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Zur Herstellung der Tageszeitungen für Bremen

Druckhaus Delmenhorst investiert in zusätzliche Rotation

Kurz nach der Vertragsunterzeichnung: Gerhard Tapken (l.), Eigentümer Druckhaus Delmenhorst, und Günter Noll, Vertriebsleiter Koenig & Bauer Digital & Webfed. (Bild: Koenig & Bauer)

Das Druckhaus Delmenhorst hat beim Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer eine Zeitungsrotation vom Typ Commander CL bestellt. Auf ihr sollen ab Ende 2020 unter anderem der Weser-Kurier, die Bremer Nachrichten und die Verdener Nachrichten gedruckt werden. Hintergrund ist die Schließung des Druckhauses Bremen-Woltmershausen durch die Bremer Tageszeitungen AG und die Vergabe der Druckproduktion nach Delmenhorst.

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Die Commander CL in Parterre-Ausführung besteht aus drei Achtertürmen (zum Druck von maximal 48 Seiten), zwei Klappenfalzapparaten KF 5 und drei Rollenwechslern Pastomat mit Auspackstation und Rollenbeschickung Patras A. Die neue Anlage soll laut einer Pressemitteilung von Koenig & Bauer im 4. Quartal 2020 ihren Betrieb aufnehmen.

„Unsere vorhandene Commander CT ist sehr gut ausgelastet. Aufgrund der neuen Druckaufträge, die wir ab Dezember 2020 drucken werden, brauchten wir eine Kapazitätserweiterung. Durch die partnerschaftliche und lange Zusammenarbeit mit Koenig & Bauer in den vergangenen Jahrzehnten, war schnell klar, dass wir uns für eine Maschine aus Würzburg entscheiden“, so Gerhard Tapken, der Eigentümer des Druckhauses Delmenhorst.

Im Druckhaus Delmenhorst war 2013 eine Koenig & Bauer Commander CT 6/2 in Betrieb gegangen. Das Unternehmen hieß damals noch Druckhaus Rieck. Der damalige Geschäftsführer Gerhard Tapken hatte im September 2018 dann die Druckerei aus der Insolvenz erworben und in Druckhaus Delmenhorst umfirmiert. Die in Delmenhorst und Haldensleben tätigen Druckhäuser der Rieck Medien GmbH & Co. KG hatten Anfang März 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

“Die richtige Entscheidung”

Durch Investitionen und innovative Ideen habe Gerhard Tapken die Druckerei aus der Insolvenz herausführen und wieder auf solide Füße stellen können, heißt es in der Pressemitteilung weiter und zitiert den Druckerei-Eigentümer: „Viele haben mich damals für verrückt gehalten. Aber wenn ich jetzt zurückblicke, kann ich sagen, dass es auf jeden Fall die richtige Entscheidung war.“ Eine Rolle bei der Rettung des Unternehmens spielten seinerzeit auch Mitarbeiter, die auf einen Teil des Lohns verzichtet hatten und damit die Verlängerung der Insolvenzphase ermöglichten.

Neben den neuen Druckaufträgen produziert die Druckerei zahlreiche Beilagen und Wochenzeitungen im Lohndruck. Die Wochenproduktion erreicht mehrere Millionen Exemplare. Die neue Commander CL kann eine maximale Papierbahnbreite von 1.400 mm bedrucken und verfügt über einen Zylinderumfang von 1.000 mm. Sie ist unter anderem mit Rollertronic Walzenschlössern, Farbwerk- und Zylinderwaschanlage, Fanout-, Farbmess- und Regelsystemen, Farb- und Schnittregisterregelungen und vollautomatischem Plattenwechsler ausgestattet.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Schöne Grüße an den Weser – Kurier. Danke , dass das Druckhaus in Woltmershausen geschlossen wird und meine 130 Kollegen und ich dann auf der Straße stehen.

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