Effiziente Formatvielfalt

RPI Europe in Eindhoven (Niederlande) installiert eine der ersten Kolbus DA 160

Zufriedenheit auf jeder Ebene (von links): Kolbus-Sales-Director Henning Meier,
Sven Lambrechts (Vice President RPI Print), Nicoleta-Lucia Ruso (Maschinenführerin) und André Dokter vom Vertriebspartner Adkow.

RPI ist einer der weltweit führenden Hersteller von Fotobüchern und vergleichbaren Produkten, wie etwa individuellen Postkarten. Gegründet 1979 in Seattle, wuchs das Unternehmen rasch – auch durch eine Reihe von Firmenübernahmen. Darunter war 2011 die niederländische Druckerei Paro in Eindhoven, die bereits erfolgreich im Print-on-Demand-Bereich etabliert war.

Heute firmiert das Unternehmen als RPI Europe und beschäftigt im Durchschnitt 100 Mitarbeitende in zwei Schichten. Täglich verlassen bis zu 6.000 Bücher die Fertigung mit einer durchschnittlichen Auflage von 1,8 Exemplaren. In Spitzenzeiten sind es bis zu 9.000 Bücher.

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„Wir sind in den letzten Jahren schnell gewachsen mit Zuwächsen von 20 Prozent pro Jahr“, sagt Sven Lambrechts, Vice President Technology and Workflow von RPI Print. „Neben unseren eigenen E‑Commerce‑Kanälen arbeiten wir auch für mehrere große globale Marken. Darüber hinaus sind Kreativ-Plattformen und -Apps wichtige Kunden für RPI; Verbraucher entwerfen dort ihre eigenen Produkte, klicken einfach auf die ‚Druck‘-Taste, und wir übernehmen alles Weitere – einschließlich Produktion und Versand.“

Die Kolbus DA 160 ist das neue Einstiegsmodell in die automatische Buchdeckenfertigung und, obwohl erst seit kurzem verfügbar, bereits ein Verkaufsschlager. Die Maschine wartet mit einer Reihe von Innovationen auf.

Gesehen und überzeugt

Das enorme Wachstum machte schließlich auch Investitionen in die Technik nötig, vor allem in die Automatisierung der Buchfertigung. „Wir haben uns am Markt umgeschaut und auch schon einige Deckenmaschinen in die engere Wahl gezogen“, sagt Sven Lambrechts, „aber als wir dann auf der drupa 2024 den Prototyp der Kolbus DA 160 sahen, war die Entscheidung sofort gefallen.“ Doch war die Maschine eben nur ein Prototyp und noch nicht verfügbar.

Nicoleta-Lucia Ruso ist die „Chefin“ an der DA 160. Hier steht sie an dem neuen Leimwerk, das ein Umrüsten ohne aufwändigen Matrizenwechsel ermöglicht.

Kurzerhand stellte Kolbus RPI die größere Schwester DA 260 als Übergangslösung zur Verfügung. Im September 2025 wurde die DA 160 schließlich ausgeliefert. Die DA 260 wurde jedoch nicht an Kolbus zurückgegeben. RPI erwarb sie ebenfalls und schickte sie auf die Reise ins RPI-Werk Atlanta, wo sie Kolbus-Deckenmaschinen mit geringerem Automatisierungsgrad ergänzt. „In Atlanta produzieren wir uniformere Formate mit wenig Varianz, dafür ist die DA 260 gut geeignet. Die DA 160 hingegen gibt uns hier in Eindhoven die Formatflexibilität, die wir für unser Produktspektrum benötigen“, sagt Sven Lambrechts. „Wir haben rund 40 Formate im Angebot, darunter auch kleine Formate. Dafür ist die Maschine perfekt geeignet.“ Und besonders wichtig: Die Produkte sind verkaufsfähig ab dem ersten Exemplar – es gibt keine Makulatur.

Die Pappenzufuhr erkennt automatisch das eingelegte Pappenformat. Die Materialhandhabung wird damit erheblich vereinfacht.

Großes Lob hat Sven Lambrechts auch für den Kolbus-Service und den niederländischen Vertriebspartner Adkow übrig: Kleinere technische Schwierigkeiten wurden schnell ausgeräumt. „Die Kolbus-Ingenieure haben sofort verstanden, was wir benötigten.“ So waren anfänglich erforderliche Anpassungen schnell erledigt.

Blick in die Fertigung bei RPI in Eindhoven. Hier wird produziert, was Nutzer von beliebten Kreativ-Apps daheim an ihren Endgeräten erstellen und per Klick ordern.

Kontakt:

RPI Print
www.rpiprint.com

Kolbus
www.kolbus.com