Diversifizierung des Geschäfts in die zwei Divisionen Print Solutions und Chemicals

Hubergroup jetzt in zwei Geschäftseinheiten tätig

Unter dem Dach der Chemicals Division findet jetzt die Herstellung und Vermarktung von Rohstoffen für Druckfarben und Beschichtungen statt.

Die Hubergroup ist ein in der Nähe von München ansässiges Familienunternehmen mit 255-jähriger Firmengeschichte. Bislang gab es nur eine Division „Print Solutions“, die Druckfarben und Druckhilfsmittel für den Verpackungsdruck und den kommerziellen Druck produziert und vertreibt. Neu eingerichtet wurde eine zweite Division – „Chemicals“, wie Taner Bicer, President Chemicals Division, sowie Dr. Angela Stark, Technical Marketing Manager, im Rahmen einer Internet-Pressekonferenz bekannt gaben.

Der international tätige Druckfarbenhersteller stellt sich neu auf. Die Herstellung und Vermarktung von Rohstoffen für Druckfarben und Beschichtungen findet jetzt unter dem Dach der Chemicals Division statt. Dabei fokussiert sich der Chemiefabrikant unter anderem auf Stoffe wie PU-Harze und UV-Oligomere. Mit seinem Produktportfolio richtet er sich vor allem an die Druck- und Verpackungsbranche ebenso wie an die Farb- und Lackindustrie sowie Chemieunternehmen. „Die Diversifizierung vorzunehmen und das Geschäft in die zwei Divisionen Print Solutions und Chemicals zu unterteilen, ist eine strategische Unternehmensentscheidung“, so Taner Bicer weiter.

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Der Rohstoffhersteller mit einer Reaktorkapazität von über 250 Kilotonnen pro Jahr produziert in seinen eigenen Werken in Indien vorrangig PU-Harze, UV-Oligomere, verschiedenste Polyester, Farbpigmente und Pigmentpräparate, sowie Additive zur Optimierung von Farben und Lacken. Das Portfolio soll in den nächsten Jahren sukzessive erweitert werden. Der Bereich Forschung & Entwicklung wird aus Indien und Europa gesteuert. Das globale Netzwerk der hubergroup soll der Chemicals Division eine dezentrale und somit kundennahe Service- und Vertriebsstruktur ermöglichen, so Hubergroup.

Heiner Klokkers, Vorsitzender der Geschäftsführung der hubergroup, ergänzt: „Wir erwarten, dass die Chemiesparte kurz- bis mittelfristig signifikant zum Wachstum des Unternehmens beiträgt. Somit stellt die Chemicals Division neben der Print Solutions Division eine wichtige Säule in unserer langfristigen, strategischen Marktpositionierung dar.“

Die Hubergroup war vor gut einem Jahr mit der Bekanntgabe, das Druckfarben-Produktionswerk am Hauptsitz in Kirchheim-Heimstetten bei München bis 2021 im Zuge einer Restrukturierung komplett schließen zu wollen, in die Schlagzeilen geraten. Etwa 300 Mitarbeiter verlieren voraussichtlich ihren Arbeitsplatz. Die Restrukturierung betrifft vor allem die Produktion von Skalendruckfarben für den Heatset-Rollenoffsetdruck in Europa und Amerika, aus der man sich zurückziehen wolle. Wie Hubergroup-Sprecher Michael Spörl print.de gegenüber zum Ausdruck brachte, bleiben Coldset-Farben weiterhin im Portfolio, ebenso konventionelle Bogenoffsetfarben (hier spricht man von einem Marktanteil von etwa 30 % in Europa). Von letzteren wird ein Teil in Indien und ein Teil in Celle produziert, so Spörl weiter. Auch soll die momentan noch in Kirchheim existierende Produktion von UV-Druckfarben nach Celle verlagert werden. Wässrige Überdrucklacke werden bald ebenfalls nicht mehr in Kirchheim produziert, sondern in Polen.

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