Druckerei Siepmann investiert rund 3 Millionen Euro
von Redaktion,
Die Hamburger Druckerei Siepmann investiert in neue Technologie. (Bild: Druckerei Siepmann)
Die Hamburger Druckerei Siepmann investiert rund 3 Millionen Euro in neue Technologien. Das Investitionspaket umfasst sowohl eine neue Heidelberg Speedmaster XL 106, die in diesem Monat installiert wird, sowie eine Versafire LV. Beide Systeme werden in den ebenfalls neuen Prinect-Workflow eingebettet.
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Siepmann ist spezialisiert auf die Herstellung von Beipackzetteln, Verpackungen und hochwertigen Akzidenzdrucksachen. Um die nötige Qualitäts- und Prozesssicherheit zu gewährleisten, sei es entscheidend, den technologischen Fortschritt aktiv mitzugehen, so das Unternehmen.
Die neue Speedmaster XL 106 bringt unter anderem dank ihrer Trocknerlösungen deutliche Energieeinsparungen mit sich. Die Inline Inspektion 4, eine neue Generation der automatischen Qualitätskontrolle, bietet laut Hersteller während des gesamten Drucklaufs eine vollflächige Überwachung jedes Bogens und gleicht ihn konstant mit den hinterlegten PDF-Daten ab. Für die Produktion sensibler Druckerzeugnisse wie pharmazeutische Beipackzettel oder anspruchsvolle Verpackungen bedeute dies ein bisher unerreichtes Maß an Sicherheit und Fehlervermeidung.
Als Ergänzung zu der bestehenden HP Indigo 7900 wurde zudem eine Versafire LV installiert, die mit feiner Detailauflösung, flexiblen Substraten und ihrer Integration in den Heidelberg-Workflow überzeuge. Sie kommt für kleine bis mittlere Auflagen sowie individualisierte Druckprodukte zum Einsatz.
Neuer Prinect-Workflow
Ein wesentlicher Schritt in Richtung Zukunft ist laut Siepmann die Einführung des neuen Prinect-Workflows. Er verknüpft sämtliche Produktionsschritte digital, von der Kalkulation über die Vorstufe bis hin zu den Maschineneinstellungen im Druck und in der Weiterverarbeitung. Besonders wertvoll für die Druckerei Siepmann ist nach eigenen Angaben das integrierte Planungstool, das nun auch die Vielzahl der vorhandenen Weiterverarbeitungsmaschinen intelligent einbezieht. Dadurch lassen sich Kapazitäten präziser steuern, Abläufe besser abstimmen und Engpässe frühzeitig erkennen. Der gesamte Produktionsfluss wird stabiler, Fehlerquellen werden reduziert und die Durchlaufzeiten spürbar kürzer.
Geschäftsführer Mark Siepmann beschreibt die Investition als einen konsequenten Schritt in die Zukunft: „Unsere Kunden erwarten Präzision, Flexibilität und absolute Prozesssicherheit. Mit den neuen Heidelberg-Systemen schaffen wir die Voraussetzungen, diese Ansprüche heute und morgen zuverlässig zu erfüllen. Die Investition ist ein klares Bekenntnis zu Qualität, Nachhaltigkeit und innovativer Weiterentwicklung.“
Ergänzend zur Heidelberger-Technologie wurde außerdem ein neues Kaschiersystem von Horizon angeschafft, das neben klassischer Folienkaschierung auch Sleeking ermöglicht – ein digitales Veredelungsverfahren für metallische Effekte.