Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

Stünings Medien ist zahlungsunfähig

Das Verlags- und Druckhaus Stünings Medien GmbH (Krefeld) ist zahlungsunfähig. Auf Antrag des Unternehmens wurde beim Amtsgericht Krefeld ein Insolvenzverfahren eröffnet.

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Die 1929 gegründete Stünings Medien GmbH ist mit seinen rund 115 Mitarbeitern in verschiedenen Geschäftsbereichen tätig: Verlag, Digital, Werbung und Druck. Das Programm reicht von Fachmagazinen und Reiseführern über die Herstellung von Prospekten, Katalogen und Kundenmagazinen bis zu Lösungen für digitale Publikationsformen. Firmensitz ist das 1997 errichtete „Haus der Medien“ auf dem Dießemer Bruch in Krefeld.

Das Insolvenzverfahren wurde beim Amtsgericht Krefeld wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Die Eröffnung erfolgte aufgrund des bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Wie es in der amtlichen Verlautbarung des Gerichts heißt, wurde Eigenverwaltung angeordnet. Die Stünings Medien ist somit berechtigt, unter der Aufsicht des Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen. Zum Sachwalter wurde  Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth aus Düsseldorf ernannt.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Es ist schon interessant zu lesen, dass im Westen Druckereien insolvent gehen und im Osten, wie vor kurzem gemeldet, Druckereien gleich 8 oder 9 Druckmaschinen, natürlich mit allem was dazugehört bestellen.
    Der Soli und Zuschüsse, von denen wir im Westen nur träumen machts halt möglich.
    Wir sind halt bescheiden und begnügen uns mit einem Zinszuschuß, wann überhaupt, von1%.

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    1. Und die niedrigen Löhne!
      Kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, keine kostenlosen Getränke usw.

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    2. Wo sind diese Druckmaschinen aufgestellt worden?

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    3. Wie kann man nur eine so unqualifizierte Behauptung abgeben. Der Soli wird von allen Arbeitnehmern in Ost und West gezahlt und geht an den Staat und nicht in private Unternehmen, die sich davon ausrüsten.
      Der Begriff Druckmaschine ist sehr dehnbar. Das kann eine kleine Indigo Bogen-Digital für 1 M€ sein oder eine große 96 Seiten Rotation für 25 M€. Und davon baut niemand in Ost oder West viele auf, was Ihnen jeder Druckmaschinenhersteller bestätigen kann.
      Der Osten wird in einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einer Druckmaschine sogar noch “bestraft”, da sich durch niedrigere Löhne, die man sparen will, ein Rationalisierung schwieriger rechnet als bei hohen Löhnen. Und bevor Sie jetzt auch noch behaupten, dass man mit Westgeld auch noch Ostarbeitsplätze abschaffen will, in dem man rationalisiert – nein, man muss mit weniger Personal auskommen, weil diese Jobs kaum noch gefragt sind.

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  2. Naja, ganz so ist es wohl nicht. Ich kenne Unternehmen die in Ost-Ländern Standorte aufgemacht haben. Dafür haben sie Subventionen erhalten. Die MA hier haben dann die dort drüben an den neuen Maschinen geschult und dann wurde der Standort hier geschlossen. Natürlich wurde den Kollegen angeboten mit nach Polen oder sonst wohin zu gehen.
    Die Kosten in Ost sind natürlich niedriger. Oder woher kommen Preise die ca 40% unter denen hier liegen?

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  3. Es gibt, bzw. gab zahlreiche und namhafte Druckereiunternehmen im Osten Deutschlands, die von den jeweiligen Bundesländern subventioniert wurden! Diese Druckereien konnten/können dadurch bedingt günstiger anbieten, (durch niedrigere Stundensätze und -löhne), aber nach einigen Jahren läuft die Subvention aus und es muss danach mit anderen, höheren Stundensätzen /-löhnen kalkuliert werden, die Unternehmen können nicht mehr günstiger anbieten und die Probleme beginnen! Einige der geförderten Ost-Druckereien sind mittlerweile vom Markt verschwunden, auch namhafte waren dabei!
    Hintergründe für die Förderung waren z.B die Schaffung von Arbeitsplätzen, etc.

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