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Entschluss endgültig: UPM schließt Papierfabrik Albbruck

508 Mitarbeiter betroffen, Personalkürzungen werden zum 31. Januar erfolgen

Die Schließung der Papierfabrik Albbruck ist endgültig.

Nachdem bereits im August 2011 über die Schließung der Papierfabrik Albbruck diskutiert wurde und auch die Suche nach einem Investoren erfolglos verlief, steht es nun offiziell fest: UPM wird die Papierfabrik Albbruck im Südschwarzwald schließen. Insgesamt sind 508 Mitarbeiter betroffen – die Personalkürzungen sollen zum 31. Januar erfolgen. Die Formatschneideanlagen werden ins UPM-Werk Plattling verlagert.

Die Papierfabrik UPM Albbruck habe, so Jyrki Ovaska, President Paper Business Group bei UPM, auf Grund ihres Alters und der relativ kleinen Maschinen bereits seit mehreren Jahren Verluste verzeichnet. Zudem sei sie "hinsichtlich der Kosten in UPMs Anlagen- und globalem Kundenportfolio nicht wettbewerbsfähig". Der Mutterkonzern habe keine Möglichkeit gesehen, "die Profitabilität des Werks auf ein Niveau zu verbessern, das einen nachhaltigen Betrieb erlaubt hätte", heißt es weiter in der offiziellen Meldung.

Die Verhandlungen im vergangenem Jahr zwischen UPM, den Mitarbeitervertretern und den Behörden vor Ort waren gescheitert. Die Konzepte von potenziellen Investoren hätten sich zudem für wirtschaftlich nicht tragfähig erwiesen. UPM wird nach  Aussage von Vorstandsmitglied Dr. Hartmut Wurster nun einen Sozialplan umsetzen, "um die Auswirkungen der Personalkürzungen auf verantwortliche Weise auszugleichen“.

Formatschneideanlagen werden nach Plattling verlagert

Die Formatschneideanlagen des Werkes Albbruck sollen in die Papierfabrik Plattling verlagert werden, um dort das Produktportfolio von UPM zu ergänzen. Durch diese Maßnahme entstehen laut UPM etwa 30 neue Stellen, wobei die Bewerbungen der Fachkräfte aus Albbruck bevorzugt behandelt würden.

 
Gespräche über die künftige Nutzung des Werksgeländes werden fortgesetzt

Wie das Albbrucker Werksgelände künftig genutzt wird, steht indes noch nicht fest. UPM werde sich aber an den Verhandlungsrunden über künftige Nutzungsmöglichkeiten beteiligen. Die Gespräche sollen von der örtlichen Industrie- und Handelskammer geleitet werden.

Kapazitätsstilllegungen abgeschlossen

Mit der Entscheidung bezüglich Albbruck sind die geplanten Kapazitätsstilllegungen, die UPM im vergangenen August angekündigt hatte, abgeschlossen. Die Papierfabrik UPM Albbruck hatte eine Kapazität von 320.000 Tonnen Magazinpapier pro Jahr. Die Papierfabrik Myllykoski in Finnland mit 600.000 Jahrestonnen Magazinpapier wurde am 9. Dezember 2011 geschlossen und die Papiermaschine 3 der Papierfabrik UPM Ettringen in Deutschland mit 110.000 Jahrestonnen Zeitungsdruckpapier wurde am 14. Dezember 2011 stillgelegt.

 
Der Verkaufsprozess der Papierfabrik UPM Stracel in Frankreich werde wie geplant fortgesetzt.

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