägte dafür den Begriff „phygital“ – denn man nutzt beides: neben digitalen Medien auch gedruckte Publikationen.
Im Blätterwald: Während der Pausen könnte man im Ausstellungsraum die Publikationen der FH Münster durchblättern, konnte sich von Studierenden der Illustrationsklasse porträtieren lassen oder einfach nur einen Espresso genießen.

 

Näheres zur FURE erfahren Sie in der Ausgabe 2/2019 von Deutscher Drucker:

PDF-Download: Deutscher Drucker 2/2019

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