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Unkomplizierte Maßnahmen zur Rationalisierung des Verwaltungs- und Vetriebsaufwands, um Kosten zu reduzieren.
Insider-Kolumne von Anette Jacob aus Deutscher Drucker

Ausbildung und Prüfung: Alles anders in 2020

Anette Jacob (50) ist gelernte Druckformherstellerin und hat an der BUGH Wuppertal Druckereitechnik mit Abschluss Dipl.-Ing. studiert. Seit 1999 ist sie Geschäfts- führerin des ZFA, Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien, und kümmert sich gemeinsam mit dem BVDM und der Gewerkschaft Verdi und allen anderen Akteuren um die Berufsbildung der Branche.(Bild: Copyright: Fotostudio bildsucht, www.bildsucht.com)

Seit mittlerweile 70 Jahren erstellt der ZFA bundeseinheitliche Prüfungen für die Druck- und Medienberufe und immer haben die Prüfungen planmäßig stattfinden können. Doch in diesem Jahr ist alles anders:

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Seit Mitte März wurden die Einschränkungen wegen des Corona-Virus drastischer, wie zum Beispiel Mindestabstand, Hygienevorschriften, Maskenpflicht und die Schließung von Berufsschulen. Wie kann Ausbildung dennoch funktionieren und wie können unter diesen Umständen Prüfungen durchgeführt werden?

Die zuständigen Gremien der Industrie- und Handelskammern entschieden, dass die Zwischenprüfungen im Frühjahr gestrichen werden. Die schriftlichen Sommer-Abschlussprüfungen wurden um fünf Wochen auf Mitte Juni verschoben. Die kompletten Prüfungsabläufe mussten neu organisiert werden, um die Corona-Vorschriften einzuhalten.
Wie haben die dualen Partner Berufsschule und Ausbildungsbetrieb in dieser Krise agiert?

Da in den Berufsschulen kein Präsenzunterricht mehr stattfinden konnte, mussten neue Wege gefunden werden, die Auszubildenden digital zu erreichen, um sie mit Unterrichtsmaterialien und Übungsaufgaben zu versorgen. Mit den ersten Lockerungen sind die Schüler unter strengen Auflagen wieder in die Schulen zurückgekehrt, vorrangig die Abschlussklassen, deren Prüfungen bevorstanden.

Ausbildungsbetriebe waren häufig durch einen Einbruch von Aufträgen, Kurzarbeit oder Schließungen stark eingeschränkt. Vielleicht hatten einige Betriebe dadurch mehr Zeit, sich der Ausbildung zu widmen. Für die Bearbeitung der Schulaufgaben war den Azubis auch im Betrieb neben der praktischen Ausbildung Zeit einzuräumen.

Auch die überbetrieblichen Ausbildungsträger der Verbände Druck und Medien haben kurzfristig reagiert und von Präsenz- auf Onlinekurse umgestellt. Die Mediencommunity des ZFA bietet seit Jahren kostenlos vielfältige digitale Möglichkeiten zum gemeinsamen Lernen an, auch diese wurden wieder zahlreich genutzt: https://mediencommunity.de/pruefungsvorbereitung

Und wie geht’s im nächsten Ausbildungsjahr weiter?

Aber wie sieht es eigentlich für das kommende Ausbildungsjahr aus? Haben Sie neue Ausbildungsverträge abgeschlossen? Gerade in Krisenzeiten sollte die Ausbildungsbereitschaft nicht nachlassen; die Kammern unterstützen gerne bei der Vermittlung von Azubis. Der BVDM hat einen Leitfaden entwickelt, was man bei virtuellen Vorstellungsgesprächen beachten muss. Im Rahmen des Konjunkturpakets stellt die Bundesregierung Förderprämien für Ausbildungsplätze in KMUs zur Verfügung. Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Verband Druck und Medien.
Helfen Sie mit, die Ausbildungszahlen stabil zu halten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die Insider-Kolumne erschien in Deutscher Drucker 12-13/2020. Das Heft kann im print.de-Shop bestellt werden.

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