Künftig ohne gedruckte Packungsbeilage: Nach den Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll die digitale Patienteninformation neuer Standard werden. (Bild: Pixabay/jarmoluk)
Der gedruckte Beipackzettel, der aktuell jedem Medikament in gedruckter Form beiliegen muss, soll künftig nur noch digital verfügbar sein. Offenbar plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Umsetzung entsprechender Regelungen der Europäischen Union (EU).
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Eine digitale Packungsbeilage biete viele Vorteile, sagte die CDU-Politikerin dem Nachrichtenportal Politico. Man könne sie automatisch übersetzen oder sich vorlesen lassen und auch die Schriftgröße anpassen. Auch Aktualisierungen seien leichter möglich. Warken betonte zugleich, dass aber weiterhin jeder Patient ein Recht auf eine gedruckte Packungsbeilage habe. Diese solle dann auf Verlangen von der Apotheke ausgegeben werden.
Ob und für welche Arzneimittel zusätzlich eine Papierversion beibehalten werden soll, ist bislang noch offen. Darüber können die EU-Mitgliedsstaaten selbst entscheiden. Apotheker und der Sozialverband VdK hatten sich im vergangenen Jahr dafür ausgesprochen, die gedruckte Packungsbeilage beizubehalten. Die Hersteller wiederum fordern schon seit Längerem eine Umstellung auf digitale Packungsbeilagen. Die entsprecheden Informationen könnten dann über einen auf der Packung aufgedruckten QR-Code abgerufen werden.