Druckmaschinenhersteller kündigt drei Weltpremieren an

Drupa-Neuheiten von Heidelberg: Nachfolgemodell der XL105

Die neue Speedmaster XL 106 ist eine von drei Messeneuheiten.

In Düsseldorf präsentiert die Heidelberger Druckmaschinen AG das Nachfolgemodell für seine Speedmaster XL 105: die Speedmaster XL 106. Seit ihrer Vorstellung zur Drupa 2004 wurden von der Speedmaster XL 105 weltweit über 1200 Maschinen verkauft. Von Heidelberg als Weiterentwicklung der Speedmaster XL 105 konzipiert, wird die Speedmaster XL 106 als “neue Leistungsklasse für den industriellen Werbe-, Etiketten- und Verpackungsdruck“ positioniert. Die Druckgeschwindigkeit erreicht 18000 Bogen pro Stunde im Schöndruck und im Schön- und Widerdruck. Die Maschine verarbeitet ein Materialspektrum bis 1,0 Millimeter sowie bis 0,8 Millimetern im Wendebetrieb. Mit dem vergrößerten Bogenformat von 75 x 106 cm kann das maximale Druckformat von 74 x 105 cm nun voll ausgenutzt werden, was mehr Stanzrand für Verpackungsdrucker und mehr Nutzen pro Bogen für Sammelformen bei Web-to-Print bedeutet. Eine gesteigerte Leistungsfähigkeit erreicht die Speedmaster XL 106 auch durch das Zusammenspiel von Preset-Funktionalität, Farbvoreinstellungen, dem simultanen Plattenwechsel mit AutoPlate XL und Prinect Inpress Control sowie vereinfachter Bedienung. Gegenüber der Speedmaster XL 105 wird die Produktivität um 20 bis 30 Prozent gesteigert. Verfügbar ist die neue Maschine ab der Drupa und löst damit die Speedmaster XL 105 ab. Wie Heidelberg berichtet, habe man bereits im Vorfeld der Messe weltweit Aufträge über 30 Speedmaster XL 106 erhalten.

Eine Messepremiere ist auch der Sammelhefter Stitchmaster ST 500. Mit seiner Einzelantriebstechnologie, einer zentralen Steuerung und vielfältigen Anlegervarianten ist er für industrielles Sammelheften universell einsetzbar. Heidelberg zufolge sollen mit dem System kleine Auflagenhöhen, terminkritische Aufträge, unterschiedlich komplexe Produkte und viele Formatwechsel, aber genauso auch große Auflagen in kontrolliert hoher Qualität flexibel und trotzdem wirtschaftlich möglich sein. Weitreichende Automatisierungsoptionen für Anleger, Trimmer, Heftmaschine und Kreuzleger verkürzen die Rüstzeiten und sorgen für eine gesteigerte Effizienz. Der Stitchmaster ST 500 arbeitet mit einer mechanischen Maschinenleistung von bis zu 13000 Takten pro Stunde. Erstmals ist es mit dem Stitchmaster ST 500 möglich, Mehrlagenbroschuren als Vorbereitung für eine Klebebindung zusammenzutragen. Mit neuen Optionen wie dem dritten Bearbeitungsschritt im Trimmer werden Produkte mit Mehrwert in nur einem Arbeitsgang erstellt, die vorher zwei oder mehr Arbeitsschritte benötigten. Der neue Sammelhefter Stitchmaster ST 500, der in Halle 1 zu sehen ist, wird ab Januar 2013 verfügbar sein.

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Ein Blick in die Zukunft ist die von Heidelberg auf der Drupa vorgestellte Speedmaster XL 75 mit der Farbwerktechnologie Anicolor. Nachdem sich die Anicolor-Technologie im Format 35 x 50 mit weltweit über 1000 installierten Druckwerken seit 2006 im Markt bewährt hat, wird diese Farbwerkstechnologie in das Format 50 x 70 übertragen. Die Maschine wird als Weltpremiere gezeigt. Bezogen auf eine Druckmaschine mit konventionellem Farbwerk lassen sich die Vorteile von Anicolor mit der Formel „90–50–50“ zusammenfassen: Durch die Farbwerktechnologie Anicolor fallen 90 Prozent weniger Makulatur an, die Rüstzeiten verkürzen sich um 50 Prozent, und die Produktivität wird um 50 Prozent gesteigert. Durch die schnelle und konstante Einfärbung können Druckaufträge häufig ab dem zehnten Bogen verkauft werden. Aus diesem Grund eignet sich die Speedmaster XL 75 Anicolor vor allem für Kunden, die im Format 50 x 70 Klein- und Kleinstauflagen im Werbe- und Verpackungsdruck wirtschaftlich herstellen wollen oder für Web-to-Print-Anwendungen mit Sammelformen, die eine einfache Standardisierung und konstant höchste Qualität voraussetzen. Die Maschine wird im ersten Schritt als Schöndruckmaschine mit bis zu sechs Farbwerken sowie mit und ohne Lackierwerk mit einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 15000 Bogen pro Stunde angeboten und soll ab Ende 2013 verfügbar sein. Als nächste Schritte sind dann Maschinen mit Wendung und weitere Konfigurationen geplant.

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