MKW weiß eben, wie‘s geht!

Maßgeschneidertes Auslagesystem für die Kalenderproduktion bei Röderaue realisiert

Automatische Auslage der Kalendersätze bei Röderaue-Broschüren – dank der von MKW gelieferten Hochstapelauslage (mit Übergabeband und integriertem Auslage-Schiebersystem). Angedockt an die gebrauchte Theisen&Bonitz-ZTM.

Die Röderaue-Broschüren GmbH trägt ihre DNA bereits im Namen. Seit mittlerweile 32 Jahren dreht sich im sächsischen Lampertswalde alles um das geheftete und geklebte Produkt. Mit einem Team von 15 Mitarbeitern hat sich der Betrieb eine Spezialistenrolle erarbeitet, die heute wertvoller ist denn je: die eines breit aufgestellten Druckweiterverarbeiters.

Die Kundenklientel besteht aus Druckereien, Aufträge von Onlinedruckern machen einen beträchtlichen Anteil am Produktionsvolumen aus. Ob klassische Rückstichheftung, hochwertige Klebebindung oder komplexe Falzprodukte: Der Maschinenpark ist auf Vielseitigkeit getrimmt. Von der Schneidstraße über diverse Kombifalzmaschinen bis hin zur Zusammentrag- und Heftstation ist technisch alles vorhanden, um Planobögen bis zum Format 1.020 x 1.420 mm präzise zu verarbeiten.

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Im November 2024 hielt die Kalenderfertigung im Hause Einzug. Grund war die Schließung eines Partnerbetriebs in Dresden, dessen A2-Kalenderherstellung (samt Kunden) Röderaue übernahm, nicht jedoch den veralteten Maschinenpark. Zwar ließen sich diese Aufträge vor Ort in Lampertswalde abwickeln, „es musste aber sehr viel Masse manuell bewegt werden, was für die Mitarbeiter eine unglaubliche körperliche Belastung war“, so Geschäftsführerin Ute Pham. Vor allem in der Hochsaison war das ein Knochenjob. „Wir haben uns nach einer gebrauchten Zusammentragmaschine umgeschaut und auch regionale Maschinenbauer angefragt.“ Der Erfolg blieb überschaubar, bis Ute Pham auf MKW aufmerksam wurde.

Ute Pham

Die MKW Graphische Maschinen aus Ulmen in der Eifel ist ein spezialisierter Hersteller von Systemen für die Druckweiterverarbeitung, dessen modulare Zusammentragmaschinen weltweit im Einsatz sind. Das mittelständische Unternehmen entwickelt und fertigt Lösungen, die vom einfachen Zusammentragen bis zur kompletten Broschürenfertigung reichen und individuell auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden. „Nachdem wir uns für eine gebrauchte Zusammentragmaschine entschieden hatten, haben wir bei MKW angefragt, ob sie uns eine Lösung anfertigen könnten, mit der wir die Sätze direkt auf einen Wagen auslegen und ohne händisches Umstapeln abtransportieren können“, beschreibt Ute Pham den Kern der Anforderung.

MKW lieferte daraufhin die passende Antwort: eine Hochstapel-Auslage, kombiniert mit einem Übergabeband samt integriertem Auslage-Schiebersystem zur versetzten und damit gut greifbaren Auslage der Sätze. „Das ist gar kein Vergleich mehr zu der händischen Arbeit. Der gesamte manuelle Aufwand entfällt und wir schaffen, wenn wir nicht die vollen 16 Stationen der Maschine fahren, 1.500 bis 2.000 Kalender pro Stunde. Das ist eine Vervielfachung gegenüber der händischen Arbeit“, so Pham.

Große Prozesssicherheit

Das installierte System basiert auf zwei Hauptkomponenten. Das Übergabeband verfügt über ein integriertes Auslage-Schiebersystem, das baugleich auch für MKW-Zusammentragmaschinen eingesetzt wird. Dies ermöglicht eine prozesssichere Übernahme der gesammelten Sätze. Die anschließende Hochstapel-Auslage übernimmt das präzise Auslegen der Sätze wahlweise im Versatz oder im Block auf mobilen Palettenwägen oder speziellen Holzpaletten. Dabei erfolgt eine automatische Formatanpassung an die vorlaufende Maschine, sodass auch bei wechselnden Jobs ein reibungsloser Durchlauf ohne lange Rüstzeiten gewährleistet bleibt.

Durch eine Stapelhöhe von bis zu 60 cm werden die Bedienintervalle deutlich verlängert. Die mechanische Taktleistung liegt bei bis zu 4.000 Takten/h. Das Format orientiert sich an der vorlaufenden ZTM, wobei Größen von 35 x 50 bis 50 x 70 cm abgedeckt werden. Ein wesentlicher Aspekt war die Kompatibilität: Das Auslagesystem lässt sich herstellerunabhängig an vorhandene Maschinen anbinden und bietet die Option einer späteren Integration in eine komplette MKW-Linie.

Nach der „geräuschlosen“ Aufstellung letzten Herbst und einer Einweisung gab es für eine Nachjustierung in der Software noch einmal einen Besuch aus der Eifel. „Seither läuft die Maschine so, wie wir uns dies gewünscht haben.“

Kontakt:

Röderaue-Broschüren
www.roederaue-broschueren.com

MKW Graphische Maschinen
www.mkwgmbh.de