Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Harenberg stellt Buchreport zum Verkauf

Buchmarkt in Deutschland: Der Buchreport und die "Spiegel"-Bestsellerlisten sind aktuell feste Größen für die Branche.
Buchmarkt in Deutschland: Der Buchreport und die "Spiegel"-Bestsellerlisten sind aktuell feste Größen für die Branche.(Bild: Pixabay/S. Hermann & F. Richter )

Die Harenberg GmbH (Bergisch-Gladbach) sucht Käufer für ihr Kernprodukt, das Fachmagazin Buchreport. Wie der Verlag „in eigener Sache“ meldet, wurden entsprechende Gespräche mit potentiellen Erwerbern bereits begonnen. Am 8. Dezember 2023, wurde zudem ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für den Verlag gestellt.

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Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Conrads vom Kölner Büro der Pluta Rechtsanwalts GmbH bestellt. Der Verlag ist neben dem Buchreport auch für die Erstellung der „Spiegel“-Bestsellerlisten verantwortlich. Bis auf Weiteres wird der Geschäftsbetrieb fortgeführt.

Harenberg ist direkt und indirekt von der Schieflage der gesamten Busch Glatz Gruppe betroffen. Für mehrere andere Gesellschaften der Unternehmensgruppe wurden bereits Insolvenzverfahren beantragt bzw. eröffnet. Um einen Überblick zu bewahren, gibt es eine eigene Website zu diesen Verfahren: bg-abwicklung.de.

Wie diverse Medien im Sommer 2023 meldeten, war die MG Medien Gruppe (vormals Busch & Glatz GmbH) mit Sitz in Mönchengladbach „aufgrund der deutlich gestiegenen Kosten bei Druck, Papier und Logistik in existentielle Schwiergkeiten geraten“. Die Busch Glatz Germany GmbH ist als Teil der MG Medien Gruppe auch von der Insolvenz betroffen.

Der Buchreport-Verlag Harenberg Kommunikation war erst im Herbst 2021 vom Spiegel-Verlag an die Fachmedien-Gruppe Busch Glatz verkauft worden. Harenberg war seit 2007 eine Tochter des Spiegel-Verlags gewesen.